Fußball-Oberliga

Riedel kritisiert Dapprich-Kritik

Thomas Riedel, Sportlicher Leiter TuS Ennepetal.

Thomas Riedel, Sportlicher Leiter TuS Ennepetal.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Ennepetal.  Der Trainer der SF Siegen bezeichnete den Ennepetaler Fußball „grausam“. Der Sportlicher Leiter Riedel hofft noch auf viele „grausame“ Punkte.

Der 3:2 (2:2)-Sieg des TuS Ennepetal gegen die SF Siegen hat ein kleines Nachbeben in der Fußball-Oberliga erzeugt. So hatte Gäste-Trainer Dominik Dapprich geäußert, dass das Spiel „mit Fußball nichts zu tun“ gehabt hätte. „Die wissen selbst, dass sie fürchterlichen Fußball spielen. Die sind Tabellenführer und wissen eigentlich gar nicht, warum.“ Unsere Zeitung berichtete in unser gestrigen Ausgabe. Thomas Riedel, Sportlicher Leiter des TuS Ennepetal, zeigte sich ob dieser Äußerung irritiert.

Riedel, viele Jahre selbst Fußballer bis in die Oberliga, hält in einem offenen Brief dagegen, dass er sehr wohl wisse, warum sein Team an der Tabellenspitze stehe. „Wir haben eine gute Mannschaft, die mit viel Leidenschaft spielt und eine tolle Kameradschaft hat, die in dieser Form in der Oberliga wohl einzigartig ist“, schreibt Riedel. „Wir haben einen sehr guten Trainer, der genau die Stärken und Schwächen der Mannschaft kennt und das Optimale herausholt.“

Riedel kritisiert in dem Brief, der der Redaktion vorliegt, die Umgangsform des Siegener Trainers. Riedel schreibt von mangelndem Anstand und Respekt gegenüber Mannschaft und Trainer von Ennepetal: „Das ist nicht zu akzeptieren und sollte Ihnen mit Ihrer Vorbildfunktion so nicht passieren.“ Da spiele es auch keine Rolle, ob der Sieg am Ende verdient oder eher glücklich war. „Wenn man bedenkt, dass uns am Sonntag noch sechs wichtige Spieler gefehlt haben, dann ist diese Leistung nicht hoch genug anzurechnen.“

Thomas Riedel zeigt sich dennoch versöhnlich: „Wir freuen uns schon jetzt auf das Rückspiel in Ihrem tollen Stadion und auf die super Fans“, schreibt er weiter. Riedel schiebt hinterher: „Bis dahin versuchen wir, mit unserem grausamen Fußball noch so viele Punkte wie möglich zu holen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben