Volleyball-Jugend

Ritterschlag für Schwelm

Die Trainer Duwe (l.) und Jost gratulieren (v.r.) Veronika Richter, Wiebke Gründling, Charlotte Wingert, Britt Heisler, Luisa Jost, Malu Borgardt und Sophie Held.

Foto: Marinko Prša

Die Trainer Duwe (l.) und Jost gratulieren (v.r.) Veronika Richter, Wiebke Gründling, Charlotte Wingert, Britt Heisler, Luisa Jost, Malu Borgardt und Sophie Held. Foto: Marinko Prša

Schwelm.   Es ging auch um den Bezirks-Kader. Nominiert aus dem EN-Kreis sind Britt Heisler (RE), Wiebke Grundling, Lea Bahr, Malu Borghardt und Veline Kranz (alle TVE) sowie Sophie Held (TB Höntrop).

Es war schon eine Art Ritterschlag für den hiesigen Volleyball, dass das Turnier der Kreis-Auswahlen in Schwelm stattgefunden hat. Es stellt einen vorläufigen Höhepunkt dar, den vor allem RE Schwelm und TV Eintracht Vogelsang dank ihrer erfolgreichen Arbeit mit der weibliche Jugend erzielt haben. Das Turnier an sich und die Leistungen der Lokalmatadorinnen unterstreichen überdies, dass die Entwicklung fortschreitet. Fortschreiten wird.

Zum einen hat sich die hiesige Kreisauswahl (aus Bochum, Ennepe-Ruhr-Kreis, Herne) mit dem zweiten Platz ihr Ziel erreicht: Besser sein als in den vorherigen Auflagen. „Das ist uns deutlich gelungen“, freut sich Auswahl-Trainer Gereon Duwe (RE Schwelm), der mit Gernot Jost (TVE Vogelsang) beide EN-Mannschaften betreut.

Nominiert für Bezirks-Kader

Überdies werden im künftigen Bezirks-Kader auch etliche Spielerinnen des EN-Teams stehen: Britt Heisler (RE), Wiebke Gründling, Lea Bahr, Malu Borghardt und Veline Kranz (alle TVE) sowie Sophie Held (TB Höntrop). „Das freut mich für die Mädchen“, attestiert Duwe, der auch die Zusammenarbeit mit Gernot Jost lobt. „Die Zeiten, der starken Konkurrenz zwischen den Vereine sind vorbei“, erläutert Duwe. „Wir arbeiten eng zusammen, wollen was für und im Kreis etwas aufbauen. Überdies passt es auch menschlich hervorragend.“ Und die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass Schwelm und Vogelsang auf dem richtigen Weg sind. Vielleicht wird Schwelm – oder Gevelsberg – ein Leistungsstützpunkt.

Für die auserwählten Spielerinnen gibt es demnächst einige Lehrgänge auf Bezirksleben. Der erste noch vor den Sommerferien. Aus dem etwa 25-köpfigen Kader werden zwölf Spielerinnen genommen, die zum WVV-Sichtungskader in Senden bei Münster geladen werden. Ab hier nimmt der Leistungssport seinen Lauf.

Entscheidung über Leistungssport

„Im Turnier der Kreisauswahlen steht der Spaß im Vordergrund, aber auch auf die Leistungen als Mannschaft oder als auch individuell wird geachtet“, beschreibt Duwe. Und dann kommt für das Mädchen die Entscheidung: Will ich leistungsorientiert Volleyball spielen, die Kader über den Verband hinaus erreichen, vielleicht höherklassig, Bundesliga oder für Deutschland spielen.

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die im Beachball in Rio Olympisches Gold gewannen, können da tatsächlich als Vorbild dienen. „Die Lehrgänge sind auch so konzipiert, dass sich die Spielerinnen entscheiden können, ob Beach oder Halle besser für die Zukunft ist“, so Gereon Duwe.

Überdies dient als
unmittelbares Vorbild Carlotta Klemm, die einst bei RE Schwelm das Volleyball spielen erlernte, dort auch ihr Spiel verbesserte und schließlich in Auswahl-Kader landete. Durch einen Umzug hatte sie vor etwa anderthalb Jahren RE verlassen, spielte dann in Schwerte und in Hörde – und steht inzwischen im Nationalkader. „Sie ist durchaus unser Aushängeschild“, sagt Gereon Duwe. „Wir sind schon stolz auf ihren Werdegang.“ Die bisherige Karriere von Carlotta Klemm zeigt aber auch auf, was es bedeutet, sich dem Leistungssport zu verschreiben. „Sie hat vier- bis fünfmal in der Woche Training, ist fast an jedem Wochenende unterwegs“, so Duwe.

Neun Mannschaften beim Turnier

Zurück zum Turnier. Neun Mannschaften spielten zunächst in Gruppen um den Einzug in die Platzierungsspiele. Ennepe-Ruhr I setzte sich gegen die Vertretungen aus Wuppertal-Mettmann (25:16, 18:25) und Oberberg (25:5, 25:3) durch. Nach einer Zwischenrunde gegen Düsseldorf (25:12, 25:20) ging es um die Plätze eins bis drei. Nach den Begegnungen gegen Essen (25:19, 25:22) und Dortmund (19:25, 25:23) sprang der „Vize-Titel“ hinter Essen und vor Dortmund heraus. Wuppertal-Mettmann, Düsseldorf und Siegen-Olpe folgten auf den Plätzen vier bis sechs.

Die Zweite EN-Garnitur kam in die Platzierungsspiele um die Ränge sieben bis neun – nach den Gruppenspielen gegen Essen (15:25, 15:25) und gegen Siegen-Olpe (18:25, 16:25). Als es um die endgültigen Plätze ging, spielten die Mädchen um die Trainer Gereon Duwe und Gernot Jost gegen Oberberg (25:13, 25:15) und gegen den Märkischen Kreis (25:9, 25:18) – das bedeutet schließlich Platz sieben vor Oberberg und Märkischer Kreis.

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