Andreas Sander

Sander setzt zum nächsten Sprung an

Letzte Saison hat es zu fünf Top-Ten-Platzierungen gereicht. In der anstehenden Saison will Sander in Richtung Podium schielen.

Letzte Saison hat es zu fünf Top-Ten-Platzierungen gereicht. In der anstehenden Saison will Sander in Richtung Podium schielen.

Foto: Peter Kornatz

Ennepetal.   Die vergangene Saison war seine bisher beste im Weltcup, nun möchte Andreas Sander von der Skigemeinschaft Ennepetal zum nächsten Sprung ansetzen.

Die vergangene Saison war seine bisher beste im Weltcup, nun möchte Andreas Sander von der Skigemeinschaft Ennepetal zum nächsten Sprung ansetzen.

Wer glaubt, dass sich Sander auf den Erfolgen im vergangenen Winter im Sommer ausruht, hat weit gefehlt. Der Ennepetaler, der inzwischen in Oberstdorf im Allgäu wohnt, hat den Sommer genutzt, um an Kleinigkeiten, wie er sagt, zu arbeiten. Vorher stand aber erst die Arbeit im athletischen Bereich an, auf Zypern und im Burgenland in Österreich absolvierte er mit der deutschen Mannschaft Einheiten, um Ausdauer und Kraft für den kommenden Winter zu tanken. „Das ist für mich besonders wichtig. Ich bin aktuell da, wo ich vor dem Sommer sein wollte“, berichtet Sander über die Fortschritte. Beine, Rumpf, aber auch Oberkörpermuskulatur wurden gezielt auf die Herausforderungen eines langen Weltcup-Winters vorbereitet. Fast am Ende der kommenden Saison im Weltcup, der mit dem Rennen in Lake Louis/Kanada beginnen wird, steht der große Höhepunkt an – die olympischen Spiele in Pyeongchang/Südkorea.

„Soweit denke ich aber nicht. Meine erste Priorität hat der Weltcup in Lake Louis“, beschreibt Sander seinen Fokus. Sein großes Ziel für diese Saison sind ohnehin nicht die Rennen in Südkorea, der Ennepetaler möchte im Weltcup den nächsten Schritt machen und bei den Rennen noch näher an die Podiumsplätze herankommen. „Das war schon immer ein Ziel in meiner Karriere, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass ich mal in die Nähe davon komme“, so Sander, der im vergangenen Winter fünfmal in die besten zehn gefahren ist.

Trainingslager in den Anden

In dieser Rennsaison soll es also noch weiter nach vorne gehen, dafür feilt der Spezialist für die Disziplinen Super-G und Abfahrt weiter an seinem Repertoire. Konstanter will er werden, seine ruhige Fahrweise soll noch direkter werden, noch geradliniger. Die ersten Tage auf Skiern verbrachte Sander vor kurzem im italienischen Prad am Stilfser Joch. Nach fünf Tagen im Schnee machte dem Ennepetaler aber der Regen einen Strich durch die Rechnung, und so ging es zurück ins Allgäu. Lange muss Sander nicht auf den geliebten Schnee verzichten. Mitte August geht es auf den langen Lehrgang in die chilenischen Anden, dort herrscht zu dieser Jahreszeit Winter. „Dort trainieren auch viele von den anderen Mannschaften“, kennt er die Gegebenheiten vor Ort aus den Vorjahren genug. Viel Schnee und der totale Fokus auf seine Schwerpunkte – Sander will sich bis zum Saisonstart Ende November so viele Tage auf Skiern holen, wie eben nur möglich. La Parva und das Valle Nevado heißen die beiden Skigebiete, die miteinander verbunden sind und ideale Trainingsmöglichkeiten bieten.

Langfristiges Trainingskonzept

Dabei setzt er voll auf das vor drei Jahren im Deutschen Skiverband eingeführte Trainingskonzept. „Das Konzept sorgt seit Jahren dafür, dass ich besser werde“, ist Sander voll überzeugt von dem Plan, der ihn immer näher an die Weltspitze herangeführt hat. „Dank des Konzepts weiß ich, woran ich arbeiten muss, außerdem sind wir in ständigem Austausch mit den Trainern“, erläutert der Ennepetaler die Zusammenarbeit. Immer wieder stößt er bei der akribischen Suche nach Verbesserungspotenzial auf Kleinigkeiten, die er optimieren möchte. So werden ihm in Chile immer neue Läufe gesteckt. Die Herausforderung hier ist vor allem eine mentale: „Man kennt die Strecke nicht so gut wie bei Weltcuprennen, trotzdem will man versuchen, eine direkte und aggressive Linie zu fahren“, beschreibt Sander die anstehende Arbeit im Trainingslager in Südamerika.

Es sind zwar nur Kleinigkeiten, an denen der Ennepetaler arbeitet. Allerdings Kleinigkeiten, die dafür sorgen könnten, dass Sander im kommenden Winter den nächsten Sprung macht. Und vielleicht schafft er ja auch den Sprung auf das Podest – eventuell ja sogar in Südkorea.

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