Basketball ProB

Schwelm stellt sich für ProA auf

Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim ist die menschliche Nähe zu den Protagonisten im Verein stets wichtig – wie hier bei der Verabschiedung von Co-Trainer Stefan Schäfer. Im Hintergrund: Trainer Falk Möller

Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim ist die menschliche Nähe zu den Protagonisten im Verein stets wichtig – wie hier bei der Verabschiedung von Co-Trainer Stefan Schäfer. Im Hintergrund: Trainer Falk Möller

Foto: Marinko Prša

Schwelm.  Die Zeichen sind unmissverständlich: ProB-Ligisten EN Baskets Schwelm stellen sich für die 2. Bundesliga, ProA, auf.

An die vielen neuen Gesichter müssen sich die EN Baskets Schwelm noch gewöhnen. Die Basketballer haben in diesem Sommer einen gewaltigen Umbruch im Kader hinter sich – doch nicht nur auf dem Spielfeld hat sich einiges geändert beim ProB-Ligisten. Auch hinter den Kulissen hat sich was getan. Mittelfristig richten die Schwelmer den Blick auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga, ProA.

Und dafür braucht es eben die richtigen Voraussetzungen, vor allen Dingen finanzieller Natur. „Die Gesellschafter haben einer Erhöhung des Etats zugestimmt”, sagt Omar Rahim, der die EN Baskets als Geschäftsführer leitet. Die vier Gesellschafter Ralf Stoffels, Kai Wicke, Marcus Lusebrink und Peter Schmücker haben nach mehreren Gesprächen mit Rahim und Trainer Falk Möller der Aufstockung der finanziellen Unterstützung zugestimmt, nun soll das Geld mit Ruhe und Verstand eingesetzt werden.

EN Baskets stets weiterentwickelt

Denn, daraus macht Rahim kein Geheimnis, die EN Baskets Schwelm wollen auf kurz oder lang in die ProA aufsteigen. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt, das wäre in zwei bis drei Jahren der nächste Schritt”, sagt der Geschäftsführer. Nach dem Abstieg aus der ProB vor drei Jahren haben sich die Schwelmer nach dem direkten Wiederaufstieg wieder in der Liga etabliert, zwei Mal gelang seitdem der sichere Klassenerhalt mit dem Erreichen der Playoffs.

Mehr als Runde zwei soll es werden

Dort war aber jeweils in der ersten Runde Schluss, in diesem Jahr soll es schon noch etwas weiter gehen. „Eine bessere Platzierung und die zweite Runde der Playoffs sind realistisch”, sagt Omar Rahim zu den ehrgeizigen Zielen der Schwelmer Basketballer in der anstehenden Saison. Mittelfristig soll es aber in die zweitklassige ProA gehen für die EN Baskets. Wann das passieren soll ist nicht datiert, doch die positive Entwicklung der vergangenen Jahre mit dem gewachsenen Umfeld soll sich nun auch auf dem Spielfeld zeigen. „Falk Möller und ich wollten eine Perspektive haben, etwas was wir erreichen wollen und können. Eine Ausrichtung, nur in der ProB langfristig zu bleiben, hätte mich nicht glücklich gestimmt und der Umbruch wäre gewaltiger”, sagt Rahim. Denn sowohl er wie auch Trainer Falk Möller oder auch Frank Herzbruch, Beirat für Sport, haben etwas gegen Stillstand.

Gestiegener Etat

Der gestiegene Etat soll eben diesen Stillstand bei den EN Baskets Schwelm verhindern, mit größeren finanziellen Möglichkeiten haben sich die Schwelmer personell auch entsprechend tiefer aufgestellt in der Vorsaison. „Wir sind den Gesellschaftern sehr dankbar für die Möglichkeiten”, freut sich Möller über den nun größeren finanziellen Spielraum. „Das Team muss sich erst einmal finden, die ersten Eindrücke sind aber schon sehr gut. Wir sind weiter als ich im Vorfeld gedacht habe”, freut sich Trainer nach den ersten zwei Wochen der Vorbereitung.

In der Vorbereitung absolvieren die Schwelmer Basketballer täglich eine Trainingseinheit am Vormittag und eine am Abend. Der erste Test gegen Bochum gelang (wir berichteten), auch wenn diese Partie für beide Mannschaften eher unter dem Aspekt Abwechslung stand. Denn vorrangig wurde in den ersten Wochen im Ausdauerbereich gearbeitet, anschließend wird sich das Team um Möller um die notwendige Schnelligkeit auf dem Sportplatz an der Rennbahn kümmern.

Vorfreude auf Saisonstart

Die Vorfreude über die im September beginnende Saison steigt von Tag zu Tag. „Ehrlich gesagt, vermisse ich neben dem Sport meine Mitstreiter” sagt Omar Rahim, der aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in der Schlussphase der vergangenen Saison bei den Spielen seiner Baskets fehlt. „Die Baskets-Family die unser Event mitgestaltet und uns zu dem machen, was wir sind, sind Menschen, die mir wichtig sind und Unglaubliches leisten rund um die Mannschaft“, ergänzt er

Sonntag geht es nach Sechtem

Bis zum Saisonstart hat Falk Möller noch knapp fünf Wochen Zeit, seine Mannschaft auf das gewünschte Niveau zu bringen. Neben dem Training sollen die Tests wie beim Liga-Konkurrenten Bochum die Baskets-Spieler weiter bringen. Weiter geht es am Sonntag beim Zweit-Regionalligisten Sechtem Toros. Nur einen Tag später geht es zum Regionalligisten SV Haspe. Beim Turnier des Regionalligisten BG Hagen treffen die Schwelmer am 31. August auf den Gastgeber. Einen Tag später werden das kleine und das große Finale in der Otto-Densch-Halle ausgetragen – Gegner ist entweder Regionalligist RheinStars Köln oder Liga-Konkurrent Iserlohn Kangaroos. Es folgen das Turnier beim Regionalligisten BBG Herford (7./8. September) und die offizielle Saisoneröffnung gegen den ProA-Ligisten Artland Dragons am 14. September in eigener Halle.

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