Fußball-Bezirksliga

Schwelm und Voerde mit gemischten Gefühlen vor dem Start

Piet Wachter (blaues Trikot) wechselt von Voerde nach Schwelm, fühlt sich dort nicht wohl und kehrt zurück zum Tanneneck.

Piet Wachter (blaues Trikot) wechselt von Voerde nach Schwelm, fühlt sich dort nicht wohl und kehrt zurück zum Tanneneck.

Foto: Marinko Prša / Archiv

Ennepetal/Schwelm.  Sowohl Voerde als auch Schwelm fehlen zu den jeweiligen Heimpremieren noch etliche Leistungsträger. Dennoch sind beide Trainer zuversichtlich.

Ein Saisonstart mitten in den Schulferien – das wirkt sich auf alle Amateurteams aus. Blau-Weiß Voerde und VfB Schwelm in der Fußball-Bezirksliga machen da keine Ausnahme. Neben Verletzungen reißen vor allem urlaubsbedingte Abwesenheiten Löcher in die Kader. Bei Voerde und Schwelm sind es jeweils zehn Spieler, die den Trainern nicht zur Verfügung stehen.

Training stimmt Trainer positiv

Marco Menge, VfB-Coach, sieht dem Saisonstart mit der Heimpartie gegen den ASSV Letmathe mit gemischten Gefühlen entgegen. Das letzte Testspiel (1:4 gegen SSV Bergisch Born) hatte ihm nicht nur vom Ergebnis her missfallen. Aber die vergangene Trainingswoche beurteilt er schon wieder positiv. Unter den Ausfällen im ersten Spiel sind mit Pascal Menge, Joel Neda, Dustin Sappelt und Nermin Jonuzi eine Reihe Akteure, die zur ersten Elf gerechnet werden müssen. Mit Marten Meier, Dominik Reinhoff, Ugur Akbaba, Fadel Allouch, Boris Raab und Benjamin Menge fehlen auch einige Alternativen. Es sieht danach aus, als müsste sich Marco Menge wieder selbst das Trikot überstreifen. Immerhin sieht er keine Besetzungsprobleme: „Zum Glück haben wir gegenüber der letzten Saison einen größeren Kader.“

Mit Piet Wachter, der von Voerde nach Schwelm gewechselt war und sich dann doch wieder zurückorientiert hat, fehlt zwar ein guter Spieler, aber Menge hatte sich mit BW-Vorsitzendem Olaf Steinhaus freundschaftlich geeinigt. Menge: „In einem offenen Gespräch hatte Piet mir gesagt, dass der Wohlfühlfaktor bei uns doch nicht ganz so hoch ist. Da macht es keinen Sinn ihn halten zu wollen.“ Wie sich der erste Gegner, ASSV Letmathe, gegenüber dem Vorjahr verändert hat, weiß Menge nicht. „Aber wir starten ja mit einem Heimspiel – und da achten wir in erster Linie auf uns selbst.“

Letzter Test geht in die Hose

Auch am Tanneneck sind noch viele Spieler nicht dabei. Auch hier sind es sogenannte „Hochkaräter“ wie Marius Hornschuh, Mats Völlmecke, Tobias Schipnik oder Sinan Hajra, die angeschlagen oder in Urlaub sind. Nur bei Kapitän Hornschuh, der sich eine Rippenprellung zugezogen hat, besteht noch eine kleine Chance, dass er auflaufen kann.

Das Fehlen von Alex Hillenberg bedauert Trainer Lars Möske, der selbst an einer Entzündung im Arm laboriert, besonders. „Er hat eine tolle Vorbereitung abgeliefert, war immer engagiert und immer da“, sagt Möske. Zuletzt aber hat sich der Stürmer einen Muskelfaserriss zugezogen, der ihn jetzt matt setzt.

Der „Rückwechsel“ von Piet Wachter vom VfB Schwelm hat Lars Möske richtig froh gemacht. „Ich bin froh, dass er wieder an Bord ist“, sagt Möske und berichtet: „Er hatte sich erst gar nicht getraut zu fragen, ob er zurückkommen darf.“ Auch ohne dass er die Voerder Vorbereitung mitgemacht hat, ist Wachter für seinen Trainer eine Option. „Der Junge ist ja fit, er hat in Schwelm die komplette Vorbereitung mitgemacht“, ist Möske sicher.

Dass das letzte Testspiel beim VfR Sölde mit 0:3 in die Hose gegangen ist, will der BW-Coach nicht überbewerten. „Da haben wir einen Weckruf bekommen“, ordnet er die Partie ein und hofft auf einen positiven Lerneffekt.

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