Basketball, ProB Nord

Schwelm verliert weiteres NRW-Derby

Kann mit der Leistung der Mannschaft nach der Pause nicht zufrieden sein: Trainer Falk Möller.

Kann mit der Leistung der Mannschaft nach der Pause nicht zufrieden sein: Trainer Falk Möller.

Foto: MiSch

Münster/Schwelm.   Katastrophale Leistung in zweiter Halbzeit kostet EN Baskets den möglichen Sieg in Münster.Möller vermisst die Konstanz.

Es ist nicht die Saison der Derbys für die EN Baskets Schwelm. Auch im vierten Anlauf setzte es eine Niederlage, dieses Mal mussten sich die Schwelmer beim Aufsteiger WWU Baskets Münster mit 77:67 (35:44) geschlagen geben. So entwickelt sich in dieser Tatsache eine Konstanz beim Team von Falk Möller, die sich der Trainer lieber an anderer Stelle wünschen würde.

„Wir haben es nicht geschafft über die komplette Spielzeit eine konstante Leistung abzurufen“, sagt der Übungsleiter der EN Baskets Schwelm nach der Partie. Dabei wäre vor allem die Vorstellung aus der ersten Halbzeit eine gewesen, die Möller gerne auch im zweiten Spielabschnitt gesehen hätte. Denn bis dahin trat sein Team selbstbewusst auf, der kurzfristige Ausfall des US-Amerikaners Erik Durham fiel kaum ins Gewicht. „Da haben wir das Tempo vorgegeben und die Kontrolle über das Spiel gehabt“, beschreibt Möller die ersten beiden Viertel.

Durham schmerzlich vermisst

Schmerzlich vermisst wurde Durham dennoch, nach dem dieser in der letzten Szene des Abschlusstrainings am Freitag umgeknickt war. Für ihn rückte Paul Giese zum ersten Mal überhaupt in der Start-Fünf. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht, doch am Ende fehlte Eriks Qualität schon“, so Möller.

Denn der US-Boy zeigte sich gerade vergangene Woche gegen Oldenburg in exzellenter Verfassung. Eben die Qualität, auch einmal einen schweren Wurf zu treffen, fehlte den EN Baskets Schwelm zu Beginn der zweiten Halbzeit. „Wir haben aber auch offensiv viele schlechte Entscheidungen getroffen und das Tempo rausgenommen“, kennt Möller die Gründe für den Einbruch im dritten Viertel. Mit 20:7 ging dieses an nun starke Münsteraner — und das obwohl Schwelms Trainer genau dies erwartete. „Ich habe noch in der Kabine gewarnt, das Münster nun versuchen wird das Spiel zu drehen“, sagt er. Eine Warnung die anscheinend nicht voll bei seinen Spielern ankam, denn diese verschliefen das Viertel komplett.

Das Spiel, das bis dahin fest in Schwelmer Hand war, kippte nun zu Gunsten der Gastgeber. Einmal kam die Möller-Truppe noch einmal näher heran, doch gegen erfahrene Münsteraner war nichts mehr zu holen. „Das ist einfach ärgerlich. Die Liga ist so eng in diesem Jahr, da musst du solche Spiele einfach gewinnen“, sagt ein geknickter Falk Möller.

Es fehlt an Konstanz im Spiel seiner Mannschaft wie er findet: „Es muss uns einfach gelingen, über 40 Minuten konstant ein gutes Niveau zu halten“, fordert der Breckerfelder. Die nächste Gelegenheit diese Konstanz zu zeigen und mit einer anderen Konstanz zu brechen haben die Schwelmer am kommenden Wochenende — dann geht es zum Derby Nummer fünf nach Essen.

Keine Frage, dass die Stimmung im Lager der Gastgeber eine ganz andere, eine gute war. Wenngleich die Erleichterung überwiegt. Trainer Philipp Kappenstein: „Es war extrem hart für uns nach einer schlechten ersten Halbzeit stark zurückzukommen. Die Jungs gehen aktuell auf dem Zahnfleisch.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben