Basketball, ProB Nord

Schwelmer Katastrophe beim Start und bei den Rebounds

Einzig Felix Meyer-Tonndorf (hier beim Heimspiel gegen Rist Wedel) erreicht beim Gastspiel der EN Baskets Schwelm bei den Itzehoe Eagles die Note „Normalform“. Ansonsten ärgert sich Trainer Falk Möller über die Einstellung seiner Spieler.

Einzig Felix Meyer-Tonndorf (hier beim Heimspiel gegen Rist Wedel) erreicht beim Gastspiel der EN Baskets Schwelm bei den Itzehoe Eagles die Note „Normalform“. Ansonsten ärgert sich Trainer Falk Möller über die Einstellung seiner Spieler.

Foto: Michael Scheuermann / Archiv

Schwelm/Itzehoe.  20 Punkte aufgeholt, am Ende reicht es nur zum 73:77. Darum verliert der Nord-Vize beim Nord-Meister des Vorjahres.

Vielversprechend war der Start in die Saison der 2. Basketball-Bundesliga, ProB Nord. Zwei Siege, zwei gute Spiele, da geht was. Mittlerweile kassierten die EN Baskets Schwelm die dritte Niederlage in Folge, sind in die Playdown-Zone auf den zehnten Platz abgerutscht (Wertung direkte Duelle). Ärgerlich ist, dass bei allen drei Niederlagen die Einstellung in den Anfangsphasen der Begegnungen ausgesprochen liederlich war. „Das ist eine reine Kopfsache. Jeder muss sich hinterfragen, ob die Einstellung auch so die Richtige ist“, ärgert sich Trainer Falk Möller nach der erneuten Niederlage. Der Nord-Meister des vorherigen Jahres, Itzehoe Egales, besiegt den Nord-Vize mit 77:73 (47:31).

Sprungball gewonnen – das war’s

Der Start in die Begegnung war einmal mehr katastrophal für Schwelm. Es deutete sich eine Schmach an. Es war keineswegs eine Partie auf Augenhöhe zweier Mannschaften, die in der Vorsaison die Nord-Gruppe dominiert und schließlich Platz eins und zwei der Nordgruppe belegten. Schwelm gewann den ersten Sprungball – das war’s denn auch schon. Die Adler flogen auf und davon, bauten kontinuierlich den Vorsprung aus.

Insbesondere unter den Körben ließen die Gastgeber nichts anbrennen. Die Rebound-Bilanz spricht dabei die deutliche Sprache. Itzehoe holt 56-mal den Ball unterm Korb weg – 25-mal in der Offensive, 31-mal unterm eigenen Korb. Erschreckend wenig dagegen diese Ausbeute bei den Kreisstädtern, die sich insgesamt 33-mal den Ball nach einem Abpraller an der Reuse sichern konnten – achtmal offensiv, 25-mal defensiv. „Unsere katastrophale Anfangsphase und unsere katastrophale Rebound-Bilanz haben uns schließlich die Möglichkeit für einen Sieg genommen“, so Falk Möller.

Die Adler konnte schalten und walten wie sie wollten. Bis auf 20 Punkte baute Itzehoe den Vorsprung aus, als es nach 17 Minuten 39:19 stand. Eine Schmach, ein Debakel deutete sich an. Immerhin: Schwelm ließ nicht locker, kämpfte sich zurück, verkürzte mit einer Energieleistung den Rückstand. Als noch knapp fünf Minuten zu spielen waren, war es Milen Zahariev, der für die erste Führung der Gäste sorgte. Sein Dreier machte aus dem 66:67 aus Sicht der Baskets eine 69:67-Führung.

Es war eine Energieleistung, die Falk Möller allerdings nicht positiv bewertet wissen will. „Warum legen wir diese Leistung nicht bereits von der ersten Minute an aufs Parkett? Warum sind wir anfangs so fahrig und unkonzentriert?“, ärgert sich Möller. „Das ist eine reine Kopfsache. Die Spieler müssen sich hinterfragen, ob ihre Einstellung die richtige sein kann.“

Marko Boksic macht Schwelm den Garaus

Und vielleicht ging in dieser Endphase auch die Puste aus, als beispielsweise Anell Alexis einen Freiwurf und einen Dreier in Folge daneben setzte. Aus einem 71:71 wäre eine Schwelmer 75:71-Führung gut anderthalb Minuten vor der Schlusssirene möglich gewesen. Stattdessen bekam Schwelm den Eagle Marko Boksic nicht in den Griff, der vom 67:69 bis zur 75:71 alle acht Punkte für Itzehoe markierte und nach dem Treffer von Montrael Scott den Schlusspunkt zum 77:73 setzte.

Einzig Meyer-Tonndorf in Normalform

Einzig Felix Meyer-Tonndorf verdiente sich die Note „Normalform“. Möller bezeichnete ihn als einzigen Spieler, der für Entlastung sorgen konnte und gute Einsätze hatte. Zwar waren Paul Schult und Henk Droste nicht auf der Platte (Möller: „Sie sind noch nicht so weit, dass sie uns in diesem körperbetonten Spiel geholfen hätten.“), doch der Baskets-Coach lobte den Einsatz beider von der Bank aus. „In der Phase, in der wir aufgeholt haben, haben beide eine starke Energie von der Bank aus gebracht und haben die Spieler richtig pushen können“, so Möller. Schade nur, dass es schließlich nicht genutzt hat.

„Die erste Halbzeit war toll“, so Eagles-Trainer Patrick Elzie nach der Partie. Letztendlich war er auch nur froh über den Sieg, über die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte weniger: „Wir hatten einen Riesenvorteil unter dem Korb, den wir nicht richtig genutzt haben“, so seine Begründung.

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