Landtagswahl 2022

Sechs Fragen an Alexander Karsten zum Thema Sport

| Lesedauer: 4 Minuten
Alexander Karsten kandidiert für die Grünen bei der Landtagswahl im Wahlkreis 105.

Alexander Karsten kandidiert für die Grünen bei der Landtagswahl im Wahlkreis 105.

Foto: Dir Grünen

Ennepe-Süd.  Vor der Landtagswahl haben die zwölf Kandidaten der Wahlkreise 104 und 105 auf unsere Fragen zum Thema Sport in der Region geantwortet.

Bei unserer großen Abfrage bei den Kandidaten zur Landtagswahl 2022 am 15. Mai haben uns die zwölf Kandidaten der Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD auf sechs Fragen zu Themen aus dem Bereich „Sport im Wahlkampf“ geantwortet. Hier finden Sie die Antworten von Alexander Karsten (Grüne), der für den Wahlkreis 105 (Hattingen, Schwelm, Sprockhövel, Wetter) antritt.

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Wie bewerten Sie den aktuellen Zustand der Sportstätten in Ihrem Wahlkreis?

Alexander Karsten: In Schwelm wurde der Sportplatz Rennbahn gerade frisch modernisiert, dazu ist ein neues Jedermannfeld entstanden und mehrere Volleyballfelder sind in Planung. Die Dreifeldhalle ist recht neu und daher ist der Zustand ebenfalls gut. Andere Plätze und Hallen haben wie überall Sanierungsbedarf. Die Sanierung geht nur mit Unterstützung des Landes. Die Fördermittelprogramme müssen daher auf die Kommunen ausgeweitet werden. Die größte Herausforderung wird die Erhaltung und Instandsetzung der Schwimmstätten sein. Jedes Kind sollte mit Verlassen den Grundschule schwimmen können.

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ wurde auch von den Vereinen in der Region stark frequentiert. Möchten Sie sich für ein weiteres Förderprogramm zur Unterstützung der Sportvereine einsetzen? Wenn ja, welche Ideen haben Sie diesbezüglich?

Das Programm „Gute Sportstätten 2022“ sollte evaluiert, weiterentwickelt und wieder aufgelegt werden. Wir müssen die Vereine beim nachhaltigen und klimagerechten Umbau der Sportstätten (jeglicher Art, auch jenseits der Norm) unterstützen.

Viele Sportvereine klagen darüber, dass Kinder und Jugendliche inzwischen so lange in der Schule sitzen, dass sie nicht mehr am Vereinstraining im Nachmittagsbereich teilnehmen können. Welche Lösung können Sie den Sportvereinen diesbezüglich anbieten?

Sportvereine und Schulen müssen zu Partner*innen werden. Der Ganztag muss daher flexibler werden, damit die Eltern nicht mehr vor die Wahl gestellt werden Ganztagsbetreuung oder Sportverein. Wie das gehen kann zeigt das beispielhafte und erfolgreiche Modell des „Sportkarussell“, welches Kindern in Grundschulen bereits Sportarten vorstellt und gut angenommen wird. Das kann eine Möglichkeit sein, das eine mit dem anderen zu verbinden.

Viele Vereine in der Region werden immer älter. Wie wollen Sie Vereine unterstützen, dem Mitgliederschwund entgegenwirken zu können?

Sport und Bewegung leisten wichtige Beiträge zur gesundheitlichen Prävention. Der Präventionsgedanke muss noch stärker in die Sportförderung integriert werden. Prävention und Gesundheitsförderung sind ein Mehrwert für alle. Durch die Einbindung schon der Jüngsten (siehe oben) können wir dem Mitgliederschwund entgegenwirken. Dazu gehören Kampagnen und Maßnahmen in Abstimmung mit dem organisierten Sport und seinen Bildungswerken, damit das Engagement neu belebt werden kann.

Welche Möglichkeiten halten Sie für möglich und notwendig, um Sportvereine finanziell zu entlasten/zu unterstützen?

Kreis- und Stadtsportbund brauchen hauptamtliche Kräfte zur weiteren Professionalisierung ihrer Arbeit, damit diese die Vereine unterstützen können. Darüber hinaus könnte man darüber nachdenken, die Vereine bei der Ausbildung der Übungsleiter zu unterstützen. Auch über eine Anhebung der Übungsleiterpauschale könnte man diskutieren.

Welchen Stellenwert messen Sie dem Sport in der Region bei?

Sport ist enorm wichtig für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unser gesellschaftliches Zusammenleben. Im Sport werden die Werte einer offenen und solidarischen Gesellschaft vermittelt. Wesentliche Bestandteile sind Teamgeist, Fairness und Respekt vor den Leistungen. Ohne die vielen ehrenamtlich Engagierten wäre der Sport nicht denkbar. Als größte Bürger*innenbewegung leisten alle Sporttreibenden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ennepe-Ruhr-Kreis.

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