Landtagswahlen 2022

Sechs Fragen an Jenny Westermann (FDP) zum Thema Sport

| Lesedauer: 4 Minuten
Jenny Westermann (FDP) tritt bei den Landtagswahlen für den Wahlkreis 105 an.

Jenny Westermann (FDP) tritt bei den Landtagswahlen für den Wahlkreis 105 an.

Foto: Jenny Westermann

Ennpe-Süd.  Vor der Landtagswahl haben die zwölf Kandidaten der Wahlkreise 104 und 105 auf unsere Fragen zum Thema Sport in der Region geantwortet.

Bei unserer großen Abfrage bei den Kandidaten zur Landtagswahl 2022 am 15. Mai haben uns die zwölf Kandidaten der Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD auf sechs Fragen zu Themen aus dem Bereich „Sport im Wahlkampf“ geantwortet. Hier finden Sie die Antworten von Jenny Westermann (FDP), die für den Wahlkreis 105 (Hattingen, Schwelm, Sprockhövel, Wetter) antritt.

+ + + Du willst wissen, was im lokalen Sport in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal, in Wetter und Herdecke sowie in Hagen passiert? Melde Dich hier zum kostenlosen Newsletter an + + +

Wie bewerten Sie den aktuellen Zustand der Sportstätten in Ihrem Wahlkreis?

Jenny Westermann: Die schwarz-gelbe Landesregierung hat in den letzten fünf Jahren massiv in vereinseigene Sportstätten investiert. Mit dem erfolgreichen Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“, das gerade im Ennepe-Ruhr-Kreis umfassend abgerufen wurde, konnte die Infrastruktur der Vereine in NRW deutlich verbessert werden. Bei Sportstätten in kommunaler Hand sieht das Bild leider anders aus. Hier liegt die Verantwortung in der jeweiligen Kommune. Leider kommt nicht jede Stadt ihrer Verpflichtung ausreichend nach, so dass hier in der kommenden Legislaturperiode Lösungen zu finden sind, um zu investieren und modernisieren.

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ wurde auch von den Vereinen in der Region stark frequentiert. Möchten Sie sich für ein weiteres Förderprogramm zur Unterstützung der Sportvereine einsetzen? Wenn ja, welche Ideen haben Sie diesbezüglich?

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ hat den Vereinen umfassende finanzielle Möglichkeiten der Investition gegeben. Sicher ist dies auch ein Zeichen der Wertschätzung der aktuellen Landesregierung gegenüber der Vielzahl der ehrenamtlich Engagierten in den Vereinen. Das Programm sollte nun dezidiert ausgewertet und gezielt fortgeführt werden. Um auch kommunal getragene Sportstätten aufwerten zu können, muss hier in der nächsten Legislaturperiode ein Fokus gesetzt werden.

Viele Sportvereine klagen darüber, dass Kinder und Jugendliche inzwischen so lange in der Schule sitzen, dass sie nicht mehr am Vereinstraining im Nachmittagsbereich teilnehmen können. Welche Lösung können Sie den Sportvereinen diesbezüglich anbieten?

Die Lösung dafür muss eine stärkere Kooperation zwischen Vereinen und Schulen sein. Hier sind die unterschiedlichsten Ansätze denkbar: Im Sportunterricht selber oder in AGs am Nachmittag übernehmen regionale Vereine einzelne Stunden oder bieten eben eine AG am Nachmittag an. Während der Grundschulzeit bietet sich sicher auch eine Zusammenarbeit mit den Offenen Ganztagsschulen an. So können hier nicht nur die Hausaufgaben betreut werden, sondern die Kinder auch für Sport und Bewegung begeistert werden. In den Schulferien bieten viele Vereine schon Sport-Camps an. Diese könnten – auch in Zusammenarbeit mit den örtlichen Jugendämtern – ausgeweitet werden und damit den Eltern gleichzeitig eine Ferienbetreuung bieten. Viele Vereine mit denen ich gesprochen habe, sind hier sehr offen dafür, Angebote wie zum Beispiel auch Schwimmkurse zu schaffen.

Die Vereine in der Region werden immer älter. Wie wollen Sie Vereine unterstützen, dem Mitgliederschwund entgegenwirken zu können?

Genau dazu können die Ideen aus vorherigen Frage beitragen.

Welche Möglichkeiten halten Sie für möglich und notwendig, um Sportvereine finanziell zu entlasten/zu unterstützen?

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ wurde von den Vereinen sehr positiv bewertet. Dieses gilt es neu aufzulegen und weiterzuentwickeln. Wie es so schön in unserem Wahlslogan heißt: „Von hier aus weiter“.

Welchen Stellenwert messen Sie dem Sport in der Region bei?

Für mich hat der Sport in der Region einen enorm hohen Stellenwert. Das fängt schon bei der Jugendarbeit ab. Sport fördert nicht nur die Gesundheit und hilft dabei Krankheiten präventiv vorzubeugen, sondern leistet auch einen enormen Beitrag zur Charakterbildung in jungen Jahren. Ich kenne keinen anderen Ort als Sportvereine, wo die Integration so hervorragend funktioniert. Wir müssen uns nur an die herausfordernden Zeiten während der Flüchtlingswelle erinnern. Hier haben Sportvereine auf ehrenamtlicher Basis Großartiges geleistet und hervorragende Beispiele für echte Integration und Weltoffenheit gegeben. Selbiges dürfen wir gerade vielerorts aufgrund der schrecklichen Ereignisse in der Ukraine erleben.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport in Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben