Fußball-Bezirksliga

Seuche am Fuß, Seuche am Knie

Einer der wenigen Lichtblicke beim FC BW Voerde: der junge Bjarne Schmidt (hier gegen Berdan Gürbüz), der in seinem ersten Bezirksligaspiel über die volle Distanz eine „grandiose Partie“ (O-Ton Lars Möske) abliefert.

Einer der wenigen Lichtblicke beim FC BW Voerde: der junge Bjarne Schmidt (hier gegen Berdan Gürbüz), der in seinem ersten Bezirksligaspiel über die volle Distanz eine „grandiose Partie“ (O-Ton Lars Möske) abliefert.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.   Voerde gelingt gegen zweitschlechteste Abwehr nichts. Kapitän Marius Hornschuh mit Knie-Verletzung zur Pause raus. Lichtblick Bjarne Schmidt.

„Seuche“, ärgerte sich Blau-Weiß Voerdes Kapitän Marius Hornschuh, als er im zweiten Durchgang der Partie gegen ASSV Letmathe zuschauen musste. Wie schon in Schwelm vor Wochenfrist, musste er wegen Kniebeschwerden nach der ersten Spielhälfte erneut passen. „Seuche“ – das betrifft aber die gesamte Voerder Mannschaft. Sie ist nach der 0:2 (0:0)-Niederlage nun schon seit fünf Spielen sieglos, verlor dabei die letzten vier Spiele.

Erschreckend dabei, dass ihr nicht einmal gegen die zweitschlechteste Abwehr der Liga ein Treffer gelang. Erschreckend aber auch, wie sie erneut den Gegner selbst aufbaute, dazu ein Quasi-Eigentor produzierte und am Ende dem Rückstand mehr oder minder planvoll hinterher rannten.

Kiewitt scheitert per Kopfball

„Mir fehlen die Worte, ich bin mehr enttäuscht, als in den letzten Wochen“, erklärte Voerdes Trainer Lars Möske. „Die Jungs hatten sich so viel vorgenommen. Aber wenn du einmal die Seuche am Schuh hast, schleppst du das mit.“ Und da war es wieder das Stichwort.

Immerhin gab es, wenn auch wenige, Lichtblicke. So der junge Bjarne Schmidt, der in seinem ersten Bezirksligaspiel über die volle Distanz eine „grandiose Partie“ (O-Ton Möske) ablieferte und natürlich Marc Kiewitt, der mit seiner Laufbereitschaft und Schnelligkeit sowie mit seinem guten Schuss alles versuchte – aber eben auch zurzeit die „Seuche“ am Fuß hat.

Einmal scheiterte der 25-Jährige mit einem Kopfball an Letmathes Schlussmann, ein Mal verpasste er einen Rückpass von Hornschuh knapp, dann strich das Leder nach eine tollen Einzelleistung, bei der er drei Gegenspieler hatte aussteigen lassen, haarscharf über die Latte. Und das waren nur die Hochkaräter unter seinen Chancen.

Missglückter Rückpass zum 0:1

Gegentreffer Nummer eins resultierte aus einem missglückten Rückpass von Lars Jesinghaus, den Torhüter Pascal Schürstedt nicht erreichte, und in den Letmathes quirliger Stürmer Denis Lacic sprintete, um das Leder ins leere Tor zu schieben.

Den zweiten Treffer hatte Co-Trainer Jens Hoog schon vorausgesehen. Sein Ruf „Ihr seid am Pennen“ war noch nicht verhallt, als das Leder zum zweiten Mal hinter Schürstedt einschlug. Der hatte seinem Team im Übrigen im ersten Durchgang mit zwei Glanzparaden einen früheren Rückstand erspart.

0:2 also Mitte der zweiten Halbzeit. Da war durchaus noch etwas möglich. Die Hoffnung keimte vor allem nach einem Elfmeterpfiff des nicht immer konsequenten Schiedsrichters Adrian Mazurkiewicz (Kamen). Der eingewechselte Flemming Monse war im Strafraum nahe der Torauslinie gefoult worden. Diskussionen gab es kaum. Aber Jannis Pflüger scheiterte mit seinem Schuss vom Punkt an Letmathes Keeper Cornelius Carl Möller.

Danach wurde es hektischer auf dem Platz. Nachdem es im ersten Durchgang nur eine Gelbe Karte gegeben hatte, standen nun mehrere Spieler, darunter unter anderem Voerdes Okan Leifels am Rande eines Platzverweises. Nach einem Foul in der 74. Minute ließ sich der Ex-Hohenlimburger zu einer Reaktion hinreißen, die mancher Unparteiische als Revanchefoul gewertet hätte. Doch Leifels, zuvor bereits verwarnt, hatte Glück: Die Karte blieb in der Tasche.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben