Fußball

So erging es Lukas Klostermann mit Leipzig im Geisterspiel

Der aus Gevelsberg stammende Lukas Klostermann erlebte mit RB Leipzig ein Geisterspiel zum Re-Start der Bundesliga.

Der aus Gevelsberg stammende Lukas Klostermann erlebte mit RB Leipzig ein Geisterspiel zum Re-Start der Bundesliga.

Foto: dpa

Leipzig/Gevelsberg.  Der Re-Start der Fußball-Bundesliga sorgt für Debatten. Der Gevelsberger Lukas Klostermann spielt für RB Leipzig und spricht über Geisterspiele.

Wie sehr ihm seine Heimatstadt Gevelsberg am Herzen liegt, bewies Lukas Klostermann erst vor kurzem. 100.000 Euro spendete der 23-jährige Fußball-Profi in Diensten des Bundesligisten RB Leipzig zum Auftakt der Aktion „Coronahelden Gevelsberg“. Hier spricht der Defensiv-Allrounder, der seinen Vertrag bis Sommer 2024 verlängerte, über den Re-Start der Bundesliga.

Hallo Lukas, nach dem ersten Geisterspiel mit RB Leipzig – wie groß ist jetzt die Lust auf weitere?

Lukas Klostermann: Es war schon schön, dass wir nach zwei Monaten Pause wieder spielen und unserem Beruf nachgehen durften. Darauf haben wir uns sehr gefreut und wir sind dankbar, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann. Mit Fans wäre das noch zehn Mal besser, aber wir müssen akzeptieren, dass es derzeit nicht anders möglich ist.

Wie haben Sie die Atmosphäre im Stadion erlebt?

Wir hatten ja ein Training im leeren Stadion, um uns an die Abläufe und das Gefühl zu gewöhnen. Am Anfang war es noch komisch, so ganz ohne Zuschauer, aber im Spiel selbst habe ich mich auf die Partie konzentriert und konnte alles andere ganz gut ausblenden.

Verhält man sich als Spieler – in seinen Äußerungen zum Beispiel – anders, wenn man weiß, dass jedes Wort zu hören ist?

Eigentlich nicht, nein. Es ist ein komisches Gefühl, wenn plötzlich deine Worte widerhallen, aber ohne Kommunikation geht es halt nicht.

Vor dem Spiel war die Mannschaft in Quarantäne. Jeder Spieler hatte ein Einzelzimmer. War das nicht doch langweilig?

Ich glaube, wir waren alle froh, als wir nach dem Spiel gegen Freiburg wieder nach Hause durften. Dennoch war die Zeit in Quarantäne auszuhalten, es war ähnlich wie in einem Trainingslager, auch wenn die Intensität sicher eine andere war. Dadurch, dass wir über den Tag verteilt mehrere Termine wie Training, Videomeeting, Mahlzeiten, Besprechungen oder Behandlungen hatten, ging die Zeit auch relativ schnell vorbei. Ich selbst hatte täglich auch noch Spanischunterricht, so dass ich genug zu tun hatte. (lacht)

Die Quarantäne, Sie werden regelmäßig getestet – bleibt dennoch eine Rest-Angst, dass Sie sich mit dem Coronavirus anstecken könnten?

Nein, ich persönlich habe überhaupt keine Angst. Die DFL und auch RB Leipzig haben durch das Hygienekonzept und diverse Vorkehrungen einen tollen Job gemacht, so dass ich mich sehr sicher fühle. Auch im Privaten befolge ich alle Handlungsempfehlungen und minimiere das Risiko dadurch zusätzlich. Jeder im Team geht sehr verantwortungsvoll mit dieser Situation um!

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