Fußball

Turnier klappt nur mit Frauen-Power

Angelika Peiniger (l.) und Stephanie Oelze beim Spax-Cup

Angelika Peiniger (l.) und Stephanie Oelze beim Spax-Cup

Foto: Verein

Ennepetal.   Angela Oberdorf, Stephanie Oelze und Angelika Peiniger haben alles im Griff: Finanzen, Fragen zu Hotels oder besonderen Essens-Wünschen der Teams

Die Jungs spielen, laufen dem runden Leder hinterher. Männer stehen am Seitenrand, geben lauthals Anweisungen, gestikulieren manchmal wie wild. Weitere Männer pfeifen, was das Zeug hält – man nennt sie Spieler, Trainer oder Schiedsrichter. Klar, sie sind wichtig. Irgendwie. Doch beim Fußball-Turnier um den Spax-Cup des TuS Ennepetal zu Pfingsten läuft nichts ohne Frauen-Power. Mit Frauen, die aber lieber im Hintergrund agieren, die nicht in vorderen Reihen sein wollen.

Engagement im Hintergrund

Angelika Peiniger, die Gattin des Vereinsvorsitzenden Michael, hat das Sekretariat in ihren Händen. Viele, eigentlich die meisten Fäden der Organisation, laufen bei ihr zusammen, sie hat den Überblick, über das Geschehen rund um den Rasen im und am Bremenstadion. Sie ist meist erste Ansprechpartnerin für viele, die sich für das Pfingstturnier engagieren. Und an ihr kommt auch keiner vorbei, der ins VIP-Zelt möchte.

Dagegen handeln Angela Oberdorf oder Stephanie Oelze im Hintergrund – wenngleich auch ohne das Engagement dieses Duos kaum etwas laufen würde. Angela Oberdorf, ihr Mann Peter ist Geschäftsführer, Betreuer der Oberliga-Garnitur sowie Chef der Alte-Herren, hat die Finanzen unter sich. „Vom Turnier bekomme ich leider nicht immer viel mit. Für die Kasse ziehen wir uns in einen Raum zurück und brauchen da auch Ruhe. Aber ich werde natürlich immer über die Ergebnisse informiert“, sagt Angela Oberdorf. Marc Schulte, Sprecher des TuS Ennepetal, ergänzt: „Bei ihr läuft alles zusammen. Sowohl vor als auch während der Spiele.“ Damit ist übrigens das „Familien-Unternehmen“ noch nicht komplett. Denn Jan Oberdorf ist der „Chef“ fürs Außersportliche. Er ist in dieses Amt gewachsen, hat es von Willi Vering übernommen. Doch das nur am Rande.

Viel diplomatisches Geschick hat Stephanie Oelze inne. Auch sie gehört zum erweiterten Organisationsteam. Sie ist zur Stelle, wenn es beispielsweise um die Unterkünfte der Mannschaften geht. Gespräche beziehungsweise Verhandlungen mit den hiesigen Hoteliers sind ihr Metier. Dabei die Wünsche der Gäste zu erfüllen gehört ebenso zu den Aufgaben. Schwierig kann es werden, wenn die Wünsche nicht wirklich klar formuliert sind. So, als eine Mannschaft von St. Petersburg vor zwei Jahren am Turnier teilgenommen hatte. Zimmer mit Doppelbett? Das kam für die russischen Spieler überhaupt nicht infrage. Und irgendwie hat es Stephanie Oelze geschafft, auch dieses Problem zu lösen.

Aber auch spezielle Nahrung der Mannschaften ist ihr Metier. „Da kann es passieren, dass das eine oder andere Team für das Abendessen besondere Vorlieben hat“, weiß Marc Schulte. „Manchmal wird landestypisches Essen gewünscht. Auch für solche Fälle hat Stephanie immer eine Lösung parat.“

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