Oberliga Westfalen

TuS Ennepetal: Torwart Marvin Weusthoff schnürt Doppelpack

Marvin Weusthoff, Torwart des TuS Ennepetal, bei einer Parade im Spiel gegen den ASC Dortmund.

Marvin Weusthoff, Torwart des TuS Ennepetal, bei einer Parade im Spiel gegen den ASC Dortmund.

Foto: MiSch / WAZ Autoren-Nr. 202371 / Michael Scheuermann

Ennepetal/Paderborn.  Marvin Weusthoff behält im Spiel des TuS Ennepetal beim SC Paderborn II kühlen Kopf und versenkt kurz vor Schluss zwei Elfer zum 3:3-Endstand.

Am Ende nennt Alexander Thamm den Punktgewinn bei der Reserve des SC Paderborn „schmeichelhaft.“ Zu viel hatte die Zweitvertretung des Bundesliga-Absteigers in der Oberliga-Partie gegen die Klutertstädter vom Spiel. Dass die weite Rückfahrt nach Ennepetal aber trotzdem mit bester Laune über die Bühne ging, hatte vor allem mit Torwart Marvin Weusthoff zu tun. Mit einem Elfmeter-Doppelpack in der Schlussphase rettete der Keeper seinem Team den Punkt bei der SCP-Reserve.

Schon in den ersten Minuten der Begegnung wurde deutlich, dass es der TuS an diesem Nachmittag mit einem hochkonzentrierten und engagierten Gegner zu tun bekommen sollte. Die junge Paderborner Mannschaft lief den TuS beim Ballbesitz energisch an und ließ der Thamm-Elf dadurch kaum ins Spiel kommen.

Doppelpack binnen sechs Minuten

Folgerichtig ging die Paderborner Reserve in der 28. Spielminute mit 1:0 in Führung. Nur sechs Minuten später handelte sich Ennepetal den zweiten Gegentreffer ein. „Mich ärgern die Gegentore besonders, weil sie beide nach Standards gefallen sind. Da haben wir extra vorm Spiel nochmal drüber gesprochen, das darf uns nicht passieren“, kritisierte Thamm nach Abpfiff.

Mit dem ersten Torschuss überhaupt kam der TuS kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 1:2 heran. Robin Gallus nutzte einen Freistoß, um sein Team wieder in Schlagdistanz zu bringen. „Mit dem Halbzeitpfiff hatten wir dann noch eine Riesen-Gelegenheit durch Abi El Youbari, da hat er leider zu lange überlegt“, berichtet Thamm.

In der zweiten Halbzeit übernahm der Gastgeber wieder das Geschehen und dominierte die Ennepetaler. „Da hat man einfach gesehen, dass die Jungs von Paderborn frischer und fitter sind. Die trainieren doppelt so oft wie wir in der Woche und waren sehr fit“, so der TuS-Coach.

TuS zeigt hohe Laufbereitschaft

Ein erneuter Ennepetaler Gegentreffer lag in der Luft und sollte kurze Zeit später auch fallen. In der 61. Minute erhöhte Paderborn auf 3:1. Statt sich mit der Niederlage abzufinden, kämpfte sich der TuS aber erneut durch viele gewonnene Zweikämpfe und hohe Laufbereitschaft zurück in die Partie.

„Paderborn hatte dann einige Konter-Chancen, die sie schlecht ausgespielt haben. Zudem haben sie sich ein bisschen verzettelt, indem sie viel zu viel auf Zeit gespielt haben. Da waren einige unnötige Aktionen dabei“, erklärt Thamm.

In einer hitzigen Schlussphase wurde der eingewechselte Nicolas Külpmann dann im Strafraum gelegt und es gab Elfmeter für den TuS. Die Kugel schnappte sich Ennepetals Torwart Marvin Weusthoff, der den Ball im gegnerischen Tor unterbrachte.

Kurz vor Spielende zeigte der Schiedsrichter wieder auf den Punkt: Ein Paderborner bekam den Ball im Strafraum klar an die Hand, die Entscheidung daher unstrittig. Wieder nahm sich Schlussmann Weusthoff die Kugel traf zum umjubelten Ausgleich in der Schlussminute.

„Marvin hat einen richtig guten linken Fuß. Bei uns schießt derjenige, der sich gut fühlt. Und man sieht ja: Es hat geklappt“, freute sich Thamm nach der Partie.

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