Jugend-Fußball

Verband honoriert FSV Gevelsberg

Für den FSV Gevelsberg nehmen Dirk Henning (2.v.r.) und Knut Kaiser (r.)den Scheck für die Jugendarbeit vom Verband mit Gundolf Walaschewski (6.v.r.)  und Harald Ollech (3v.r.) entgegen.

Für den FSV Gevelsberg nehmen Dirk Henning (2.v.r.) und Knut Kaiser (r.)den Scheck für die Jugendarbeit vom Verband mit Gundolf Walaschewski (6.v.r.) und Harald Ollech (3v.r.) entgegen.

Foto: FLVW

Gevelsberg/Kaiserau.  Lisa Klostermann spielte von den Minis bis zur A-Jugend beim FSV Gevelsberg, wurde dort ausgebildet. Das honoriert der Verband mit 5700 Euro.

Es war ein gemütlicher Vormittag. Kaffeeduft waberte durch den Raum, erfüllte die Geruchssinne der Beteiligten. Dazu hatte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen, FLVW, ein Frühstück organisiert. Der Verband zeichnete Vereine mit besonders erfolgreiche Nachwuchsarbeit aus. Mit dabei: der FSV Gevelsberg, der durch Jugendleiter Dirk Henning und Vorstandsmitglied Knut Kaiser vertreten waren.

So unspektakulär der Morgen auch war, so spektakulär ist, was sich dahinter verbirgt. Denn der FLVW hat 55.000 Euro ausgeschüttet, um insgesamt 18 Vereinen aus dem Verbreitungsgebiet für die Jugendarbeit zu honorieren. 5700 Euro gehen ins Stadion Stefansbachtal. „Das ist schon klasse“, so Dirk Henning nicht ohne Stolz nach der feierlichen Übergabe. „Vor allem, weil wir damit schon ziemlich weit vorne sind.“

Bis zur A-Jugend bei den Jungs

Zu „verdanken“ haben die Jugendfußballer des FSV Gevelsberg den Geldsegen Lisa Klostermann. Von den Minikickern bis zur U19-Mannschaft entwickelte sich die Schwester des Bundesliga- und Nationalspielers Lukas Klostermann zu einer starken Torfrau. Berufungen in die Nationalmannschaft, Spiele beim DFB-Nachwuchs begleiteten unter anderem die Gevelsbergerin in ihrer Laufbahn. Schließlich wechselte sie in die Frauen-Bundesliga – zunächst zum MSV Duisburg, dann zur SGS Essen, wo sie mit der Gevelsbergerin Lena Oberdorf in einer Mannschaft steht.

„Sie durfte immer bei den Jungs mitspielen. Selbst in der A-Jugend mit einer Ausnahmegenehmigung“, so Dirk Henning. Und das Spielen mit den Jungs – das haben die Gevelsberger Beispiele Alexandra Popp und Lena Oberdorf gezeigt – stärkt das athletische, aber auch das spielerische und taktische Verhalten der Spielerinnen. Leon Kerkhof und Uwe Jöns waren maßgeblich an der Entwicklung von Lisa Klostermann beteiligt.

Die 5700 Euro sind zweckgebunden. Das bedeutet, dass der FSV Gevelsberg diesen Betrag ausschließlich für die eigene Jugendarbeit fließen darf. Und Dirk Henning hat zusammen mit seinen Vorstandskollegen auch einige Ideen. Möglich, dass die Weihnachtsfeier für die Jugend etwas größer ausfällt. „Auf jeden Fall stecken wir einen Teil der Summe in die Trainerausbildung“, unterstreicht Dirk Henning ganz dick. Aber auch Zuschüsse für die eine oder andere Mannschaftsfahrt seien nicht ausgeschlossen. Sportlich und gesellschaftlich wird also der Betrag angelegt.

55.000 Euro in Westfalen

Für die Grundentwicklung und Talentförderung prämiert der Deutsche Fußballbund (DFB) über das sogenannte Bonussystem jährlich zahlreiche Ausbildungsvereine. 423.350 Euro werden in diesem Jahr rückwirkend für die Saison 2017/2018 bundesweit an die Klubs ausgeschüttet – allein 55.150 Euro gehen an 18 Vereine aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW).

„Die Vereine gewinnen, motivieren und fördern die Kinder und Jugendlichen in ihrer Region. Sie bieten einen wichtigen Anlaufpunkt für Gemeinschaft und zur Teilnahme am Training und Spielbetrieb“, sagte FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski, der zusammen mit Harald Ollech (Vorsitzender Verbands-Jugend-Ausschuss) die Auszeichnung vornahm. Vertreterinnen und Vertreter der fünf Vereine mit den höchsten Bonuszahlungen – die DJK Eintracht Coesfeld, der Gehlenbecker TuS, TuS Westfalia Neuenkirchen, FSV Gevelsberg und der 1. FC Gievenbeck – nahmen die Bonusschecks in Kaiserau persönlich entgegen. Für die weiteren 13 Vereine werden die Vertreter der jeweiligen Kreis-Jugend-Ausschüsse die Auszeichnungen vor Ort vornehmen.

Die Grundlage für die Prämierung ist der Einsatz von Nachwuchsspielern und -spielerinnen der Vereine in Junioren- beziehungsweise Juniorinnen-Nationalmannschaften. Die Beträge für die Amateurvereine berechnen sich nach der Dauer der Vereinszugehörigkeit (mindestens 24 Monate). So wird die Ausbildungsleistung der Vereine honoriert, die mit ihrem Einsatz wesentlich zur sportlichen Entwicklung der Spielerinnen und Spieler beigetragen haben.

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