Fußball-Bezirksliga

Voerde Gewinner des letzten Spieltags

Zweifacher Torschütze für Voerder: Jannis Pflüger (blaues Trikot)

Zweifacher Torschütze für Voerder: Jannis Pflüger (blaues Trikot)

Foto: Marinko Prša

Ennepe-Süd.   Die Ennepetaler sind nach Sieg bei Türkiyemspor an bester Stelle von den drei Teams aus dem Südkreis. Gevelsberg und Schwelm verlieren.

Der FC Blau-Weiß Voerde ist der Gewinner des letzten Spieltages aus Sicht der Südkreisteams in der Fußball-Bezirksliga. Als einziges Team siegreich, holten sich die Schützlinge von Trainer Lars Möske den fünften Tabellenplatz und ließen die punktlos gebliebenen Gevelsberger und Schwelmer hinter sich. „Sensationell nach unserer Serie von sieben Niederlagen in Folge“, kommentierte Möske.

Schneller Rückstand

„Das war kein richtiger Bezirksliga-Fußball mehr.“ So charakterisierte Marco Menge, Trainer des VfB Schwelm, die 3:6-Niederlage beim SC Berchum-Garenfeld. „Es hätte auch 7:12 ausgehen können“, sprach er die Vielzahl der vergebenen Chancen auf beiden Seiten an. Den schnellen Rückstand steckte der Aufsteiger schnell weg. Michael Kluft besorgte in typischer Manier den Ausgleich. Er hatte auf Höhe der Viererkette gelauert und dann seine Schnelligkeit ausgespielt. Doch zwei Standards brachten den Tabellendritten wieder nach vorn. Dann kam der Auftritt von Co-Trainer Daniel Ritter. Der zeigte den Jungs von der Stammbesatzung wie es geht. Erst bereitete er das 2:4 vor, indem er Kluft den Ball querlegte. Dann besorgte er selbst das 3:4. Und jetzt lag der erneute Ausgleich in der Luft. Der gelang den Schwelmern nicht, die je weiter es auf den Schlusspfiff zuging, immer offener wurden. Doch die dadurch entstandenen Freiräume nutzten die Garenfelder und machten in den letzten fünf Minuten den Sack zu.

Pixberg herausragender Spieler

Dabei begann das Spiel bei Türkiyemspor Hagen eher schleppend. Zwar gab es auf beiden Seiten auch Torchancen, aber die „dicken Dinger“ waren nicht dabei. Zwei ungeplante Auswechslungen mussten Jens Hoog und Daniel Frölich, die den auf „Familienausflug“ dem Spiel bewohnenden Lars Möske als Trainer vertraten, schon in der ersten halben Stunde vornehmen. Maxi Runge konnte nach einem Schlag aufs Knie, Tolga Dülger nach einem Schlag in die Rippen nicht mehr weitermachen. Für Runge kam Adnan Malanovic, für Dülger Marco Luca Schulte ins Spiel. Torlos ging es in die Pause, aber Tore sollten noch reichlich fallen. Hoog und Frölich nahmen eine taktische Umstellung vor. Malanovic nahm sich des Hagener Mittelfeldspieler Erhan Duran an und sorgte damit für mehr Platz für seine Mitspieler.

Und die wussten sie nutzen. Mit vier Treffern in Folge machten sie alles klar für den Abschlusserfolg. Zunächst war es Jannis Pflüger, mit Marc Kiewitt, Flemming Monse und Gideon Pixberg der herausragende Voerder Spieler, dem das 1:0 gelang. Er setzte gegen Philipp Wiesner nach, erobert den Ball und lief damit völlig allein auf das Tor der Gastgeber zu. Dann ging es im Schlussabschnitt weiter im 100-Sekunden-Takt: Eine schöne Kombination über Pflüger und Kiewitt, der quer auf Monse legte, brachte den zweiten Voerder Treffer. Alex Hillenbergs Flankenball von links verlängerte Monse per Kopf – eine Rarität für ihn – ins lange Eck, und schließlich sorgte Pflüger nach einem feinen Spielzug über Kiewitt und Monse für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer der Hagener war dann nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Das war eine sensationelle zweite Halbzeit“, freute sich Lars Möske. „Die Jungs haben für einen tollen Saisonabschluss gesorgt.“ Außerdem freute er sich über das Bezirksliga-Debüt des zweiten 42-Jährigen in dieser Saison. Das Trainerteam schickte Mustafa Kara in den letzten neun Minuten auf den Platz.

Drei Chancen zum 2:0-Sieg

Der FSV Gevelsberg verabschiedete sich mit einer Niederlage aus der Saison. Das 0:2 beim SC Hennen bezeichnete Sebastian Mariniak, der den durch „Wahldienst“ verhinderten Wolfgang Hamann an der Linie vertrat, als „unglücklich“. Drei Chancen reichten den Iserlohnern zu zwei Toren, während Gevelsberg vier, fünf gute Gelegenheiten liegen ließen.

Allerdings waren die Vorzeichen schon ungünstig gewesen. Sowohl Tufan Özdil als auch Silvio Buchholz hatten am Spieltag erkrankt absagen müssen. Zudem fehlte Torjöger Matthias Schoger nach der Pause. Er hatte beim Kopfballduell einen Schlag mitbekommen und klagte über Schwindelgefühle.

Bei beiden Gegentreffern leisteten die FSVer auch noch Mithilfe. Zuerst klärten sie auf der Außenbahn nicht, so dass Hennen den quer gelegten Ball nahezu unbedrängt einnetzen konnte. Dann leisteten sie sich im Spielaufbau eine wahrlich „tödlichen“ Ballverlust. Der brachte die Gastgeber in eine 3:1-Überzahlsituation, die sie cool ausnutzten.

Danach lief es deutlich besser, jetzt gab es die Chancen vor dem Hennener Tor. Doch Dennis Niggeloh, der völlig frei am langen Pfosten gelauert hatte, brachte den Ball per Kopf nicht ins Ziel. Zudem scheiterte Florian Triestram gleich zweimal aus aussichtsreichster Position. „Hennen hat einfach brutal effektiv gespielt“, anerkannte Mariniak nach dem Spiel. Das konnte er von seinem Team nicht behaupten.

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