Fußball-Bezirksliga

Voerde mit schlechtester Saisonleistung zum Remis

Eine der vielversprechenden Chancen für Jannis Pflüger (blaues Trikot). Doch nur knapp verpasst er in dieser Szene, für Voerde auszugleichen. Am Ende trennen sich BW und der FC Wetter mit einem 2:2.

Eine der vielversprechenden Chancen für Jannis Pflüger (blaues Trikot). Doch nur knapp verpasst er in dieser Szene, für Voerde auszugleichen. Am Ende trennen sich BW und der FC Wetter mit einem 2:2.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Ennepetal.  „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, schimpfte Lars Möske, Trainer des FC BW Voerde, nachdem sein Team am Tanneneck unbesiegt bleibt.

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Das Positive zuerst: BW Voerde bleibt zu Hause unbesiegt. Das war es dann aber auch schon fast nach dem 2:2 (1:1) im Kreisderby der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Wetter, das Trainer Lars Möske maßlos enttäuscht hat. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, schimpfte er. „Wenn wir nur teilweise das abrufen, wozu wir in der Lage sind, müssen wir das Spiel klar gewinnen.“

Einstellung fehlt komplett

Das aber taten seine Spieler nicht. Jedenfalls über weite Strecken der Partie. Da gab es weder Laufbereitschaft noch Zweikampfstärke. Und schon gar nicht den Gewinn zweiter Bälle. Das Spiel war noch jung, da zeigte sich schon die fehlende Einstellung. Wetters Samir Hammouda wurde zwei, drei Meter vor dem Strafraum überhaupt nicht angegriffen, konnte in aller Ruhe auf Ilyas Kurnaz quer legen, der sich aus 16 Metern in aller Seelenruhe die Ecke aussuchen konnte. Unerreichbar für Voerdes Keeper Gideon Pixberg schlug die Kugel zum 0:1 ein. „Ein Tor mit Ansage“, kritisierte Co-Trainer Jens Hoog zurecht.

Doch nach etwa zehn Minuten folgte die beste Voerder Phase. Jetzt wurden Marc Kiewitt und Jannis Pflüger mehrfach vielversprechend in Szene gesetzt. Erst scheiterte Pflüger noch in letzter Sekunde, dann war es Kiewitt, der die Vorarbeit zum Ausgleichstreffer leistete. Er legte für Pflüger auf, dessen Schuss klatschte Wetters Torwart Amstutz nur ab, und Marius Hornschuh hatte keine Mühe den Abpraller im Tor unterzubringen.

Blau-Weißen verfallen in Lethargie

Doch danach verfielen die Blau-Weißen wieder in mehr oder minder große Lethargie.

Das nutzten die Gäste, die gegen Ende der ersten Hälfte noch zu Chancen kamen. So als sich ein Freistoß von links höchst gefährlich auf das Tor von Pixberg, der früh Entwarnung gegeben hatte, senkte, dann aber doch knapp über die Latte ging. „Den habe ich schon drin gesehen“, bekannte Jens Hoog. Und Lars Möske war außer sich. „ Was ist hier los, Männer?“ lautete seine (rhetorische) Frage. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann aber noch ein sehenswerter Auftritt der Voerder Offensive. Flemming Monse setzt Kiewitt im Strafraum gekonnt ein. Der tanzte zwei, drei Gegenspieler aus – und traf nur die Latte.

Zweite Führung für die Gäste

Das war es dann mit Durchgang eins. Mit Sinan Hajra für Okan Leifels ging es danach weiter. Aber die Einstellung der Voerder wurde nicht nachhaltig besser. Und analog zur ersten Halbzeit ging Wetter erneut in Führung. Die Voerder Defensive bekam einen Eckball nicht geklärt, es folgte ein zweiter, und der schlug im langen Eck ein. Sehr zum Ärger des Trainer-Trios der Blau-Weißen.

Dass am Ende dann doch noch der Heimnimbus gewahrt blieb, war zwei eingewechselten Spielern zu verdanken. Michael Kupilas, Mitte der zweiten Halbzeit für den Gelbrot gefährdeten Flemming Monse gekommen, nutzte ein perfektes Anspiel von Hajra zum eiskalten Abschluss, der den 2:2-Ausgleich bedeutete.

Und am Ende war sogar noch ein Sieg möglich gewesen. Hajra hatte die Chance im direkten Duell gegen Wetters Keeper Amstutz. Doch sein Schuss ging ganz knapp am linken Pfosten vorbei. „Wir können froh über den Punkt sein, ein Sieg wäre überhaupt nicht verdient gewesen“, stellte Lars Möske fest. Ob er beim nächsten Training am Dienstag den Ball ins Spiel bringen werde, das müsste er sich noch überlegen.

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