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Wieso bei BW Voerde keiner Angst vor dem Abstieg hat

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Enttäuschung und hängende Köpfe gibt es in der Hinrunde beim Team von Spielertrainer Marco Polo (links) oft zu sehen.

Enttäuschung und hängende Köpfe gibt es in der Hinrunde beim Team von Spielertrainer Marco Polo (links) oft zu sehen.

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal.  Unter die ersten Fünf sollte es gehen, doch auf einmal stand Bezirksligist BW Voerde auf einem Abstiegsplatz. Sorgen macht man sich aber nicht.

Für den FC Blau-Weiß Voerde ist die Bezirksligasaison bisher eher enttäuschend verlaufen. Erstmals seit dem Aufstieg 2017 waren die Kicker vom Tanneneck zwischenzeitlich sogar in die Abstiegszone gerutscht. Es war die „böse 13“: Am 13. Spieltag rutschte das Team auf Platz 13 ab, der am Saisonende den Abstieg bedeuten würde.

„Es fehlen Punkte, auch weil wir aufgrund von Verletzungspech und Corona selten mit der ersten Elf gespielt haben“, analysiert Vorsitzender Olaf Steinhaus die Situation nüchtern. An Änderungen im Kader denken die Voerder aber deshalb nicht. Sicher auch, weil die Formkurve in den letzten beiden Spielen der Hinrunde mit sechs Punkten und 8:2 Toren wieder nach oben gezeigt hat.

Aufstiegsheld Hornschuh hängt die Schuhe an den Nagel

Einziger „Abgang“ in der Winterpause ist der langjährige Kapitän Marius Hornschuh, der allerdings schon vor mittlerweile fast zwei Jahren, im März 2020, sein letztes Spiel für die Bezirksliga-Elf der Höhendörfler absolviert hat. In der Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/21 hatte er sich schwer am Knie verletzt und nach einer Operation im Dezember 2020 noch nicht wieder in der Ersten eingesetzt werden können. Hornschuh, der seit 2013 bei Blau-Weiß Voerde gespielt und zu den Garanten des Aufstiegs 2017 gezählt hat, wechselt als Co-Trainer zur Kreisliga-Reserve des Nachbarn TuS Ennepetal.

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Zugänge gibt es am Tanneneck bislang keine. Auch aus der A-Jugend soll kein Akteur zu den Senioren hochgezogen werden. Allerdings machen Nicola Demian Krahl und Julian Knuth die Vorbereitung in der ersten Mannschaft mit. Beide sind im Sommer der U19 entwachsen und sind auch bereits in der Bezirksliga-Elf eingesetzt worden.

Der Trend zeigt für BW Voerde nach oben

Für die restliche Saison hofft Olaf Steinhaus, dass die Mannschaft des Trainergespanns Marco Polo und Dimitrios Ropkas den zuletzt erkennbaren Aufwärtstrend nutzt: „Ich hoffe, dass wir da weitermachen, wo wir in den letzten beiden Spiele aufgehört haben – nämlich mit Siegen – und so in der Tabelle klettern.“ Die letzten beiden Partien vor der Winterpause hatten die Blau-Weißen in Letmathe mit 2:1 und gegen Wetter sogar mit 6:1 gewonnen und sich damit aus der Abstiegszone abgesetzt.

Das ursprünglich anvisierte Saisonziel – eine Platzierung um Platz fünf herum – wollen die Voerder (noch) nicht korrigieren. Es sind ja auch nicht mehr als sieben Punkte Rückstand auf den fünften Platz, den zur Saisonhalbzeit der FC Herdecke-Ende belegt. „Das ist mit einer Serie von Siegen noch zu schaffen. Also passen wir erstmal nichts an“, erklärt Steinhaus. Er könne aber auch mit einem Platz weiter unten leben. Der Plan ist, jetzt eigene junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Steinhaus: „Da wäre ein Platz vor den Abstiegsrängen am Ende auch ausreichend, um sich für die Zukunft aufzustellen.“

Die Stimmung in Voerde ist weiterhin gut

Die Stimmung in der Truppe ist traditionell locker und hat unter den Ergebnissen – in den 15 Partien der Hinserie gelangen nur fünf Siege – nicht nachhaltig gelitten. „Die Stimmung war und ist gut“, berichtet der Vorsitzende. „Aber die Mannschaft macht sich Gedanken und war mit sich selbst unzufrieden, weil die Punkte fehlen.“ Dass sie siegen kann, haben die beiden abschließenden Siege im Jahr 2021 gezeigt. Dieser positive Trend soll sich nun im neuen Jahr natürlich fortsetzen – einen neuen 13. Spieltag braucht am Tanneneck in Voerde wirklich niemand.

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