Spax Cup

„Wir haben hier alle tolle Momente erlebt“

Philipp Rath (links) und Alexander Ischebeck genehmigen sich nach dem Spax Cup im vergangenen Jahr ein kühles Pils. Die beiden jungen Turnierleiter sind auch bei dem neuen Format im kommenden Jahr weiter dabei.

Philipp Rath (links) und Alexander Ischebeck genehmigen sich nach dem Spax Cup im vergangenen Jahr ein kühles Pils. Die beiden jungen Turnierleiter sind auch bei dem neuen Format im kommenden Jahr weiter dabei.

Foto: Marinko Prsa

Ennepetal.   Kurz vor der letzten Auflage des Spax Cup in seiner bekannten Form haben wir mit Alexander Ischebeck und Philipp Rath über das Turnier gesprochen

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Ein wenig traurig blicken Alexander Ischebeck und Philipp Rath schon drein, wenn sie auf die letzte Auflage des Spax Cups in diesem Jahr angesprochen werden. Doch in der Stimme schwingt auch ein wenig Stolz mit, schließlich haben die beiden Ehrenamtler in der Turnierleitung trotz aller Widrigkeiten wieder ein namhaftes Teilnehmerfeld auf die Beine gestellt. Wie das gelang, was sie dafür tun mussten und wie es im nächsten Jahr weitergeht, haben Rath und Ischebeck im Interview verraten. In diesem Jahr findet der Spax Cup zum zweiten Mal unter Ihrer Leitung statt – und zum letzten Mal. Wie traurig sind Sie persönlich, dass das Turnier nun unter Ihrer Führung zu Ende geht?
Alexander Ischebeck: Sehr traurig! Es war aber leider in den letzten zehn Jahren schon absehbar, dass dieses Turnier keinen Bestand auf Ewigkeit haben kann. Dennoch, es macht unheimlich viel Spaß mit dem gesamten Team zusammenzuarbeiten und dieses tolle Event auf die Beine zu stellen. Keiner von uns kann sich bisher wirklich vorstellen, im nächstes Jahr an Pfingsten nicht im Bremenstadion zu stehen. Auch, wenn es jedes Mal sehr viel Arbeit ist und es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, am Ende ist es dennoch ein unheimlich tolles Ereignis. Daher ist natürlich eine gewisse Portion Wehmut dabei.
Trotz aller bekannten Schwierigkeiten ist es Ihnen gelungen, ein sehr ansprechendes Teilnehmerfeld zusammen zu stellen – wie schwer war das?
Philipp Rath: Wie schwer es war zeigt schon die Tatsache, dass wir zum Neujahrsempfang erst fünf der acht Teilnehmer präsentieren konnten. Ziel war es immer, im Januar schon das gesamte Teilnehmerfeld vorstellen zu können. Dies war schlicht nicht möglich und so mussten wir bis in den April hinein warten. Glücklicherweise gab es dann keine kurzfristige Absage, so wie in den letzten Jahren. Eine weitere Mannschaft hätten wir vermutlich nicht mehr gefunden.
Ischebeck: Insgesamt haben wir mit fast 100 Mannschaften gesprochen. Für die meisten kam eine Teilnahme an Pfingsten leider überhaupt nicht in Frage. Daher ist es fast schon ein bisschen überraschend, dass wir so ein tolles internationales Teilnehmerfeld begrüßen können.


In den letzten Wochen haben wir viele bekannte Gesichter aus 45 Jahren Spax-Cup vorgestellt. Wer oder was ist Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?
Rath: Mir ist besonders der erste Bericht mit Günter Kierstan in Erinnerung geblieben. Die Verständigung der Völker ist beim Spax-Cup wunderbar. In diesem Jahr können wir es wieder zwischen Italienern, Engländern, Schweden, Dänen, Deutschen und vielen anderen auf und neben dem Platz beobachten. Das ist es, was den Fußball ausmachen sollte. Diese Grundidee des Turniers dürfen wir nicht vergessen und sollten sie auch in allen weiteren Überlegungen berücksichtigen.
Ischebeck: Ich glaube, jeder der den Spax-Cup über Jahre kennt, kann hier eine tolle Geschichte erzählen. So ein Turnier ist einfach keine Selbstverständlichkeit. Das darf man nicht vergessen. Daher fand ich auch besonders den Bericht über Angelika und Michael Peiniger sehr spannend. Was Beide für den Verein und das Turnier geleistet haben und weiterhin leisten, ist ebenso wenig Selbstverständlich. Die Arbeit, nicht nur von Angelika und Michael, sondern von allen Beteiligten, über das ganze Jahr, ist vielen nicht bewusst.


Im kommenden Jahr soll ein Turnier in einem anderen Format stattfinden – bleiben Sie beide dann in Ihrer aktuellen Funktion weiter dabei?
Ischebeck: Das wir dabei bleiben ist sicher. In welcher Funktion, wird sich dann anhand des Formats des neuen Turniers zeigen. Da werden wir in den Tagen nach Pfingsten wieder vermehrt drüber nachdenken, welches Konzept hier die beste Alternative ist. Aber mit der ganzen Freizeit, ohne ein solches Turnier, wüssten wir überhaupt nichts anzufangen (grinst).


Sie beide wurden von Angelika Peiniger als Teil der neuen jungen Generation beim TuS Ennepetal bezeichnet. Wie viel Überzeugungsarbeit musste geleistet werden, sie für die Ehrenämter zu gewinnen?
Rath: Keine, das war selbstverständlich. Es ist ja so, dass wir alle jetzt schon seit Jahren im Verein tätig sind. Wir kennen uns gut und sind untereinander befreundet. Das ist die beste Grundlage für eine ehrenamtliche Tätigkeit. Von daher mussten wir hier nicht überzeugt werden.
Ischebeck: Im Endeffekt kriegen wir ja auch viel zurück. Wir haben hier alle tolle Momente erlebt. Da steht der Aufwand, der dafür betrieben wurde, hinten an. Ich denke, die schönen Erinnerung überwiegen.


Wer ist Ihr Favorit auf den Turniersieg bei der letzten Auflage?
Rath: Also stark aufspielen wird definitiv Midtjylland. Ich denke auch, dass der Turniersieg deren Ziel ist und dass sie das auch rocken werden. Zumal sie in Terbog, bei unserem Partnerturnier, mit Gustav Isaksen den Spieler des Turniers gestellt haben. Auf die beiden Nordlichter Bremen und Pauli darf man auch sehr gespannt sein, da beide eine bärenstarke Saison gespielt haben. Ich glaube, dass Huddersfield eine Überraschung wird, weil sich der englische Fußball ja doch noch mal etwas unterscheidet.
Ischebeck: Da kann ich mich nur anschließen. Vor zwei Jahren wurde ich mit meinem Tipp noch müde belächelt. Vom Risiko her ist es ein eher langweiliger Tipp geworden.

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