Bye, bye, Spax-Cup

Zum Abschied Tränen in den Augen

Moderatoren-Duo – nicht verwandt, nicht verschwägert: Jan Schulte (l.) und Marc Schulte.

Moderatoren-Duo – nicht verwandt, nicht verschwägert: Jan Schulte (l.) und Marc Schulte.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.   Als die Sieger ein letztes Mal über das Mikrofon bekannt gegeben werden, hat Marc Schulte einen kleinen Kloß im Hals. Es ist nicht zu hören, der Mann ist Profi am Mikrofon. Doch schwer fallen ihm die Worte schon, schließlich ist es das Ende einer langen Tradition, die er 20 Jahre lang mit seiner Stimme begleiten durfte. In den vergangenen zehn Jahren teilte sich der WDR-Moderator die Arbeit am Mikrofon gemeinsam mit Radioreporter Jan Schulte. Für die beiden Ennepetaler war das Turnier über Pfingsten immer eine Art Heimspiel.

Als die Sieger ein letztes Mal über das Mikrofon bekannt gegeben werden, hat Marc Schulte einen kleinen Kloß im Hals. Es ist nicht zu hören, der Mann ist Profi am Mikrofon. Doch schwer fallen ihm die Worte schon, schließlich ist es das Ende einer langen Tradition, die er 20 Jahre lang mit seiner Stimme begleiten durfte. In den vergangenen zehn Jahren teilte sich der WDR-Moderator die Arbeit am Mikrofon gemeinsam mit Radioreporter Jan Schulte. Für die beiden Ennepetaler war das Turnier über Pfingsten immer eine Art Heimspiel.

Es wirkt nicht nur so, als wüssten die beiden Schultes, die im Übrigen nicht miteinander verwandt sind, ganz genau was sie tun. Beide kennen sich mit der Technik aus, beide wissen was erwähnenswert ist und wie die Zuschauer zu unterhalten sind. Wie beispielsweise im Spiel um Platz drei, als die Teams von Sampdoria Genua und dem FC Midtjylland zeitgleich wechseln. Erst vermeldet Jan Schulte den Spielerwechsel der Italiener, dann stellt Marc Schulte die Namen der Spieler aus Dänemark vor. „Ich gebe ihm immer die Mannschaften mit den schwer auszusprechenden Namen“, sagt Marc Schulte mit einem Augenzwinkern.

Griechische Zungenbrecher

Wie schwer diese Namen teilweise auch für den multilingual veranlagten Jan Schulte auszusprechen sind, zeigte sich vor ein paar Jahren bei der Mannschaftsaufstellung der Griechen von Olympiakos Piräus. „Da musste ich dann irgendwann nach einem Versprecher schmunzeln“, sagt der Radiomoderator. Keineswegs war das als Respektlosigkeit von ihm gemeint, wie ihm später von einem griechischen Zuschauer vorgeworfen wurde. „Ich musste über mich selbst lachen“, sagt Jan Schulte.

Für ihn und seinem Mitmoderator Marc Schulte war es ein großes Vergnügen, das Turnier mit ihren Stimmen zu begleiten. „Das hat relativ schnell blind funktioniert“, sagt Marc Schulte. Ein kurzer Augenkontakt, schon schaltete der eine sein Mikrofon aus und der andere das Selbige an. „So haben sich dann auch ab und an mal lustige Dialoge entwickelt“, erinnert sich Jan Schulte.

Weil dies so reibungslos funktionierte und eingespielt wirkte, wurden beide oft von den Zuschauern für Brüder oder Cousins gehalten. „Manch einer dachte auch, dass Marc mein Vater ist“, sagt Jan Schulte. Bei gerade einmal zehn Jahren Altersunterschied ist das natürlich schwierig, allerdings ein weiteres Indiz für die gelungene Moderation der beiden Schultes.

Dass der Spax-Cup nun Geschichte ist, stimmt beide traurig – doch der Blick geht sowohl bei Jan als auch bei Marc bereits nach vorne. Bei dem für das nächste Jahr angedachte neue Format des Turniers sind beide in jedem Fall mit an Bord. „Wir haben hier inzwischen ein Team an Ehrenamtlern, mit denen wir auch so gut befreundet sind. Das ist Ehrenamt wie man es sich vorstellt“, sagt Marc Schulte.

Keine Frage also, dass die beiden Profis am Mikrofon auch das neue Turnier mit ihren Stimmen begleiten werden. „Ich bin mit dem Turnier aufgewachsen. Dass ich in diesem Jahr nicht ,bis nächstes Jahr’ sagen konnte, war schon schwierig“, sagt Jan Schulte. Ihm standen die Tränen in den Augen, als er das Mikrofon das letzte Mal zur Seite legte. Im nächsten Jahr, das sagen beide unabhängig voneinander, müssen sie erst einmal schauen was sie über Pfingsten machen.

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