Kampfsport

Zum Training fürs Boxen gehören auch Schach und Tanzen

Agali Alishov (rechts) und seine Mitstreiter nach der Gründung von Victory Young International mit Sitz in Gevelsberg.

Agali Alishov (rechts) und seine Mitstreiter nach der Gründung von Victory Young International mit Sitz in Gevelsberg.

Foto: Verein

Gevelsberg.  Ein neuer Verein ist gegründet. Der Victory Young International in Gevelsberg sieht Boxen und Interkulturelles als Hauptpfeiler.

Er kann auf eine erfolgreiche Karriere als Prof-Boxer blicken. Agali Alishov hat vor einem Jahr aufgehört. Vorläufig. Er hat in 14 Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt. Meist Höhen. Jetzt will der mittlerweile in Gevelsberg heimisch gewordene Athlet seine Erfahrungen weiter geben. Mehr noch: Interkulturell möchte er wirken. Er möchte, dass verschiedene Gruppen, Interessen und Jugendliche zusammen kommen. Über Nationalitäten hinaus. Mit Freunden hat er einen neuen Verein gegründet. Victory Young International heißt er und hat den Sitz in Gevelsberg. „Es ist ein Kultur- und Sportverein“, sagt Alishov.

Der sportliche Part findet derzeit noch im Kraftraum der Gevelsberger Halle West statt. Dort, wo einst etliche erfolgreiche Boxer ihre Grundkondition und Grundtechnik sowie weitere verfeinerte Details zum Boxsport erlangt haben. Viele Jahre beim VfL Boxen Gevelsberg, dessen Abteilungsleiter und Vorsitzender viele Jahre Hans Breu, dessen Cheftrainer viele Jahre Olaf Glauer war.

Neben dem Boxen ist auch das Kickboxen im sportlichen Angebot des neue Vereins. Kinder und Jugendliche sind genauso willkommen wie Erwachsene. „Wir wollen mit dem Sport auch die Perspektive für ein weiteres erfolgreiches Leben bieten“, benennt Agali Alishov, der 24 K.o.-Siege für sich verbuchen kann, einmal selbst ausgeknockt wurde und einige Titel des IBU-Verbandes gewinnen konnte, eines der Ziele des neuen Vereins.

Ein weiteres Ziel: Der Victory Young International will auf absehbare Zeit eigene Räume beziehen. Die bisher knapp 40 Mitglieder sollen darin die Möglichkeiten bekommen, auch gemeinsam zu Trainieren, sich gleichzeitig aber auch interkulturell auszutauschen. Für Alishov ist es eine Form von Dankbarkeit an Deutschland und Gevelsberg, weil er hier so gut und freundschaftlich aufgenommen wurde.

„Klar, dass wir auch dazu beitragen wollen, dass unsere Athleten auch sportliche Erfolge erzielen können“, sagt Alishov. Gleichzeitig will der Wahl-Gevelsberger dazu beitragen, dass das Renommee des Boxens wieder besser wird.

Vorbild ist übrigens die so genannte Russische Boxschule. „Das ist die stärkste und vielseitigste ihrer Art in der Welt“, begründet der Profi-Boxer. So zählen neben dem Boxtraining auch Einheiten im Schach, aber auch im Tanzen zum Angebot. „Querdenken ist dabei gefragt. Schließlich kann das Tanzen wichtig für die Beinarbeit im Boxring werden“, sagt Alishov.

Im Leichtgewicht hat der gebürtige Aserbaidschaner seine Box-Meriten gewonnen. Derzeit macht der 34-Jährige eine einjährige Pause, dann will er wieder in den Ring steigen. Um den Deutschen Titel will er wieder kämpfen. So lautet eines seiner persönlichen sportlichen Ziele.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben