Tischtennis

Adler Union Frintrop war zum Jubiläum unfassbar erfolgreich

Adler Union stand 2019 zum dritten Mal in den letzten vier Jahren im Stadtpokal-Endspiel: (v. l.) Stefan Paus, Matthias Kelemen, Christian Hintze. Torsten Wawrzitz.

Adler Union stand 2019 zum dritten Mal in den letzten vier Jahren im Stadtpokal-Endspiel: (v. l.) Stefan Paus, Matthias Kelemen, Christian Hintze. Torsten Wawrzitz.

Foto: Ross

Essen.  Die Tischtennis-Abteilung von Adler Union Frintrop wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Harmonie und Kontinuität gehören zum Erfolgsrezept.

In den ersten Nachkriegsjahren muss im Tischtennis wohl eine „Goldgräber-Stimmung“ in Essen geherrscht haben, denn zehn der aktuell 31 Vereine wurden zwischen 1947 bis 1949 gegründet. Adler Union Frintrop kann in diesem Jahr auf das 70-jährige Bestehen zurückblicken und hat allen Grund, sich im Jubiläumsjahr über einen herausragenden Leistungsstand zu freuen.

Auch die wenigen Mitglieder, die 1949 bei Gründung dabei waren, können sich nicht an eine so erfolgreiche Saison wie die letzte des inzwischen mit Nachbar Union fusionierten Frintroper Traditions-Vereins erinnern. Kein Wunder, dass Abteilungsleiter Frank Fork (51) das nur einem Wort kommentiert: „Unfassbar!“

Von den 16 Mannschaften, die in der Vorsaison aufgeboten wurden, sicherten sich zwölf die Meisterschaft oder den Aufstieg. Die ungewöhnliche Konstellation, mit gleich zwei Teams in der Verbandsliga vertreten zu sein, endete zwar mit dem Abstieg der Zweiten, aber durch den Aufstieg der „Dritten“ spielen nun zwei Mannschaften in der Landesliga. Eine solche Leistungsdichte hat es in dieser Stadt sehr lange nicht mehr gegeben. In der Tischtennis-Szene ist Adler Union über die lokalen Grenzen hinaus längst eine feste Größe und zählt zahlen- und leistungsmäßig zu den stärksten Vereinen.

Das Aushängeschild ist die erste Mannschaft

Das Aushängeschild, die erste Herren-Mannschaft, gehört, nur unterbrochen von einem einjährigen Oberliga-Gastspiel, seit 1992 der Verbandsliga an und stand in den letzten vier Jahren dreimal im Stadtpokal-Finale. In Frintrop hat man keineswegs ein Patentrezept für diese Entwicklung gefunden. Finanziellen Anreize sind es erst recht nicht, denn die eigenständige Abteilung im Verein muss alle Ausgaben aus den Beiträgen bestreiten.

Auch von idealen Spiel- und Trainings-Bedingungen kann nicht die Rede sein. Bereits seit Ende Mai steht die Halle am Wasserturm wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung und da der Antrag auf Nutzung in den Ferien abgelehnt wurde, bleiben gerade einmal zwei Trainingstage, um sich auf die ersten Punktespiele vorzubereiten, die in gut einer Woche beginnen.

Spielbetrieb zu organisieren, ist eine Mammutaufgabe

Auf eine Modernisierung der mehr als 50 Jahre alten Umkleidekabinen- und Duschen werden die Tischtennisspieler wohl auch weiter warten müssen, nachdem die Fußballer gerade erst einen Neubau beziehen durften. Dass trotz aller Widrigkeiten „der Laden läuft“, macht Frank Fork an der Harmonie innerhalb der Abteilung fest. „Schon das sportliche Programm mit mehr als 300 Spielen in der Saison problemlos zu organisieren, ist eine Mammutaufgabe. Sich auf die zuverlässige Mitarbeit der übrigen Vorstandskollegen verlassen zu können, ist ein Schlüssel zum Erfolg.“

Eine Besonderheit ist außerdem, dass ein großer Teil der aktiven Spieler als Eigengewächse dem Verein schon lange angehört und jeder vierte der insgesamt 160 Mitglieder auf eine mehr 20-jährige Zugehörigkeit zurückblicken kann.

Mit nostalgischen Rückblicken auf sieben wechselvolle Jahrzehnte und dem üblichen Auf und Ab will man sich in der Tischtennis-Abteilung bei Adler Union Frintrop jedoch nicht aufhalten. Durch die zahlreichen Aufstiege sind in der kommenden Saison die sportlichen Herausforderungen für alle Mannschaften auch erheblich gestiegen.

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