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Assindia Cardinals dominieren auch Topspiel in Paderborn

Dionne Thrweatt-Vassar entwischt seinen Paderborner Gegnern.

Dionne Thrweatt-Vassar entwischt seinen Paderborner Gegnern.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Mit einem 28:3 beim Tabellendritten Paderborn setzen die Assindia Cardinals Ausrufezeichen im Titelrennen. Essener sind von Beginn an konsequent.

Die Assindia Cardinals haben im Titelrennen der Football-Regionalliga West ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Die „Men in Blue“ gewannen das Topspiel beim Tabellendritten Paderborn Dolphins überdeutlich mit 28:3 und haben die Tabellenführung zurückerobert.

Die Essener gingen von Beginn an konzentriert und erfolgshungrig in diese Partie. Gleich im ersten Play der Ostwestfalen sorgte Linebacker Kevin Bannert mit einem Touchdown dafür, dass die Paderborner Fans die Hände über dem Kopf zusammenschlugen, denn es waren gerade einmal Sekunden gespielt, als ihre Mannschaft in Rückstand geriet. Der Essener Kicker Tobias Nick veredelte das Ganze mit dem Extrapunkt zur 7:0-Führung.

Big Points schon nach wenigen Sekunden

„Dieses Big Play gleich im ersten Drive hat den Ton angegeben und war richtig wichtig“, lobte Head Coach Sherman „DJ“ Anderson und freute sich über das starke Auftreten seiner gesamten Defensive: „Wir haben das gegnerische Laufspiel ziemlich schnell unterbunden. Und für das Passspiel sind die Paderborner nicht gemacht. Sie wollten uns über die Mitte attackieren, aber deren Wide Receiver hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt.“

Nicht nur die Passempfänger der Ostwestfalen mussten Lehrgeld zahlen. Auch ihr Quarterback erwischte wirklich keinen guten Tag und sah sich im zweiten Angriffsversuch gleich wieder dem massiven Druck der Cardinals Defense ausgesetzt. Gleich zwei Mal schickten ihn die Men in Blue in den Dreck und verhinderten die direkte Antwort der Dolphins auf die Führung.

Von Beginn an das Heft in die Hand genommen

Deutlich besser agierte die Essener Offense, die im zweiten Angriff das Ergebnis ausbaute. Running Back Julian Zorz, der nach seiner Sperre im Derby gegen Gelsenkirchen wieder dabei war, tankte sich durch und besorgte den zweiten Touchdown im ersten Quarter. Nick schraubte den Spielstand durch seinen Extrapunkt auf 14:0 nach oben.

„Die Jungs waren heiß und hochmotiviert“, freute sich Head Coach Anderson darüber, dass seine Mannschaft – wie im Hinspiel – gleich von Beginn an das Heft in die Hand genommen hatte.

Die Angriffe der Hausherren konnte die Essener Defensive immer wieder stoppen. So endete Paderborns dritter Angriff in einem Turnover bis in die Redzone. Erst kurz vor dem Ende des ersten Quarters keimte ein Fünkchen Hoffnung auf der Tribüne, als die Dolphins durch ein Field Goal zu ihren ersten drei Punkten kamen. Es sollten allerdings die einzigen bleiben.

Head Coach hatte nichts zu meckern

Kurz vor der Halbzeit drehten die Cardinals noch einmal auf und bauten die Führung auf 21:3 aus: Harlan Kwofie hechtete einem perfekt geworfenen Pass über 40 Metern von Quarterback Rohat Dagdelen hinterher und ließ sich dabei auch nicht von zwei Verteidigern stören.

Für den Endstand sorgte Runningback Tyrone Alexander im dritten Quarter, als er einen erneut präzisen Pass über 15 Metern von Dagdelen fing und die restlichen 20 Meter bis in die Endzone sprintete.

„Es gibt rein gar nichts zu meckern, wunderbar – einfach wunderbar“, strahlte Head Coach Anderson noch Stunden danach. „In Paderborn ein Spiel zu gewinnen, ist schon etwas Besonders. Das hat in dieser Saison noch keiner geschafft. Sie sind normalerweise unglaublich heimstark, und wir spazieren dann einfach da rein und gehen mit so einem Sieg raus. Das tut schon richtig gut.“ Die Assindia Cardinals haben nach wie vor im Aufstiegskampf die Karten selbst in der Hand. „Genau das wollten wir“, sagte Anderson zufrieden. „Wir sind zwar die Gejagten, müssen aber nicht auf das schauen, was die anderen machen.“

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