Football

Assindia Cardinals erobern die Spitze zurück

Nicht zu stoppen: Dionne Thrweatt-Vassar zieht seinem Gegenspieler davon.

Nicht zu stoppen: Dionne Thrweatt-Vassar zieht seinem Gegenspieler davon.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Nach dem 28:14-Erfolg gegen den Tabellenführer Paderborn Dolphins erobern die Essener den Platz an der Sonne zurück. Dreikampf an der Spitze.

Assindia CardinalsPaderborn Dolphins 28:14

Viertel: 14:0, 6:0, 8:7, 0:7.

Eine Hälfte der Hauptrunde in der Football-Regionalliga West ist gespielt – und die Assindia Cardinals stehen wieder da, wo sie auch am Saisonende stehen wollen: ganz oben. Nach der ersten Saisonpleite gegen die Bielefeld Bulldogs und dem damit verbundenen Ausflug nach „unten“ vor zwei Wochen haben die Essener das Kommando an der Spitze nun zurückerobert. Im Topspiel schlugen sie den bisherigen Tabellenführer Paderborn Dolphins mit 28:14 (20:0) und beendeten so die Serie der bis dato ungeschlagenen Ostwestfalen. Assindia-Chef Wilfried Ziegler sprach anschließend von einem „sensationellen Sieg. Dass riesiges Potenzial in der Mannschaft steckt, wussten wir. Nun haben es die Jungs erstmals komplett abgerufen.“

Beim ersten Wiedersehen mit Paderborn seit 2017, damals noch zu GFL2-Zeiten, waren die Cardinals von Beginn an überlegen. Bereits den ersten Drive nutzte Julian Zorz zur Führung. Harlan Kwofie legte wenig später nach. Und Tobias Nick punktete im zweiten Abschnitt zur 20:0-Pausenführung – eine dicke Ansage an den Rivalen im Aufstiegsrennen. Nochmals Kwofie und Nick schraubten das Ergebnis später sogar auf 28:0 hoch. Den chancenlosen Gästen glückten erst spät im Spiel zwei Ausflüge in die Essener Endzone.

Gegen-Touchdowns der Paderborner waren unvermeidlich

Die zwei Gegen-Touchdowns waren für Ziegler „gegen eine starke Mannschaft wie Paderborn unvermeidlich.“ Er freute sich daher lieber über „eine starke Leistung von Offensive und Defensive. Trotz hoher Führung haben wir die Konzentration bis zum Ende hochgehalten.“ Dank des Sieges nehmen die Cardinals den Fahrstuhl vorbei an Paderborn und Bielefeld an die Sonne. Dort bahnt sich ein Dreikampf an: Alle drei Teams kassierten erst eine Niederlage. Bielefeld hat die beste Differenz, oben stehen dennoch die Cardinals. Schließlich zählt der direkte Vergleich - da kommt Essen dank des Sieges über Paderborn und der knappen 29:31-Pleite gegen Bielefeld am besten Weg.

Das bedeutet aber auch: der kleinster Ausrutscher, ganz zu schweigen von einer Niederlage im Rückspiel gegen Paderborn oder Bielefeld, könnte den Aufstieg kosten. Das bringt Attraktivität für die Liga - und Druck für die Assindia. Wobei: „Es macht uns auch Spaß, jede Woche unter Feuer zu stehen“, betonte Wilfried Ziegler, der im Laufe der Hinrunde eine „spürbare und positive“ Entwicklung im Team ausmachen konnte. „Und auch die Harmonie zwischen den Mannschaftsteilen wird immer besser“, so der Vereinsboss. Bei den späten Comebacks gegen Bonn und Bielefeld habe man zudem „eine großartige Mentalität“ gezeigt.

Cardinals nun wieder die Gejagten

Nun müssen sich die Cardinals wieder in der Rolle des Gejagten beweisen. In Aachen starten sie kommendes Wochenende (Sonntag, 15 Uhr) in die Rückrunde. Punkten die Essener in den kommenden sechs Spielen genauso wie in der ersten Halbserie, stünden sie auch am Ende noch da, wo sie jetzt stehen…

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