Basketball

ETB Miners verlieren trotz Leistungssteigerung deutlich

Chris Alexander von den ETB Miners war mal wieder bester Werfener seines Teams. Genutzt es es nichts.

Chris Alexander von den ETB Miners war mal wieder bester Werfener seines Teams. Genutzt es es nichts.

Foto: Michael Gohl

Essen.  In der 1. Basketball-Regionalliga leisten ETB Miners dem Aufstiegskandidaten Rhöndorf lange Widerstand. Griechischer Neuzugang mit gutem Debüt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es geht weiter aufwärts bei den Miners - zumindest bei der Leistungskurve des Essener Basketball-Erstregionalligisten. Die Ergebnisse lassen allerdings weiter zu wünschen übrig: Der ETB verlor sen Heimspiel gegen den Aufstiegsaspirant Dragons Rhöndorf am Ende recht deutlich mit 85:111, dennoch konnten die Miners die Partie gegen den haushohen Favoriten überraschend lange offen zu halten. Erst ein 20:0-Lauf der Gäste im vierten Viertel brachte die Entscheidung.

Essens Interimscoach Björn Barchmann dürfte nicht unzufrieden gewesen sein. „Wir können vieles noch besser“, sagte er trotzdem. Freilich darf man sich als Trainer nie zufrieden geben, mit Niederlagen ohnehin schon nicht. Doch die Tatsache, dass selbst das ungleiche Duell mit den Dragons keinen Bruch in der sehr zarten Entwicklung der Miners nach dem Trainerwechsel bedeutete, ist eine Menge wert.

Gastgeber bleiben aufmerksam und schalten schnell um

„Wir haben uns vor dem Spiel noch einmal eingeschworen, haben klar besprochen, was zu tun ist, um im Spiel zu bleiben“, schilderte Barchmann. Seine Spieler setzten es gut um. Gegen das beste Fast Break-Team der Liga blieben die Essener aufmerksam, schalteten selbst schnell defensiv um und attackierten den ballführenden Spieler.

In der Offense versuchte sich der ETB selbst im einfachen, aber schnellen Spiel - lange Zeit mit Erfolg. Ein 24:24 nach dem ersten Viertel hatte die Fans in Rüttenscheid begeistert, das 40:50 zum Pausentee signalisierte: Die Miners sind immer noch da. Doch schon der zweite Abschnitt hatte angedeutet, zu was Rhöndorf in der Lage ist. Satte 50 Prozent der Drei-Punkte-Versuche bis zur Halbzeit hatten ihr Ziel getroffen, bis um Ende sollte diese Quote mit knapp über 47 Prozent nur unwesentlich schlechter ausfallen.

Bankspieler der Rhöndorfer machen auch den Unterschied

Bemerkenswert auch, weil der Headcoach der Dragons in der zweiten Halbzeit mehr und mehr seine Bank aufs Feld beorderte. Doch das Spiel der Gäste blieb davon gänzlich unbelastet. 43 Punkte hatte die Bank am Ende zum Sieg beigesteuert, bei den Miners waren es nur sechs der insgesamt 85 Zähler. Es ist wohl die Zahl, die am besten verdeutlicht, warum Rhöndorf nicht zu knacken war. Eine weitere: Sieben Spieler der Gäste hatten zweistellig gepunktet.

Lange leisteten die Miners Widerstand, das dritte Viertel entschieden die Essener sogar für sich (25:22). Doch dann war der Akku leer, die Treffsicherheit schwand. Die Dragons zogen davon, dann doch aufhaltsam. „Rhöndorf ist unglaublich tief besetzt“, so auch Björn Barchmann. Beeindruckt war er aber auch von seinen Spielern: „Mit diesem Einsatz und dieser Leistung blicke ich zuversichtlich auf die kommenden Spiele.“

Griechischer Neuzugang mit gelungenem Debüt

Und vielleicht kann auch George Moukas weiterhelfen. Ihn hatte Björn Barchmann nach nur einer Trainingseinheit ins kalte Wasser geworfen. Am Ende hatte der Grieche elf Punkte erzielt, mehr als diese Statistik interessierte Barchmann aber der Auftritt. „Er hat ein sehr gutes Auge für seine Mitspieler, das hat er schon jetzt gezeigt. Ihn müssen und werden wir nun schnell in unser Spiel integrieren.“

So haben sie gespielt

ETB - Rhöndorf 85:111 (40:50).

Viertel: 24:24, 16:26, 25:22, 20:39.

ETB: Alexander (32), Bakkali (16), Moukas (11), Isanza (11), Michael Möbes (9), Westerhaus (4), Tauch (2), Hamad, Plescher, Pobric.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben