Fußball-Oberliga

ETB will Abstiegskampf endlich beenden

Auf die emsige Laufarbeit des wuseligen Athanasios Tsourakis (am Ball) kann Trainer Manfred Wölpper an diesem Sonntag gegen TuRU Düsseldorf vermutlich wieder zurückgreifen.

Auf die emsige Laufarbeit des wuseligen Athanasios Tsourakis (am Ball) kann Trainer Manfred Wölpper an diesem Sonntag gegen TuRU Düsseldorf vermutlich wieder zurückgreifen.

Foto: Mark Bohla

Mit einem Heimsieg über Turu Düsseldorf sollte man sich aller Sorgen entledigen können. Auch Schonnebeck hat ein echtes Abstiegs-Endspiel.

essen. ETB Schwarz Weiß – TuRU Düsseldorf (So., 15, Uhlenkrug).

Eigentlich waren die Schwarz-Weißen im Abstiegskrimi schon im Nachspann, „aber nun sind wir volle Pulle wieder mittendrin“, befürchtet ETB-Coach Manni Wölpper, dem die 1:4-Niederlage in Hilden vom letzten Sonntag noch immer schwer im Magen liegt. Da die Konkurrenz auch noch hübsch gepunktet hat, ist die magische 40-Punkte-Linie, die für gewöhnlich zum Klassenerhalt reicht, diesmal nur Makulatur. Also stehen die Platzherren gegen TuRU Düsseldorf schon wieder unter Erfolgsdruck, zumal man die Gäste mit einem Sieg überholen könnte. Ausgerechnet jetzt allerdings muss das Unterfangen ohne Marvin Ellmann auskommen, der Stürmer hat sich auf der Arbeit verhoben und fällt wohl bis zum Saisonende aus. „Zwar trifft er nicht mehr so wie in der Vorsaison, aber er bindet immer noch Leute und zeigt Präsenz in der Box“, bedauert Wölpper.

Torhüter Bley hat Gehirnerschütterung überstanden

Dafür kann er vermutlich aber wieder auf Dauerläufer Athanasios Tsourakis zurückgreifen, der Grieche hat nach seiner Adduktoren-Verletzung am Mittwoch und Donnerstag wieder beschwerdefrei mittrainieren können und ist für das Antreiben im Mittelfeld enorm wichtig. Auch Torhüter Andre Bley hat seine Gehirnerschütterung überwunden und wird der Abwehr wieder die nötige Stabilität verleihen.

Ansonsten hofft der ETB-Coach, dass die Heimstärke bei seiner Mannschaft anhält, was gegen die starke Offensive der Düsseldorfer mit den gefährlichen Antonio Munoz-Bonilla und Jacub Przybylko alles andere als einfach wird. Keine guten Gedanken haben die Essener ans Hinspiel: In letzter Minute kassierte man per Strafstoß das 0:1, zudem verlor man den unbeherrschten Torhüter Sven Möllerke mit Platzverweis. „Ich hoffe, das diesmal das Glück auf unserer Seite ist“, setzt Wölpper auf ausgleichende Gerechtigkeit.

SC Düsseldorf-West – SpVg. Schonnebeck (So., 15). Abstiegskampf – dieses Gefühl kannte die Spvg. Schonnebeck seit fast zehn Jahren nicht mehr. Doch drei Spieltage vor Saisonende ist die Spielvereinigung mitten drin in der Verlosung. Das Gute aus Schonnebecker Sicht: Man hat alles in der eigenen Hand, mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten Düsseldorf-West (So. 15 Uhr, Schorlemerstraße) kann das Team von Trainer Dirk Tönnies den Klassenerhalt feiern.

Tönnies hat die Partie in Düsseldorf deshalb zu einem Endspiel auserkoren: „Wenn wir gewinnen, sind wir durch – dieses Spiel hat Pokalcharakter. Es geht darum, sich komplett auf diese Partie zu fokussieren.“ Dass Schonnebeck auch Abstiegskampf kann, zeigte das Team am vergangenen Spieltag, als es nach fünf Niederlagen in Serie 3:0 gegen Ratingen gewann. Allerdings spielte auch der sonntägliche Gegner aus Düsseldorf zuletzt groß auf und sprang durch drei Siege in Serie auf einen Nichtabstiegsplatz, ehe Tabellenführer Homberg unter der Woche den Lauf stoppte.

Schonnebeck baut auf die Tore Marc Engers

In Schonnebeck ist man deshalb froh, dass Marc Enger wieder fit ist. Der Torjäger war in dieser Saison meist verletzt oder angeschlagen, beim Erfolg gegen Ratingen war er aber ein entscheidender Faktor, rackerte 90 Minuten und erzielte das 1:0. „Marc war in dem Spiel nach langer Zeit wieder beschwerdefrei, da hat man sofort gesehen, warum er für uns unersetzbar ist“, urteilt Tönnies.

Enger wird auch gegen Düsseldorf dabei sein, andere wichtige Spieler werden fehlen – wie so oft in dieser Saison. Für den rotgesperrten Abwehrchef Georgios Ketsatis ist die Saison beendet, Marius Müller – mit zehn Treffern erfolgreichster Torschütze – fällt mit einem Faserriss aus, ebenso Winterneuzugang Mohamed Cissé. Der Einsatz von Timo Patelschick und Tarkan Yerek ist fraglich.

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