Fußball-Oberliga

FC Kray zahlt in Straelen reichlich Lehrgeld

Zeigte sich nach dem Spiel ziemlich enttäuscht: Krays Trainer Philip Kruppe.

Zeigte sich nach dem Spiel ziemlich enttäuscht: Krays Trainer Philip Kruppe.

Foto: Thorsten Tillmann/FFS

Straelen.  Der souveräne Tabellenführer war beim 4:0-Heimsieg eine Nummer zu groß für den Aufsteiger. Torjäger Terada trifft und trifft beim Favoriten.

Der FC Kray hat am siebten Spieltag der Oberliga Niederrhein eindeutig den Kürzeren gezogen. Beim Tabellenführer SV Straelen hagelte es eine 0:4-Niederlage. „Wir haben ordentlich Lehrgeld bezahlt“, zeigte sich Krays Trainer Philip Kruppe nach dem Spiel enttäuscht. „Wir sind aggressiv draufgegangen und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Am Ende haben wir aber immer versucht, weiter zu kombinieren, anstatt den Abschluss zu suchen. Wenn wir dann den Ball verloren haben, ging ordentlich die Post ab.“

Und die Post hieß in erster Linie Shun Terada. Der Japaner spielt jetzt in seiner vierten Saison in Deutschland und hat bisher in 102 Partien 73 Tore erzielt. In der vergangenen Spielzeit in der Regionalliga gelangen ihm elf Treffer. Mittlerweile steht sein Zähler wieder bei sechs. „Der war extrem schwer zu halten. Er ist unfassbar schnell und kalt vor dem Tor“, zollte auch Kruppe dem Straelener Torjäger Respekt. Er war es dann auch, der nach 18 Minuten den 1:0-Führungstreffer erzielen konnte. Ex-MSV-Duisburg-Spieler Gökan Lekesiz erhöhte auf 2:0 (37.). Eine Viertelstunde vor dem Ende traf mit Adli Lachheb ein weiterer Ex-Profi, ehe Ryo Terada den 4:0-Endstand erzielte (82.).

Der Spitzenreiter war eine Nummer zu groß

Kruppe: „Wenn man sich die Mannschaft und die Möglichkeiten dort anschaut, brauchen wir uns mit ihnen nicht zu vergleichen.“ Heißt im Umkehrschluss: Straelen war für die Krayer eine Nummer zu groß. Die Mannschaft von Trainerin Inka Grings hat ohnehin bisher alle Spiele gewonnen und nun sechs Punkte und 18 Tore Vorsprung auf die zweitplatzierte Spielvereinigung Schonnebeck. Kruppe: „Wir haben sehr viel Lob vom Gegner bekommen, aber davon können wir uns nichts kaufen. Sie waren uns in ihrer Abgezocktheit und Schnelligkeit überlegen. Dennoch gibt es taktisch einige Sachen, über die wir in den nächsten Tagen sprechen müssen.“

Aber: „Für uns bricht keine Welt zusammen.“Wichtiger sei ohnehin das kommende Spiel gegen den Cronenberger SC. Kruppes Blick geht ja ohnehin Woche für Woche erst einmal nach unten. An der heimischen Buderusstraße soll ein direkter Konkurrent weiter auf Distanz gehalten werden. Kruppe: „Die werden nun im Aufschwung zu uns kommen. Wenn wir unser Spiel aber durchziehen können, bin ich guter Dinge.“

Kray: Delker - Dalyanoglu, Niedzicki, Tomasello, Nguyen - Cakir (46. Talas), Barra, Rami, Elouriachi (82. Wieczorek) - Bouchama (86. Kern), Schmidt (79. Köhler).
Tore: 1:0 Terada (18.), 2:0 Lekesiz (37.), 3:0 Lachheb (75.), 4:0 Terada (82.).
Zuschauer: 360

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