Volleyball

Für VV Humann Essen beginnt die Saison jetzt erst richtig

Hauptangreifer Jan Holthausen ist wieder fit und kann in Schüttorf spielen.

Hauptangreifer Jan Holthausen ist wieder fit und kann in Schüttorf spielen.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Volleyball-Zweitligist VV Humann schlägt Sonntag nach dreiwöchiger Pause in Schüttorf auf. Die Essener haben Zeit genutzt, um sich zu finden.

Drei Wochen hatten die Zweitliga-Volleyballer von VV Humann Zeit, sich auf die Aufgabe am kommenden Sonntag beim FC Schüttorf vorzubereiten (16 Uhr, Vechtesporthalle). Zuletzt hatten sie Mitte Oktober aufgeschlagen und ihr Heimspiel gegen den Kieler TV mit 0:3 verloren. Eine ungewöhnlich lange Pause im Liga-Alltag, doch den Humännern war es nur recht.

„Wir haben intensiv trainiert“, beantwortet VVH-Trainer Jens Bräkling ganz lapidar die Frage, wie man die Zeit denn genutzt habe. Es gilt, die Abläufe in der neuformierten Mannschaft weiter abzustimmen, die Spielzüge zu stabilisieren und sich weiterhin an die neue Umgebung am Hallo, der aktuellen Spielstätte, zu gewöhnen.

Humann muss sich neues Selbstverständnis zulegen

In den Jahren zuvor hatten die Humänner eine eingespielte Mannschaft. Das war das Trumpf-Ass, das auch nicht selten gegen Top-Teams der Liga stach. Doch neue Saison, neues Spiel. Die Steeler haben einen Umbruch hinter sich, haben Leistungsträger verloren und müssen sich nun erst noch finden.

Und sich ein neues Selbstverständnis zulegen. Früher waren sie in der Lage, jedes Team der Liga zu bezwingen oder es zumindest in Bedrängnis zu bringen. „In dieser Saison sind wir aber ein Underdog und werden möglicherweise gegen den Abstieg kämpfen“, sagt Jens Bräkling. „Auch das haben wir in der Pause noch einmal gemeinsam mit den Jungs thematisiert, schließlich muss man diese neue Situation annehmen und auch leben.“

Jan Holthausen ist wieder fit und kann in Schüttorf spielen

Und noch etwas Positives hat der verzögerte Saisonauftakt. Hauptangreifer Jan Holthausen, der in den ersten drei Spielen wegen einer Sprunggelenksverletzung ausgefallen war, ist wieder am Ball. „Es läuft nicht alles rund bei ihm, aber er kann spielen, und das ist enorm wichtig für uns.“ Holthausen ist ein Spieler, der den Unterschied macht. „Wenn es mal nicht läuft, können wir immer hoch auf Jan spielen. Da wissen wir, er macht was daraus“, beschreibt der Coach die Rolle seines Angreifers. Durch Holthausen habe er auch mehr taktische Möglichkeiten. „Und die Mannschaft steht mit ihm kompakter und sicherer.“

Ab Sonntag läuft die Saison in der 2. Liga also richtig an, bis Weihnachten wird dann praktisch durchgespielt. Und in Schüttorf ist vielleicht schon ein zweites Erfolgserlebnis möglich. „Eigentlich haben wir dort meistens gut ausgesehen und gewonnen, und Schüttorf wiederum dann bei uns“, beschreibt der Trainer.

Ob die Youngster dazukommen, ist noch offen

Die Gastgeber haben sich mit zwei Siegen aus vier Spielen aber nicht gerade aus dem Startblock katapultiert. „Ich habe sie deutlich stärker eingeschätzt“, sagt Jens Bräkling. Denn noch immer sei Schüttorf personell gut aufgestellt unter anderem auch mit ausländischen Spielern.

Bei Humann wiederum wird der Coach überlegen, ob er seine Youngster mitnimmt. Niklas Bach, Jannik Tertünte und Lucas Janscheidt, die zuvor zumindest zum Aufgebot gehörten, müssen aber zunächst in der Oberliga-Mannschaft ihrer Pflicht nachkommen.

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