Fußball Bezirksliga

Heisinger SV und SG Kupferdreh-Byfang sauer über Einteilung

HSV-Trainer Oliver Vössing kritisiert die Gruppeneinteilung der Fußball-Bezirksliga.

HSV-Trainer Oliver Vössing kritisiert die Gruppeneinteilung der Fußball-Bezirksliga.

Foto: Michael Gohl

Essen.  In der kommenden Saison sind die elf Essener Bezirksligisten auf zwei Gruppen verteilt. Zwei Mannschaften müssen weite Wege auf sich nehmen.

Die Einteilung der Fußball-Bezirksligen hat mal wieder einige Gemüter erhitzt. Anders als in der Vorsaison wurden die Essener Teams diesmal auf zwei Gruppen verteilt. Neun spielen in der Gruppe 6 gemeinsam mit Gegnern aus Bottrop und Oberhausen. Das sind die Wege relativ kurz. Die Reaktionen der Verantwortlichen fielen entsprechend positiv aus. „Das ist eine sehr interessante Gruppe. Sportlich, mit den drei Landesliga-Absteigern, mit sehr ambitionierten Mannschaften“, kommentierte Trainer Sascha Hense vom Vogelheimer SV. Dessen Kollege Sascha Fischer vom Aufsteiger DJK Katernberg13/19 sieht es ähnlich: „Eine wirklich starke Gruppe. Es sind einige Teams dabei, die unbedingt aufsteigen wollen.“

SG-Trainer Michael Wüsten: „Das ist eine Vollkatastrophe.“

Anders ist die Gemütslage beim Heisinger SV und der SG Kupferdreh-Byfang. Beide wurden der Gruppe 2 zugeteilt mit Mannschaften aus Wuppertal, Velbert und Solingen. Da sind die Fahrten weit. „Das ist eine Vollkatastrophe“, schäumte SG-Trainer Michael Wüsten. „Alles, was den Amateurfußball ausmacht, wird mit Füßen getreten. Dazu noch der enorme Zeitaufwand und der Kostenfaktor für die Auswärtsspiele.“

Auch HSV-Coach Oliver Vössing konnte sich kaum beruhigen. „Wir sind praktisch von der Essener Fußballwelt abgeschnitten. Der ganze Reiz der Derbys geht verloren, unattraktiv für die Zuschauer und den gesamten Verein.“

Vereine kritisieren mangelnde Flexibilität des Verbandes

Beide Vereine monieren hauptsächlich die fehlende Flexibilität des Verbandes: „Warum müssen alle sechs Bezirksligen unbedingt aus jeweils 18 Mannschaften bestehen? Man könnte mit einer flexibleren Einteilung den Vereinen entgegenkommen und für mehr Gerechtigkeit sorgen“, so der einstimmige Vorschlag beider Trainer. Einen positiven Aspekt entdeckte Vössing dann doch noch: „Ich denke, dass unsere Gruppe sportlich ein wenig einfacher wird.“ Und der Klassenerhalt dürfte ja auch diesmal für den HSV Priorität besitzen.

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