Eishockey

Moskitos vertrauen wieder Mischung aus Erfahrung und Talent

Gut gelauntin die Vorbereitung: Valentin Pfeiffer (l.), Torwart Leon Frensel und hinten Andre Huebscher.

Gut gelauntin die Vorbereitung: Valentin Pfeiffer (l.), Torwart Leon Frensel und hinten Andre Huebscher.

Foto: Lamozik / Feenstaub Entertainment

Essen.  Eishockey-Oberligist ESC Moskitos hat mit der Vorbereitung begonnen. Noch sind am Westbahnhof für kommende Saison nicht alle Positionen besetzt.

Mit einem stark veränderten Kader haben die Wohnbau Moskitos mit der Vorbereitung auf die Ende September startende Saison in der Eishockey-Oberliga begonnen. So sieht die neue Mannschaft aus.

Tor

In den letzten Jahren ist diese Position die große Konstante der Moskitos. Bis zum Ende der Saison 2017/18 rettete Sebastian Staudt dem ESC so manchen Punkt, dann erwies sich der junge Patrik Cerveny als würdiger Nachfolger. Er nutzte das Jahr in Essen als Sprungbrett zum Erstligisten Fishtown Pinguins.

Nun setzen die Mücken auf Erfahrung zwischen den Pfosten: Von den Hannover Indians kam der 32-jährige Kevin Beech, gebürtiger Kanadier und 2005 sogar in der NHL gedrafted. Dazu wurde Leon Frensel aus Krefeld geholt. „Ihn habe ich gedanklich als Nummer zwei verpflichtet“, sagt Coach Frank Gentges über den 22-Jährigen, der den Druck auf Beech hochhalten soll. Durchaus vorstellbar, dass ein weiterer Goalie per Förderlizenz zum Team stößt.

Abwehr

Das Herzstück der Defensive ist dem Verein mit den beiden Routiniers Stephan Kreuzmann - Kapitän und Mentalitätsspieler - und dem spielerisch versierten Thomas Richter treu geblieben. In dem 39-jährigen Daniel Willaschek bekommen die Moskitos die Erfahrung aus knapp 800 Pflichtspielen hinzu.

In Matthias Lehmann sieht Trainer Gentges Führungsspieler

Auch der fünf Jahre jüngere Matthias Lehmann ist für Gentges ein „Führungsspieler, der Verantwortung in den Spezial-Teams übernehmen soll“. Er kommt vom Topteam Hannover Scorpions und zeigte dort mit 51 Punkten in der Vorsaison, dass er nicht nur verteidigen kann.

Als Ersatz für abgewanderte, junge Leistungsträger wie Marcel Pfänder oder Thomas Gauch haben sich die Moskitos wieder nach Talenten mit Potenzial umgeschaut. So sind Erik Hoffmann (22) oder Florian Kraus (23) beide erst Anfang 20, haben aber bereits in der DEL2 gespielt und kennen auch die Oberliga. Fabio Frick (20), seit letztem Sommer in Essen am Schläger, hofft auf den Durchbruch.

Angriff

Mit Aaron McLeod bleibt der Topscorer der Vorsaison an Bord. Sein letztjähriger Importkollege Nicholas Miglio spielte sich mit viel Einsatz schnell in die Herzen der Fans, enttäuschte jedoch in den Playoffs und hat den Verein verlassen. Die frei gewordene Kontingentstelle haben die Moskitos mit Peter LeBlanc besetzt. Der Kanadier verpasste den Auftakt wegen eines Todesfalls in der Familie, mittlerweile ist er aber in Essen gelandet. „Insbesondere Cleverness und der richtige Riecher für spielentscheidende Situationen zeichnen ihn aus“, lobt Coach Gentges den 31-Jährigen, der zuletzt in Österreich spielte und vor sechs Jahren zu einem NHL-Einsatz kam.

Saccomani kehrt zum Westbahnhof zurück

Ein dritter Ausländer könnte möglicherweise folgen, wenn er einen deutschen Pass bekäme: Der Tscheche Mark Zajic könnte ein Thema werden, falls sein Einbürgerungsantrag genehmig wird. Die Rückkehr von Enrico Saccomani steht derweil fest. Er war bereits in der Saison 2015/16 für den ESC aktiv und feiert nach drei Jahren beim EHC Freiburg in der Zweiten Liga sein Comeback. Ruft der 24-Jährige seine Qualitäten ab, so Gentges, „dann gehört er zu unseren Top-Spielern“.

Ebenfalls aus Freiburg kommt Sofiene Bräuner (20). Neu ist zudem der Ex-Duisburger Andre Huebscher. Ein echter Coup war den Moskitos im Frühjahr geglückt: In Veit Holzmann, Julian Airich und Lars Grözinger verlängerte das komplette Angriffstrio. Für Gentges die „beste Sturmreihe der Vorsaison“.

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