Tischtennis

Neu-Schönebecker Bernd Witthaus ist Senioren-Europameister

Europameister: Wolfgang Schmidt (l.) und Bernd Witthaus, der jetzt für die  SG Schönebeck spielt.

Europameister: Wolfgang Schmidt (l.) und Bernd Witthaus, der jetzt für die SG Schönebeck spielt.

Foto: G.Münnemann

Essen.  Bei der Senioren-EM in Budapest gewann Bernd Witthaus den Titel im Doppel in der AK 75. Ruth Schneider aus Essen-Steele überraschte mit Bronze.

Über einen erfolgreichen Neuzugang darf sich die Tischtennis-Abteilung der SG Schönebeck freuen: Bernd Witthaus, der vom TTSC Mülheim gekommen ist, allerdings erst seit dem 1. Juli die Startberechtigung für seinen neuen Klub hat, gewann bei den Europameisterschaften der Senioren in Budapest den Titel im Herren-Doppel der AK 75.

Insgesamt hatten sich zehn Essener auf den Weg nach Ungarn gemacht, um das internationale Flair von 3400 Teilnehmern aus 40 Nationen zu erleben.

Dass nur wenige Essener die gnadenlose Qualifikation der Gruppenspiele in den Riesenfeldern ihrer Altersklasse überstehen würden, überrascht nicht. Die K.o.-Runden erreichten dann auch nur zwei Damen und zwei Herren. Letztlich waren es aber nicht die Vizemeister der vergangenen EM, Monika Hußmann (DJK Franz-Sales-Haus) und Göran Skogsberg (MTG Horst), sondern Ruth Schneider (SG Steele) und eben Bernd Witthaus, die sich über Medaillengewinne freuen durften.

Ruth Schneider sorgte für handfeste Überraschung

Mit dem Erreichen des Halbfinales im Einzel der AK 75 schaffte Ruth Schneider eine handfeste Überraschung und sorgte dafür, dass deutsche Spielerinnen in der Runde der letzten Vier unter sich waren. Durch eine 1:3-Niederlage gegen Edda Wassermann-Delekat (TV Bruchhausen) verpasste Schneider den Finaleinzug und holte Bronze.

Ganz oben auf dem Treppchen stand Bernd Witthaus mit seinem sächsischen Partner Wolfgang Schmidt (SV Remse). Das Duo traf im Endspiel auf die ihnen gut bekannten Brüder Horst und Jürgen Langerauf. Mit dem in Kettwig wohnenden ehemaligen Nationalspieler Horst Langerauf spielte Witthaus in der vergangenen Saison sogar noch beim TTSC Mülheim in der gleichen Mannschaft.

Deutlicher Erfolg im Endspiel

Freundschaft hin oder her, man schenkte sich nichts, aber der 3:0-Erfolg von Witthaus/Schmidt war in dieser Deutlichkeit doch überraschend.

In der AK 65 waren Monika Hußmann und Gören Skogsberg nach dem verpassten Titelgewinn 2017 in Helsingborg über das vorzeitige Aus in der ungarischen Hauptstadt verständlicherweise etwas enttäuscht.

Hußmann und Skogsberg scheitern vorzeitig

Während Hußmann immerhin das Achtelfinale erreichte, wo sie trotz einer 2:0-Führung mit 2:3 an der Polin Grazyma Wolny scheiterte, erwischte es Skogsberg bereits in der Runde der letzten 32 mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage (10:12 im fünften Satz) gegen Povilas Baguzis aus Litauen. Im Einzel war für Witthaus noch eine Runde früher Endstation, bevor er im Doppel richtig durchstartete.

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