Rudern

RaB-Achter und Kettwiger Vierer gewinnen Stadtmeistertitel

Siegerehrung: Der RaB-Achter und der KRG-Vierer bei den Frauen machten diesmal das Rennen.

Siegerehrung: Der RaB-Achter und der KRG-Vierer bei den Frauen machten diesmal das Rennen.

Foto: Sybille Meier

Essen.  Mit Weltmeister Jakob Schneider an Bord verteidigt der RaB erstmals unter Flutlicht seinen Titel. Kettwiger RG fährt einen Heimsieg ein.

Rudern unter Fluchtlicht. Ja, auch das gibt’s. Bereits zum 25. Mal wurden die Essener Stadtmeisterschaften im Rudern im Rahmen des Kettwiger Herbst-Cups ausgetragen. In diesem Jahr hatten die Gastgeber außerdem Auftrag und Ehre, die Deutschen Sprintmeisterschaften auf dem Kettwiger Ruhrbogen auszurichten. Es war eine Menge los an den drei Regatta-Tagen, doch die Verantwortlichen des Kettwiger Ruder-Regattavereins meisterten mit einem großen Helferstab wie gewohnt auch diese Herausforderung.

Um den Terminplan zu entzerren, wurden die Stadttitelkämpfe auf den Freitagabend vorgezogen. Der Kettwiger Ruder-Regattaverein knipste für diesen Traditionswettkampf an der Strecke das Licht an. 17 Flutlichtmasten sorgten für eine einzigartige Atmosphäre und lockten hunderte Zuschauern an. Wie überhaupt in den zwei Tagen danach eine Menge los war in Kettwig, weil ja zeitgleich auch das große Promenadenfest stattfand.

Quartett der Kettwiger RG liegt von Beginn an vorn

Der Stadtvierer der Frauen startete pünktlich um 19 Uhr. Die Ruderriege des Etuf um Olympiateilnehmerin Mareike Adams ging zwar als Titelverteidiger ins Rennen, doch vom Start weg gab das Quartett der Kettwiger Rudergesellschaft (KRG) den Ton an. Lene Mührs, Lena Siekerkotte, Lea Schneider und Julia Barz fuhren auf der ersten Streckenhälfte mehr als eine Bootslänge Vorsprung heraus. Obwohl der Etuf auf den letzten 250 Metern den Vorsprung verkürzte, siegten die KRG-Damen unter dem tosenden Applaus des heimischen Publikums vor Etuf und dem RaB. Mit dem nunmehr 12. Sieg haben die Kettwigerinnen wieder die Führung in der ewigen Bestenliste der 24-jährigen Geschichte übernommen.

Weltmeister Jakob Schneider führt Titelverteidiger zum dritten Sieg

Bedeutend älter ist das prestigeträchtige Stadtachter-Rennen der Männer, das zum 58. Mal ausgetragen wurde. In den vergangenen beiden Jahren trug der Ruderklub am Baldeneysee (RaB) den Sieg davon. Beide Male gehörte Jakob Schneider zur Crew, der Weltmeister aus dem Deutschland-Achter.

Auch diesmal bekam Schneider, der in diesem Jahr zum dritten Mal WM-Gold geholt hat, von seinem Erfolgscoach Uwe Bender frei, um seine Vereinskameraden bei der Titelverteidigung zu unterstützen. Auf der großen Videowand konnte Essen Oberbürgermeister Thomas Kufen und zahlreiche Prominenz den Start verfolgen.

Die jungen Wilden aus Kettwig übernahmen überraschend die Führung

Völlig überraschend übernahmen die jungen Wilden der KRG die Führung. Doch nach Hälfte der Distanz schwanden ihnen die Kräfte. Der RaB setzte sich an die Spitze und gewann das Rennen vor Etuf und der KRG. Im Siegerboot saßen Leon Siegel, Simon Wenzel, Max Krammenschneider, Moritz Wuerich, Leander Fesser, Thomas Wichelhaus, Benedikt Holländer und Steuermann Eric Voßbeck.

Dank an OB Kufen und Michael Kurtz für die Unterstützung bei der Junioren-EM

Unter Flutlicht übernahm OB Kufen gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern des Essener Ruder-Regattavereins (ERRV), Kathrin Seegers und André Ströttchen, die Siegerehrung vor. Der ERRV nutzte diese Gelegenheit, um sich bei der Stadt Essen und den Sport- und Bäderbetrieben für die hervorragende Unterstützung bei den Junioren-Europameisterschaften im Mai auf dem Baldeneysee zu bedanken. Thomas Kufen und dem Leiter der Sport- und Bäderbetriebe, Michael Kurtz, erhielten eine Goldmedaille des Events.

Anschließend wurden die 23. Deutschen Sprintmeisterschaften eröffnet, bei der erstmals die neu geschaffene Infrastruktur der Regattaanlage am Kettwiger Ruhrbogen genutzt werden konnte.

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