Skaterhockey-Bundesliga

Rockets Essen plagen sich mit großen Personalproblemen

In der Personalnot ist Teamgeist gefragt: Daniel Breves und Stefan Dreyer von den Rockets.

In der Personalnot ist Teamgeist gefragt: Daniel Breves und Stefan Dreyer von den Rockets.

Foto: Michael Gohl

Essen.   Ausgerechnet zum Doppelspieltag in der Skaterhockey-Bundesliga gehen dem Essenern Erstligisten die Spieler aus. Und Alternativen gibt es kaum.

Langzeitverletzungen, Urlaub, Schichtdienst - manchmal kommt eben alles zusammen. Das bekommt derzeit auch der Skaterhockey-Bundesligist SHC Rockets Essen zu spüren. An diesem Wochenende haben die Essener einen Doppelspieltag. Am Freitag empfangen sie die Düsseldorf Rams (20 Uhr, Raumerstraße), am Samstag geht es zu den Commanders Velbert (19.30 Uhr). Doch eine komplette Mannschaft können sie nicht stellen.

Personalprobleme treffen Rockets heftig

„Die Personalprobleme treffen uns gerade richtig heftig“, ärgerte sich der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher. „Wir kriegen eigentlich nur sechs oder sieben Spieler zusammen.“ Neben vier Langzeitverletzten fehlen auch wichtige Leistungsträger urlaubsbedingt oder beruflich, da einige Spieler bei der Feuerwehr arbeiten und Bereitschaftsdienst haben.

Eigentlich nichts Neues für Böttcher: „Das ist manchmal so bei einer Randsportart. Jetzt müssen wir halt improvisieren.“

Personelle Alternativen innerhalb des Vereins bieten sich kaum

Auf Spieler aus der zweiten Mannschaft, die in der 2. Bundesliga spielt, kann der SHC dieses Mal nicht zurückgreifen, da auch die Reserve an diesem Wochenende einen Doppelspieltag mit zwei Auswärtsspielen hat. „Es gibt auch noch die Möglichkeit, die Jugendspieler einzusetzen. Aber die haben auch ein Spiel“, haderte der Teamleiter mit dem personellen Engpass. „Allenfalls am Freitag können wir noch etwas kompensieren, aber in Velbert wird es schwer.“

Antreten werden die Raketen aber auf jeden Fall, um die Punkte nicht direkt schon abzuliefern.

Ím Normalfall schlagbare Gegner für die Gastgeber

Die Schwierigkeiten kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn eigentlich sind es Duelle, aus denen der SHC Zählbares einkalkuliert hat. „Düsseldorf und Velbert sind beides Mannschaften, die wir im Normalfall schlagen können“, sagt Thomas Böttcher. „Wir hätten die Chance, zur Tabellenspitze aufzuschließen. Jetzt müssen wir erst einmal hoffen, überhaupt etwas mitnehmen zukönnen.“

Mit den Düsseldorf Rams reist an diesem Freitag das sieglose Tabellenschlusslicht an. Aber wie gesagt, angesichts der Situation besteht kein Grund, die Rheinländer zu unterschätzen: „Schon beim Europapokal war Düsseldorf sehr, sehr motiviert gegen uns und hat es uns wirklich schwer gemacht.“

Velbert hat ein paar richtig gute Spieler

Auch die Commanders, die derzeit mit 14 Zählern auf Tabellenplatz sieben stehen (SHC: 21 Punkte, Platz 4), haben das Zeug, unangenehm zu werden. „Das wird sehr schwierig, da Velbert ein paar richtig gute Spieler in der Mannschaft hat. Für die ist es das Spiel des Jahres, dementsprechend motiviert werden sie sein“, glaubt Thomas Böttcher.

Der Ärger über zu wenig Personal hilft nicht weiter, nun gilt es für den SHC, mit der Situation umzugehen und das bestmögliche aus dem Doppelspieltag zu machen. Teamleiter Böttcher versicherte jedenfalls: „Wir versuchen alles.“

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