Skaterhockey 1. Bundesliga

Rockets Essen triumphieren trotz großer Personalnot

Erfolgreiche Teamarbeit: Sebastian Schneider und Marcel Brandt von den Rockets.

Erfolgreiche Teamarbeit: Sebastian Schneider und Marcel Brandt von den Rockets.

Foto: Michael Gohl

Essen.   Nach dem erfolgreichen Doppelspieltag haben die Rockets Essen die Tabellenführung übernommen. Teamgeist ist eine Zutat beim Erfolgsrezept.

Strahlend und die Fäuste triumphierend in Luft gestreckt, so zeigten sich die Wohnbau Rockets nach dem 17:6-Auswärtserfolg bei den Commanders Velbert auf ihrer Facebookseite. Kein Wunder, denn einen Tag zuvor hatten die Essener Hockeyskater schon in eigener Halle die Düsseldorf Rams mit 14:5 deklassiert. Damit sind die Raketen Spitzenreiter in der 1. Bundesliga.

Essener mussten viel improvisieren

Mit diesem Resultat hatte beim SHC vor dem Doppelspieltag wohl keiner gerechnet. Verletzungsausfälle, Urlaub oder berufliche Verpflichtungen hatten die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza ordentlich dezimiert – lange war nicht klar, ob Petrozza überhaupt ein komplettes Team aufs Feld schicken könnte. „Wir haben viel improvisiert und hatten dann hinten heraus das Momentum auf unserer Seite“, meinte der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher nach dem erfolgreichen Doppelspieltag.

So halfen beim Heimspiel gegen Düsseldorf zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft aus, die in der 2. Bundesliga aufläuft. Das reichte, die Gastgeber spielten das Tabellenschlusslicht trotz der vielen Ausfälle zwischenzeitlich an die Wand. Hinten stabil und vorne effizient – das war das Erfolgsrezept der Essener.

Spieler aus der eigenen Reserve helfen aus

Auch gegen Velbert rückten Spieler aus der Reserve auf, obwohl die Zweite selbst ein Spiel in Lüneburg zu bestreiten hatte. „Zwei von ihnen sind dann Samstagnacht noch hoch nach Hamburg gefahren“, berichtete Böttcher. In Bergedorf mussten der SHC II am Sonntag auflaufen.

„Wie das halt so ist, wenn man mit wenigen Spielern auskommen muss, dann gibt jeder noch einmal zehn Prozent mehr. Das schweißt ja auch zusammen“, freute sich Böttcher, der weiß, dass es unter diesen widrigen Umständen gegen die individuell starken Commanders auch hätte schiefgehen können. „Das erste Drittel war noch ausgeglichen, aber im Mitteldrittel haben wir sie 9:1 weggeschossen. Velbert hat von den Namen her eine super Mannschaft, aber das sind halt alles nur gute Einzelspieler.“

Spielplan lässt wenig Zeit zu verschnaufen

Aus Rockets-Sicht ist es nicht nur schön, dass die Mannschaft noch enger zusammengerückt ist, sondern auch die aktuelle Tabellensituation gibt Anlass zur Freude: Der SHC steht punktgleich – aufgrund des besseren Torverhältnisses – mit den Crash Eagles Kaarst (27 Punkte) auf dem ersten Tabellenplatz. Zudem haben die Essener ein Spiel weniger absolviert als die Kaarster. „Das ist natürlich eine schöne Begleiterscheinung“, freute sich Böttcher, mahnte aber auch, dass „das nur eine Momentaufnahme“ sei.

Am kommenden Samstag zu Hause gegen Lüdenscheid

Die Rockets sind dort, wo sie hin wollen, nun heißt es, an diese Leistungen anzuknüpfen, denn der gnadenlose Spielplan lässt den Raketen keine Zeit durchzuschnaufen. Das weiß auch Teamleiter Böttcher: „Bei uns ist jetzt jede Woche was los. Dafür bleiben wir im Rhythmus.“ Diesen Rhythmus können die Essener Raketen bereits am kommenden Samstag (18.30 Uhr, Raumerstraße) beim Heimspiel gegen die Highlander Lüdenscheid fortsetzen.

So haben sie gespielt

SHC Rockets Essen - Düsseldorf Rams 14:5

Drittel: 5:3, 4:0, 5:2. Rockets-Tore: Dreyer (3), Brandt (2), Könning (2), Luft (2), Breves, Doden, Schneider, Vogel, Wegener.

Commanders Velbert - SHC Rockets Essen 6:17

Drittel: 3:3, 1:9, 2:5Rockets-Tore: Lenz (7), Doden (3), Brandt (3), Breves, Klein, Könning, Schneider.

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