A-Jugend-Bundesliga

RWE U19 bleibt nur Resthoffnung auf Klassenerhalt

Leitete die Niederlage in Dortmund mit seinem Fehler ein: Torhüter Jonas Kersken war beim 0:1 „mit in der Verlosung“.

Leitete die Niederlage in Dortmund mit seinem Fehler ein: Torhüter Jonas Kersken war beim 0:1 „mit in der Verlosung“.

Foto: Thorsten Tillmann

Rot-Weiss Essen verliert 0:3 in Dortmund. In zwei Spielen müssen jetzt vier Punkte aufgeholt werden. Torhüter leitete die Niederlage ein.

dortmund. Borussia Dortmund – Rot-Weiss 3:0 (1:0). Mit dem Abpfiff sank Jonas Kersken auf den Rasen und verbarg das Gesicht hinter seinen Händen. Der RWE-Torwart wusste, dass er die 0:3-Niederlage der rot-weißen U19 gegen Dortmund eingeleitet hatte. Als er bei einer Ecke des BVB mit einem lauten „Torwart“-Ruf zum Ball eilte, kam er gegen Alaan Bakir zu spät und das Kunstleder schlug zum 0:1 im Kasten ein (58.). „Das war der Dosenöffner für den BVB. uns hat dann der Glauben gefehlt“, urteilte Trainer Damian Apfeld.

Besiegelt ist der Abstieg durch die Niederlage zwar noch nicht, aber die Chancen sind auf ein Minium gesunken. Da Aachen überraschend in Gladbach punktete, muss RWE hoffen, binnen zwei Spieltagen vier Punkte Rückstand auf Paderborn und Münster gutzumachen.

Die Gäste waren letztendlich zu harmlos

Die Partie gegen den neuen Tabellenzweiten der A-Junioren-Bundesliga zeigte, warum RWE auf dem vorletzten Tabellenplatz steht: Die Essener mühten sich, verteidigten mutig – aber letztendlich war das Team zu harmlos, der Druck wurde zu groß und die höhere individuelle Qualität des BVB setzte sich durch.

In Dortmund konnte RWE zumindest in der ersten Hälfte das Spiel offengestalten. Mit dem Wissen um den Aachener Punktgewinn ging Rot-Weiss ein erhöhtes Risiko und störte den Dortmunder Spielaufbau schon am gegnerischen Strafraum. Die Gastgeber hatten dadurch Probleme, in dem offenen Spiel ihren Rhythmus zu finden. Clinton Asare verpasste sogar die Essener Führung, als ihn Julius Schell im letzten Moment abgrätschte (20.). Auf der Gegenseite verpassten Immanuel Pherai (21.) und Robin Kehr (44.) die Führung für Dortmund.

Der Rückstand änderte die Dynamik des Spiels

Kerskens Fehlgriff zur Dortmunder Führung veränderte dann die Dynamik des Spiels. „Bis dahin haben wir es ordentlich gemacht, danach ging es nur noch um Schadensbegrenzung“, sagte Apfeld. Vor allem Dortmunds Rechtsaußen Enrique Pena Zauner war kaum noch zu stoppen und legte nur vier Minuten nach der Führung das 2:0 für Paul-Philipp Besong auf. Jener besorgte schließlich auch das 3:0.

Dass es dabei blieb, hatte RWE Kersken zu verdanken, der zweimal gegen Besong parierte und auch einen Kopfball von Schell entschärfte. Apfeld versuchte anschließend den Blick nach vorne zu richten: „Noch leben wir und dürfen deshalb nicht aufgeben. Wir müssen unsere Spiele gewinnen und schauen, was die anderen machen. Im Fußball ist alles möglich.“

Tore: 1:0 Bakir (54.), 2:0/3:0 Besong (58./67.).

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