Fußball Oberliga

Schonnebeck setzt sich auf Tabellenplatz vier fest

In Triumphpose: Der schnelle Emre Kilav (links) lässt sich für den Führungstreffer feiern, später erhöhte Luka Bosnjak (rechts) auf 2:0.

In Triumphpose: Der schnelle Emre Kilav (links) lässt sich für den Führungstreffer feiern, später erhöhte Luka Bosnjak (rechts) auf 2:0.

Foto: Michael Gohl/FFS / FUNKE Foto Services

Essen.  Beim verdienten 3:1-Sieg über Union Nettetal lässt Schonnebeck die Gäste aber lange im Spiel und versäumt in der Schlussphase einen höheren Sieg.

Spvg Schonnebeck – Union Nettetal 3:1 (2:0)
Schonnebeck: Sprenger, Ketsatis, Schneider, Nakowitsch, Patelschick, Yerek, Heppke, Kilav (68. Abrosimov), Bosnjak (90.+2 Barrera), Müller (54. Skuppin), Enger (90. Oteng Adjei).
Tore: 1:0 Kilav (15.), 2:0 Bosnjak (31.), 2:1 Touratzidis (62./ FE), 3:1 Skuppin (64.).
Zuschauer: 244
Wiedergutmachung war angesagt bei der Spvg Schonnebeck nach der Niederlage in Kleve. Und sie gelang mit dem 3:1-Sieg über Union Nettetal vortrefflich. Aber die Partie verdeutlichte, warum die Gastgeber sich wieder in den Top 5 gemütlich einrichten, während Nettetal auf einem Abstiegsplatz verweilt. Die Gäste präsentierten sich als meisterwürdig im Auslassen von Chancen.

Nach zwei Minuten verhinderte Torhüter Sprenger den Rückstand

Schon nach zwei Minuten hätte es im Tor von Philipp Sprenger rappeln können, als der durchgebrochene Joel Mangano völlig frei vor ihm auftauchte, der Spvg-Keeper aber glänzend reagierte. Auch in der Folgezeit hatten die Spieler vom Niederrhein die rechte Abwehrseite des Teams von Trainer Dirk Tönnies als Schwachpunkt ausgeguckt, immer wieder wurde es da gefährlich. So kam es den Gastgeber gelegen, dass gleich die erste richtige Möglichkeit saß: Marc Enger, rechtzeitig wieder runter vom Krankenbett, hatte den Ball in der gegnerischen Hälfte erobert, schickte Emre Kilav auf die Reise, der sich die Kugel nicht mehr abluchsen ließ: 1:0 nach 15 Minuten, eine echte Beruhigungspille.

Nun kam der Spvg-Motor besser ins Laufen, diesmal bediente Kilav den freien Enger (28.), der aber am langen Pfosten vorbei zielte. Nur zwei Minuten später zeigte sich „Meister Heppke“ wieder als Herrscher des ruhenden Balles: Langer Pass in die Spitze auf den links in den Strafraum geschlichenen Georgios Ketsatis, dessen Volley-Abnahme Union-Torhüter Tim Tretbar zur Mitte abprallen ließ, wo Luka Bosnjak heran rauschte und zum 2:0 vollendete. Der ließ wiederum zwei Minuten später die Chance zum dritten Treffer liegen, als er nach schöner Einzelleistung ebenfalls am langen Pfosten vorbeizielte. Glück für die Spvg, dass Pohlig aus fünf Metern Entfernung am Wahnsinns-Reflex von Sprenger (34.) scheiterte.

Erst Simon Skuppin machte alles klar

Trotz der scheinbar beruhigenden Halbzeitführung war die Messe am Schetters Busch noch nicht gelesen. Erst recht nicht, als Georgios Ketsatis seinem Landsmann Dimitrios Touratzidis einen „freundschaftlichen Schubser“ im Luftkampf verpasste. Der Gefoulte verwandelte den Elfmeter selbst zum Anschlusstreffer (62.). Doch bevor Hoffnung bei den Gästen auf fruchtbaren Boden fallen konnte, hatten die Schonnebecker den alten Abstand wieder hergestellt: Meister Heppke schlug die Ecke, Torwart Tretbar flog elegant am Ball vorbei und der eingewechselte Simon Skuppin am zweiten Pfosten nickte dankend ein: 3:1.

In der Schlussphase versäumte es der Tabellenvierte, das Ergebnis noch spektakulär zu gestalten, Kai Nakowitsch traf bei seinem Kopfball nach 83 Minuten nur den Außenpfosten. „Es war ein verdienter Sieg, auch wenn wir den Gegner zu lange am Leben gelassen haben“, analysierte Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies, der gerne auf die Tabelle schaute, wo sich doch ein kleines Polster zu Rang fünf gebildet hat. Was der Tabellenvierte vor den „Velberter Wochen“ (TVD, SSVg) auch gut gebrauchen kann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben