Handball

Sechs Sekunden vor dem Ende trifft Tusem Essen zum 33:33

Noah Beyer sicherte dem Tusem in Dresden mit 16 Toren einen Punkt.

Noah Beyer sicherte dem Tusem in Dresden mit 16 Toren einen Punkt.

Foto: Michael Gohl

Dresden.  Der Essener Handball-Zweitligist erwischt in Dresden keinen guten Tag, sichert sich aber mit Glück einen Punkt. Linksaußen Beyer erzielt 16 Tore.

Es sah nicht gut aus für den Tusem. Sollte das die erste Saisonniederlage werden? Dreieinhalb Minuten vor dem Ende war der Dresdner Buschmann durchgebrochen und hatte das 32:29 für den HC Elbflorenz erzielt. „Dass wir dann noch einen Punkt geholt haben, ist wirklich aller Ehren wert. Das war eine brutale Willensleistung“, musste der Essener Trainer Jaron Siewert eingestehen.

Seine Jungs bewiesen Moral, glaubten an sich und behielten einen kühlen Kopf. Und tatsächlich, am Ende reichte eine respektable kämpferische Leistung tatsächlich noch zum Punktgewinn. Justin Müller machte sechs Sekunden vor dem Ende das Tor zum aus Essener Sicht glücklichen 33:33 (19:18).

Ein spannendes und intensives Duell

Es entwickelte sich ein spannendes, ungemein intensives Duell in der Dresdner BallsportArena. Die Gastgeber hatten eine Woche zuvor reichlich Selbstvertrauen getankt, als sie in Lübeck-Schwartau den ersten Auswärtssieg landeten. Und den wollten sie nun natürlich veredeln. Die Handballer von der Margarethenhöhe wiederum hatten eine Serie zu verteidigen: Zum fünften Spieltag traten sie ungeschlagen an.

„Am Anfang hat unsere Abwehr gar nicht schlecht gestanden“, fand Siewert, dafür habe die Offensive nicht so funktioniert. Das Bild ändert sich allerdings mit der Zeit. 33 erzielte Auswärtstore sind absolut okay, 33 Gegentore wiederum sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Wobei auch die beiden Torhüter Frederik Genz und Sebastian Bliß kaum eine Hand an den Ball bekamen. Gleiches konnten am Ende aber auch die Gastgeber beklagen. Die Torhüter auf beiden Seiten erreichten nur miese Quoten.

Tom Skroblien fehlte wegen einer Verletzung am Sprunggelenk

Aus dem Rahmen fiel an diesem Tag Noah Beyer und zwar im positiven Sinn. Der Linksaußen traf und traf. Nach Tempogegenstößen, aus dem Positionsspiel heraus und vom Siebenmeterpunkt. 16 Treffer standen am Ende in der Statistik des 22-Jährigen, sieben davon waren Siebenmeter. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass seine Kollege Tom Skroblien, ebenfalls ein sicherer Vollstrecker, gar nicht erst mit angereist war. Wie lange er mit einer Verletzung am Sprunggelenk ausfallen wird, ist noch offen.

Der Rückraum der Gäste war jedenfalls wenig durchschlagskräftig. Shooter Dennis Szczesny kam mit der offensive Deckung der Ostdeutschen überhaupt nicht zurecht und ging gänzlich leer aus. „Der Gegner hat uns echt vor Aufgaben gestellt, die wir nicht gut gelöst haben“, räumte Siewert ein. „Und wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht.“ Es gab ein paar wenige Chancen, das Spiel zu drehen, doch auch die ließ der Tusem aus. „Wir waren nicht so souverän wie in den Spielen zuvor.“

Tusem nicht so souverän wie in den Spielen zuvor

Aber zum Punkt hat es gereicht und am Freitag ist es der Tusem, der dann am Hallo gegen Konstanz die Favoritenrolle übernehmen muss.

HC Elbflorenz - Tusem 33:33 (19:18). Tusem: Genz, Bliß - Beyer (16/7), J. Ellwanger (4), Akakpo (1), Urios (1), Szczesny, Ridder (1), Müller (3), Firnhaber (3), M. Seidel, Klingler (1), Zechel (3).
Schiedsrichter:
Wienrich/Fedtke. Zuschauer: 1378.
Zeitstrafen:
9/6 - Rot gegen Dumcus (59./ 3x2)/ Rot gegen Beyer (60.), Urios (58./ 3x2).
Siebenmeter: 5/5 - 7/8.
Spielfilm:
2:3 (7.), 5:3 (12.), 8:6 (16.), 11.11 (21.), 16:14 (26.), 19:16 (29.), 19:18 (Hz.) - 24:21 (39.), 25:25 (45.), 29:27 (53.), 32:29 (57.), 32:32 (59.), 33:33 (60.).

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