Schwimmen

SG Essen: Marius Kusch triumphiert bei EM in Glasgow

Einen Traum erfüllt: Marius Kusch von der SG Essen ist Europameister über 100-m-Schmetterling.

Einen Traum erfüllt: Marius Kusch von der SG Essen ist Europameister über 100-m-Schmetterling.

Foto: Ian Rutherford / dpa

Glasgow.  Auch die SG Essen darf jubeln: Bei der Kurzbahn-EM in Glasgow hat Marius Kusch über 100-m-Schmetterling Gold geholt. Das in einer Weltklasse Zeit.

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Marius Kusch von der Startgemeinschaft Essen hat am zweiten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften im schottischen Glasgow ein sportliches Glanzlicht gesetzt. Der 26-jährige Student gewann über 100-m-Schmetterling überraschend den Titel. Und das in der Weltklassezeit von 49,06 Sekunden, die auch Deutscher Rekord bedeutet. Damit war Kusch gut acht Zehntelsekunden schneller als noch im Vorlauf. Vor zwei Jahren hatte der junge Mann bei Kurzbahn-EM in Kopenhagen Bronze über diese Strecke geholt

Mit viel Mut war der Essener, der seit Jahren in den USA trainiert, das Rennen angegangen und stellte eine neue nationale Bestmarke auf. Den zehn Jahre alten, noch zu Zeiten der Hightech-Anzüge geschwommenen Rekord von Steffen Deibler unterbot Kusch um 17 Hundertstel.

Ein Kindheitstraum hat sich erfüllt

„Für mich geht mit diesem Sieg ein Kindheitstraum in Erfüllung. Früher habe ich immer Steffen Deibler zugeschaut und jetzt habe ich es selbst geschafft“, strahlte das Ass der SG Essen nach seinem Triumph. „Ich habe speziell an der Unterwasserphase sehr, sehr hart gearbeitet und das hat sich heute Abend ausgezahlt. Es ist super schön aber es steckt auch viel harte und strukturierte Arbeit dahinter. Ich werde den Dezember jetzt auch komplett durchtrainieren in der Hoffnung, dass dann im Januar auch direkt die Quali klappt für Tokio“

Im Alltime-Ranking ist Kusch nun der sechstschnellste Schwimmer aller Zeiten über 100-m-Schmetterling und der zweitschnellste Europäer. Nur Russlands Evgeny Korotyshkin (48,48) war in Europa bisher schneller.

Als Drittschnellster im Halbfinale für Endlauf qualifiziert

Marius Kusch hatte sich als drittschnellster Schwimmer für das Finale qualifiziert. Schon da war klar, dass ein Podestplatz möglich sein würde. In 50,08 Sekunden qualifizierte er sich für den Endlauf. „Das Ziel für heute war sicher ins Finale zu kommen und das mit einer guten Bahnbelegung, das ist der Fall“, meinte Kusch sachlich und zufrieden. Der Plan ist aufgegangen.

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