Frauenfußball

SGS Essen: Auch Petzelberger geht, Neuzugang Baaß trifft

Markus Högner, Trainer der SGS Essen, mit seinen neuen Spielerinnen (von links) Sophia Thiemann, Antonia Baaß, Beke Sterner, Selina Ostermeier, Carlotta Wamser, Barbara Brecht, Ella Touon Mbenoun, Katharina Piljic, Jill Baijings und Nina Räcke.

Markus Högner, Trainer der SGS Essen, mit seinen neuen Spielerinnen (von links) Sophia Thiemann, Antonia Baaß, Beke Sterner, Selina Ostermeier, Carlotta Wamser, Barbara Brecht, Ella Touon Mbenoun, Katharina Piljic, Jill Baijings und Nina Räcke.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Erstligist SGS Essen bereitet sich nach kurzer Pause auf die kommende Spielzeit vor. Gleich zum Saisonstart könnte eine Wunde aufgerissen werden.

Knapp drei Wochen nach der bitteren Niederlage der SGS Essen im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg (5:7 n. E.) steht fest, dass es gleich zu Saisonbeginn in der Frauenfußball-Bundesliga eine Neuauflage dieses Duells geben wird. Am Freitag, 4. September, wird das Team von Trainer Markus Högner ausgerechnet gegen den Double-Gewinner Wolfsburg die Spielzeit 20/21 eröffnen (siehe Rahmenspielplan Außenspalte).

Die SGS hat nicht nur die Vorbereitungen auf die neue Saison aufgenommen, sondern auch bereits den ersten Test absolviert: Gegen das klassentiefere Team von Borussia Bocholt setzte sich der Essener Erstligist mit 2:0 durch. Und Zugang Antonia Baaß machte ihrem neuen Trikot gleich alle Ehre: Als Nachfolgerin von Lea Schüller trägt sie die „Sieben“ und fügte sich gleich mit einem Doppelpack bestens ein.

Schon ganz gute Ansätze gezeigt

„Wir im Trainerteam haben bereits gute Ansätze gesehen und man kann erkennen, dass wir viele gute Spielerinnen dabei haben“, erklärte SGS-Trainer Markus Högner. Schließlich ist Baaß nicht die einzige Neue im Kader. Es sind aktuell zehn, was für Schönebeck einen gewaltigen Umbruch bedeutet. Fast die halbe Mannschaft wurde ausgetauscht, darunter etliche Stammkräfte wie Lea Schüller, Marina Hegering, Lena Oberdorf, Turid Knaak, Nina Brüggemann und nun auch Ramona Petzelberger (27). Genau wie Knaak stürzt sie sich wohl in ein Auslandsabenteuer, das aber nicht in Spanien liegen soll.

In Essen hätte man gerne mit der Mittelfeldspielerin verlängert und wusste ihre strategischen Fähigkeiten zu schätzen. Allerdings war Petzelberger auch immer wieder von Verletzungen geplagt. In drei Jahren an der Ardelhütte stand sie nur in 24 von 66 möglichen Liga-Spielen auf dem Rasen. Immer wieder machte ihr das Sprunggelenk zu schaffen.

Neu bei der SGS sind bisher ausnahmslos junge Spielerinnen mit Entwicklungspotenzial, aber noch ohne Erstliga-Erfahrung. „Die Hauptaufgabe wird jetzt sein, dass wir uns bei zehn Neuzugängen alle schnell aneinander gewöhnen und dass die Neuen schnell unsere Spielphilosophie kennenlernen“, sagt Högner. Nicht ausgeschlossen ist, dass weitere Zugänge hinzukommen.

Aktuell umfasst der Kader lediglich 20 Feldspielerinnen. Zudem hatte Manager Florian Zeutschler angekündigt, noch mehr Erfahrung in den Kader bringen zu wollen. Die ist auch durch das stille Karriereende der früheren Kapitänin Ina Lehmann verloren gegangen. Bereits in der zurückliegenden Saison kam sie bei der SGS nicht mehr zum Einsatz. Eine komplizierte Verletzung am Sprunggelenk zwang die 30-Jährige letztlich dazu, nach 155 Erstliga-Partien für die Essenerinnen einen Schlussstrich zu ziehen.

„Wir schauen uns weiterhin um“, bekennt Zeutschler. „Aber es muss passen. Wir wollen uns nicht in der Breite verstärken, sondern an Qualität gewinnen.“ Dass es schon bis zur Abreise ins Trainingslager am Sonntag zu einer weiteren Verpflichtung kommt, scheint möglich. In Lastrup (bei Cloppenburg) steht dann vor allem das Teambuilding im Vordergrund. Weitere Testspiele stehen im August gegen Werder Bremen (6.), SC Heerenveen (14.), RSC Anderlecht (22.) und Ajax Amsterdam (28.) an. Zunächst aber spielt die SGS an diesem Mittwoch gegen die eigene U20.

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