Frauenfußball

SGS Essen will gegen Köln Platz in Spitzengruppe festigen

Nationalspielerin Turid Knaak sorgt - wie hier gegen Leverkusen - für ordentlich Wirbel auf der rechten Angriffsseite der SGS.

Nationalspielerin Turid Knaak sorgt - wie hier gegen Leverkusen - für ordentlich Wirbel auf der rechten Angriffsseite der SGS.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Erstligist SGS Essen empfängt am Sonntag den 1. FC Köln. Die Gäste gelten als Abstiegskandidat, doch SGS-Trainer relativiert diese Einschätzung.

So schnell kann es gehen: Als die Bundesliga-Fußballerinnen der SGS Essen vor gerade einmal vier Wochen mit der 0:7-Pleite aus Hoffenheim zurückkehrten, schrillten an der Ardelhütte die Alarmglocken. Das Saisonziel schien in Gefahr, Trainer Markus Högner wollte nichts mehr davon hören, sich als Verfolger der Spitzengruppe aufzuschwingen. Zwei Siege später sieht die Welt in Schönebeck nun aber ganz anders aus. Als Vierter sind die Essenerinnen längst wieder auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe.

Aber auch das ist nur ein Teil der Wahrheit: Einerseits muss die Pleite in Hoffenheim etwas relativiert werden, da die Kraichgauerinnen sich bisher als zweitstärkste Kraft nach dem VfL Wolfsburg präsentieren. Andererseits darf der 7:1-Erfolg über Jena nicht überbewertet werden, ging es doch gegen einen Aufsteiger, der es im Abstiegskampf schwer haben wird. Womöglich wird sich daher erst nach dem kommenden Spieltag zeigen, wohin die Reise der SGS geht. Denn auch am Sonntag (14 Uhr, Hafenstr.) bekommen es die Essenerinnen im 1. FC Köln mit einem Abstiegskandidaten zu tun.

SGS-Trainer Markus Högner sieht Entwicklung in Köln

„Köln wird meiner Meinung nach in diesem Jahr keine Probleme haben, die Klasse zu halten“, meint allerdings Högner. „Sie präsentieren sich viel stabiler als noch vor zwei Jahren und haben sich defensivtaktisch enorm verbessert.“ Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Denn der FC stellt auch die harmloseste Offensive der Liga und kommt bisher erst auf fünf Treffer. Je zwei davon gegen Duisburg (2:1) und Jena (2:2).

Die Favoritenrolle ist der SGS also sicher.„Ich hoffe, dass wir das Selbstvertrauen aus den vergangenen Spielen mitnehmen können“, sagt der Trainer. Vor allem Nationalspielerin Lea Schüller scheint in der Saison angekommen zu sein. Vier Mal traf sie in den zurückliegenden beiden Partien. Vielleicht noch höher zu bewerten, ist aber aktuell die Leistung von Turid Knaak, die auf dem rechten Flügel ordentlich wirbelt. Neben drei Saisontoren glänzt die Nationalspielerin bisher auch immer wieder als Wegbereiterin.

Manjou Wilde hat wieder normal mit der Mannschaft trainiert

Ob Marina Hegering die SGS am Sonntag wieder als Kapitänin anführt, hängt davon ab, ob Högner seine Startelf im Vergleich zur Partie in Jena verändert. Manjou Wilde jedenfalls hat in dieser Woche wieder normal mittrainiert. Mit Irini Ioannidou ist in der Hinrunde wohl nicht mehr zu rechnen. Nach ihrem Kreuzbandriss im Vorjahr musste sie sich noch einmal einem kleinen Eingriff am Knie unterziehen. Dafür wird Ramona Petzelberger (Bänderdehnung) wohl in drei, vier Wochen auf den Platz zurückkehren.

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