Fußball Relegation

SpVgg. Steele mit einem starken Kollektiv zum Erfolg

Der neue Essener Landesligist: SpVgg. Steele bejubelt den Aufstieg.

Der neue Essener Landesligist: SpVgg. Steele bejubelt den Aufstieg.

Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Bezirksliga-Vizemeister SpVgg. Steele belohnt sich für enormen Aufwand mit dem Aufstieg in die Landesliga. Ziele für die Zukunft sind bescheiden.

Es ist vollbracht. Bezirksliga-Vizemeister Spielvereinigung Steele 03/09 hat den Aufstieg in die Landesliga durch einen 2:0-Auswärtssieg bei Victoria Mennrath perfekt gemacht. Zuvor hatten die Essener den TSV Ronsdorf mit 2:1 besiegt und sind somit Gruppensieger.

Steeles Trainer Dirk Möllensiep war zu diesem wichtigen Spiel gerade erst aus Mallorca zurückgekommen, um sein Team bestmöglich auf das entscheidende Spiel in Mönchengladbach vorzubereiten. Und nun das: Um ihn herum tollten seine Jungs und feierten ausgelassen einen Coup. Alle in schwarzen T-Shirts gehüllt mit der Aufschrift: „Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“.

Die Steeler haben sich den Aufstieg verdient

Die Steeler hatten es sich verdient. Sie spielte von Beginn an hochkonzentriert und ging bereits in der siebten Minute durch Angreifer Fynn Strahlendorf in Führung. In der Folgezeit verteidigte die Möllensiep-Elf extrem kompakt und diszipliniert, ließ kaum Torchancen zu gegen keineswegs schlechte Mennrather.

Knapp 20 Minuten vor dem Abpfiff kassierte Mennrath einen Platzverweis. Die Überzahl nutzten die Essener gnadenlos aus und erzielten in Person von Dennis Schröder den Treffer zur Entscheidung (80.). Der Rest war dann Ekstase pur.

Die Steeler feierten zunächst auf der Anlage und fuhren dann geschlossen in eine Essener Kneipe, um den sensationellen Aufstieg in die Landesliga ausgiebig zu würdigen.

Die komplette Saison hat viel Kraft gekostet

Der Trainer reagierte nach dem Erreichen des großen Zieles extrem emotional: „Die komplette Saison hat viel Kraft gekostet, doch wir haben es geschafft, uns für unseren enormen Aufwand zu belohnen.“ Und dann verriet er auch eine entscheidende Zutat des Erfolgsrezepts: „Wir haben uns über die komplette Spielzeit als Einheit präsentiert und waren stets ein unangenehmer Gegner für unsere Konkurrenten. Es gab sicherlich spielerisch stärkere Teams, allerdings waren wir als Kollektiv sehr stark und haben uns den Aufstieg erarbeitet und verdient.“

Dass der Coach erst morgens aus Mallorca zurückgekommen war, störte den 48-Jährigen nicht: „Wir hatten nur die Verwirklichung unseres großen Traumes im Visier. Der Landesliga-Aufstieg ist für den ganzen Verein etwas Besonderes.“

Noch keine Ziele, sondern den Moment genießen

Nun also planen die Steeler die Saison als Landesligist. Eine Zielsetzung will Möllensiep aber noch nicht ausgeben: „Wir genießen jetzt erst einmal den Moment und denken noch nicht an die kommende Spielzeit.“ Aber dann blickt er doch etwas voraus: „Besonders freue ich mich auf die zwei Duelle mit dem VfB Frohnhausen, da ich mit ihrem Trainer Issam Said gut befreundet bin. Da erwarten wir spannende und umkämpfte Partien.“

Die Frohnhauser mussten übrigens in der Relegation vier Anläufe nehmen, bis es mit dem Sprung in die Landesliga klappte.

Selbstverständlich wird der Klassenerhalt Priorität für die Spielvereinigung haben. Und es könnte klappen, vorausgesetzt, die Steeler präsentieren sich auch in der neuen Umgebung als eine solch geschlossen Einheit wie in der abgelaufenen Saison.

SC Victoria Mennrath – Steele 03/09 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Strahlendorf (7.), 0:2 Schröder (80.). Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Simon Littges (Mennrath, 68., Foulspiel).

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