Handball 2. Bundesliga

Tusem Essen behält die Nerven und feiert

Acht Treffer erzielte Noah Beyer (l.) im Auswärtsspiel beim TV Emsdetten. Damit  war der Essener der erfolgreichste Torschütze am Freitagabend. 

Foto: Biene Hagel

Acht Treffer erzielte Noah Beyer (l.) im Auswärtsspiel beim TV Emsdetten. Damit war der Essener der erfolgreichste Torschütze am Freitagabend.  Foto: Biene Hagel

Emsdetten.   Am Freitagabend bringen die Essener ihre Führung auch auswärts über die Zeit und gewinnen beim TV Emsdetten mit 29:27 (12:14).

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Am Freitagabend bringen die Essener ihre Führung auch auswärts über die Zeit und gewinnen beim TV Emsdetten mit 29:27 (12:14).

TV Emsdetten -
Tusem Essen 27:29 (14:12)

TVE: Ferjan, Madert; Krings (7), Franke (2), Terhaer (1), Hübner, Kolk, Steffen, Dräger (3), Holzner (4/3), Wesseling, Adams (5), Kropp (2).

Tusem: Bliß, Mangold; Beyer (8/6), J. Ellwanger, Hegemann, L. Ellwanger, Roosna, Wöss (4), Kintrup (4), Szczesny (6), Käsler, Ridder (3), Müller (2), Seidel, Skroblien (1), Zechel (1).

Siebenmeter: 7/5 – 7/6.
Zeitstrafen: 6 (Disqaulifikation gegen Dräger, 59.) – 5.

Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin).

Zuschauer: 1670.

„Spielfilm“: 2:2 (5.), 3:5 (11.), 6:6 (17.), 11:8 (23.), 13:11 (30.) – 15:16 (35.), 19:19 (40.), 21:23 (45.), 21:27 (51.), 27:28 (59.), 27:29 (60.).

Diese Schlussphase war mal wieder nichts für schwache Nerven. Der Tusem Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga am Freitagabend den nächsten Sieg eingefahren und mit einem 29:27 (12:14)-Erfolg dem TV Emsdetten die ersten Heimniederlage der Saison beigebracht. Für die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert war es zugleich der erste Zweier in der Fremde und damit verbunden wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Essener waren sich im Vorfeld der schwierigen Aufgabe bewusst. Dennoch fuhr der Tusem mit Selbstvertrauen ins Münsterland und rechnete sich durchaus Chancen aus. Und tatsächlich: Von Beginn an agierten die Gäste mutig und konzentriert. Die Abwehr hielt in vielen Situationen dicht und in der Offensive blieben zunächst wenige Chancen auf der Strecke. Emsdetten dagegen erlaubte sich hin und wieder Fehler, kam dann aber besser in die Begegnung. So reichte es noch vor der Pause zu einer knappen Führung, auch weil ein starker Merten Krings immer wieder gefährlich vor dem Tusem-Tor auftauchte.

Eine emotionale Begegnung

Die zweite Halbzeit versprach eine offene Partie auf Augenhöhe zu werden. Es wurde spannend. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet waren hellwach und investierten viel. Das wurde schnell belohnt, denn die Führung kippte wieder zugunsten der Essener. Es war eine umkämpfte und über weite Strecken emotionale Begegnung, in der sich beide Mannschaften keine Fehler leisten wollten. Doch die Hausherren erwischten plötzlich eine schwache Phase, scheiterten immer wieder an der gegnerischen Abwehr oder am gut aufgelegten Tusem-Torwart Moritz Mangold. Die Mannschaft von der Margarethenhöhe nutzte dieses Momentum aus und setzte sich auf sechs Tore ab. Auch dank eines treffsicheren Michael Kintrup, der nach überstandenen Verletzungen eine gute Partie ablieferte.

Eine Vorentscheidung? Könnte man meinen. Allerdings hat der Tusem schon des Öfteren leidvoll erfahren müssen, dass auch komfortable Führungen nicht zwingend zum Sieg reichen müssen. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf geriet das Siewert-Team tatsächlich noch einmal ins Schwimmen. Der TV Emsdetten kam mit der Unterstützung seiner Fans in der gut gefüllten Ems-Halle zurück und bis auf einen Treffer heran. Doch diesmal behielt der Tusem die Nerven und Emsdetten leistete sich im Trubel der aufregenden Schlussphase den einen oder anderen Ausrutscher und die ein oder andere Zeitstrafe zu viel. Letztendlich lieferten Justin Müller und Noah Beyer die zwei wichtigen Treffer zum Auswärtssieg bei.

Am Sonntag kommt Nordhorn-Lingen zum Hallo

Durchatmen bei den Essenern, die damit zwei weitere Punkte im Abstiegskampf und noch mehr Selbstvertrauen gesammelt haben. Die Ausgangslage vor dem kommenden Heimspiel an diesem Sonntag gegen die HSG Nordhorn-Lingen (17 Uhr, Am Hallo) ist mit dem Sieg im Rücken wohl ein ganzes Stück entspannter.

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