Handball-2. Bundesliga

Tusem wird hart rangenommen

Konzentration und Bündelung der Kräfte ist gefragt: Tusem-Trainer Jaron Siewert (2. von rechts) muss seine Spieler auf einen harten Doppelspieltag vorbereiten.

Foto: Michael Gohl

Konzentration und Bündelung der Kräfte ist gefragt: Tusem-Trainer Jaron Siewert (2. von rechts) muss seine Spieler auf einen harten Doppelspieltag vorbereiten. Foto: Michael Gohl

Am Doppelspieltag müssen die Essener zum heimstarken TV Emsdetten, ehe am Sonntag die HSG Nordhorn-Lingen kommt.

Von einem entspannten Wochenende und Erholung kann keine Rede sein. Zumindest nicht für die Handballer vom Tusem, die zwischen Freitag und Sonntag gleich doppelt in der 2. Bundesliga ranmüssen. Mit dem TV Emsdetten und HSG Nordhorn-Lingen warten zwei starke Gegner, die nach den Aufstiegsplätzen schielen. Für den Tabellen-14. aus Essen stehen damit zwei große Herausforderungen an.

Vor dem Duell in Emsdetten (Freitag, 19.30 Uhr, Emshalle) wagt kein Essener so gerne den Blick auf die Heimtabelle. Die Münsterländer haben bislang jedes ihrer Heimspiele in dieser Saison gewonnen – zum Teil auch mehr als souverän. Das bekam zuletzt die HSG Konstanz bei ihrer 26:31-Niederlage zu spüren, und auch die Rimpar Wölfe wurden beim 35:29 für den TVE gezähmt. „Wir brauchen nicht drumherum zu reden: Emsdetten ist sehr gut gestartet und hat sich noch keine Ausrutscher geleistet. Das wird nicht einfach“, sagt Tusem-Trainer Jaron Siewert. Vor allem die Rückraum-Kreis-Achse sei eine Stärke des kommenden Gegners, die die Essener mit einer erneut konsequenten Abwehrleistung in den Griff bekommen wollen.

Mit viel Tempo in der Offensive

Beim Sieg gegen Saarlouis hat das bereits funktioniert, nun will der Tusem darauf aufbauen. „Das war ein Schritt nach vorne. Gegen Emsdetten müssen wir wieder unsere eigenen Stärken einbringen. Und das ist eine starke und variable Abwehr mit viel Tempo in der Offensive. Da haben wir zuletzt ganz gute Lösungen gefunden“, meint Siewert, der auf einen gut gefüllten Kader zurückgreifen kann. Lediglich Luca Witzke droht auszufallen, da er wegen eines Seminars zuletzt nicht trainieren konnte.

Der klare Heimerfolg gegen Saarlouis (29:19) könne und werde jedenfalls Selbstvertrauen geben, da ist man sich auf der Margarethenhöhe sicher. Zudem erinnert sich der Trainer gerne an das Auswärtsspiel in Coburg, wo man immerhin ein 25:25 erzielen konnte und eine starke Leistung auf fremdem Parkett hinlegte. Allerdings dürfte die bittere Niederlage in Hagen ebenfalls noch irgendwo in den Köpfen herumschwirren.

In Emsdetten spielen mit André Kropp und Georg Pöhle gleich zwei ehemalige Essener, wobei Letzterer allerdings wegen eines Mittelfußbruches wohl fehlen wird.

Treffen der Seidel-Brüder

Apropos Ehemalige: Am kommenden Sonntag wird ebenfalls ein Spieler der jüngeren Tusem-Vergangenheit gegen seinen Ex-Klub antreten. Lasse Seidel kommt zum Bruderduell gegen Essens Malte in die Sporthalle „Am Hallo“ nach Stoppenberg (Anwurf 17 Uhr) und will mit der HSG Nordhorn-Lingen auch dort in der Erfolgsspur bleiben. Wobei die HSG zuletzt ins Schlittern geriet. Die vergangenen beiden Auswärtsspiele gingen verloren. „Gegen Nordhorn wollen wir natürlich unsere Serie von drei ungeschlagenen Heimspielen ausbauen“, betont Jaron Siewert.

Von seiner Mannschaft erwartet der Trainer auch an diesem Wochenende die richtige Einstellung, in erster Linie Emotionen und Kampfbereitschaft. „Wir wollen unsere guten Leistungen weiter mit Punkten untermauern.“

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