Kanurennsport

Weltcup-Auftakt für das KG Essen-Quartett in Posen

Starker Auftritt von Tobias-Pascal Schultz auf der ersten Verbandssichtung.

Starker Auftritt von Tobias-Pascal Schultz auf der ersten Verbandssichtung.

Foto: Ute Freise/FFS

Posen.   Nach den nationalen Sichtungen geht es nun zum Weltcup-Auftakt ins polnische Posen. Von der KGE sind Hoff, Rendschmidt, Schulz und Arft dabei.

Die nationalen Sichtungen des Deutschen Kanu-Verbandes sind gelaufen. Nun geht es in die nächste Runde, die internationalen Qualifikationen im Hinblick auf eine WM-Teilnahme im August in Szeged/Ungarn folgen. Und da steht an diesem Wochenende zunächst der erste Weltcup in Posen/Polen auf dem Programm, bevor nur eine Woche später beim Weltcup in Duisburg die zweite und letzte internationale Hürde genommen werden muss. Ein hartes Programm für die deutschen und auch Essener Kanuten.

Und dabei steht diese Saison unter besonderen Vorzeichen. Auch wenn noch früh im Jahr, schweben doch schon jetzt die Olympischen Ringe über dem Wasser, geht es bei den Weltmeisterschaften im August in Szeged doch um die sogenannten Quotenplätze, d.h. Startplätze für Olympia. Jeder möchte seinen Beitrag dazu leisten, dem Verband erst einmal die optimale Anzahl an Olympia-Startplätzen zu sichern – und sich natürlich auch persönlich zu empfehlen für eine Qualifikation 2020.

Eine olympische Disziplin bei der WM ist das Ziel

Um somit bei der WM in einer olympischen Disziplin zum Einsatz zu kommen, ist nun erst einmal das vorrangige Ziel. Und der Weg dahin führt eben über die beiden anstehenden Weltcups. Aufgrund ihrer starken Sichtungsleistungen stehen gleich vier KGE-Kanuten für Posen im Aufgebot. Neben den drei Kajak-Herren Max Hoff, Max Rendschmidt und Tobias-Pascal Schultz auch im Damen-Team Caroline Arft. Die volle Konzentration liegt seitens des Verbandes im Hinblick auf die WM auf den olympischen Strecken und führte zu der Entscheidung, dass es für keinen Aktiven nach dem Einsatz auf einer olympischen Strecke zu einem weiteren Doppelstart kommen soll.

Und so geht Max Rendschmidt ambitioniert als Schlagmann allein im 500m-Viererkajak mit Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) an den Start. Ein Boot, das schon für viel Furore sorgte und im Vorjahr Weltmeister werden konnte. Ergebnisse, an die man nun anknüpfen möchte.

Etwas anders gestaltet sich dann die Lage für Max Hoff. Sein Vorjahres-WM-Gold-Partner Marcus Groß (Berlin) ist nach krankheitsbedingtem Ausfall auf der zweiten Sichtung noch nicht wieder richtig fit, so dass Hoff nun mit Jacob Schopf (Berlin) im 1000m-Zweier ins Rennen geht. Das erst 19-jährigen Berliner Talent konnte die zweite Sichtung für sich entscheiden. Da darf man auf dem Malta-See von Posen gespannt sein, wie sich dieses neu zusammengesetzte Duo international behaupten kann.

Nur eine Woche später beim Weltcup in Duisburg könnte es dann zu einem Vergleich von Max Hoff mit Marcus Groß und Jacob Schopf und einem anderen Verbandspartner kommen. Da ist Spannung mehr als vorprogrammiert. In diese Zweier-Entscheidungen eingreifen möchte auch Tobias-Pascal Schultz, der bei den nationalen Sichtungen mehr als positiv überraschen konnte und von KGE-Trainer Robert Berger als der Shooting-Star bezeichnet wurde. Er geht in Posen ebenfalls im 1000m-Zweier mit dem Potsdamer Felix Frank ins Rennen und fordert somit auch Hoff-Schopf heraus.

Caroline Arft geht im Viererkajak ins Rennen

Gut, dass Caroline Arft auf der zweiten Sichtung das 200m-Einerfinale für sich entscheiden konnte. Damit hatte sie sich wichtige Punkte gesichert und für die A-Nationalmannschaft qualifiziert. Und in der Vorbereitung gelang ihr nun der nächste wichtige Schritt: sie entschied ein Ausscheidungsrennen gegen die beiden Potsdamerinnen Conny Waßmuth und Tabea Medert für sich und geht nun in Posen für die erkrankte Dresdenerin Steffi Kriegerstein im 500m-Viererkajak ins Rennen. Eine wichtige Chance, die „Caro“ Arft ergriffen hat und mit der sie sich für weitere Aufgaben empfehlen kann.

Am Ende des Weltcups wird voraussichtlich noch einmal Max Hoff ins Rennen gehen: auf seiner erklärten Lieblingsstrecke über 5000m. Dann, wenn der 1000m-Zweierkajak schon gelaufen ist. „An Spannung wird es somit definitiv nicht fehlen an diesem Wochenende“. So sieht es Robert Berger, Trainer am Essener Bundesstützpunkt, der in Polen vor Ort sein wird, um die Aktiven zu unterstützen. Dazu zählen neben den Aktiven der KGE auch der Oberhausener Lukas Reuschenbach, der am Stützpunkt trainiert und im 500m-Einer ins Weltcup-Rennen geht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben