Handball-Vorbereitung

Zweitligist Tusem Essen hat Arbeit wieder aufgenommen

Erstes Training: Noah Beyer und Lucas Firnhaber vom Handball-Zweitligisten Tusem Essen.

Erstes Training: Noah Beyer und Lucas Firnhaber vom Handball-Zweitligisten Tusem Essen.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Tusem Essen startet mit der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison. Die Handballer von der Margarethenhöhe haben sich viel vorgenommen.

Mehr Passgenauigkeit war das Erste, was Jaron Siewert von seinen Spielern forderte. Zum ersten Training im Rahmen der Saison-Vorbereitung bat der Trainer des Handball-Zweitligisten Tusem Essen seine Jungs zum halbwegs lockeren Aufgalopp nach Kupferdreh - mit Passübungen und ersten Torabschlüssen. Wohlwissend, dass es natürlich nicht nur die Passgenauigkeit ist, die sich in den kommenden Wochen verbessern muss.

In den nächsten Wochen groß physische und mentale Belastung

„Die erste Woche wird von einigen Tests und der Ballgewöhnung geprägt sein“, gibt Siewert einen Einblick in die Trainingsplanung, „aber die nächsten Wochen werden schon sehr physisch und mentale Belastung sein.“ Fünf Wochen hat der Chefcoach Zeit, seine Mannschaft auf das erste Pflichtspiel einzustellen, dann geht es in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den Drittligisten 1. VfL Potsdam. Das erste Training in Kupferdreh war somit der erste Schritt auf einem langen Weg, der mit Sicherheit nicht zwingend einfach zu begehen sein dürfte.

In Kreisläufer Rolando Urios Gonzáles (1. VfL Potsdam) und Torhüter Fredrik Genz (Füchse Berlin 2) werden lediglich zwei neue Spieler in das System eingebunden, sodass die Essener mit einer eingespielten Mannschaft in die neue Saison starten können.

Talente werden an den Männerbereich herangeführt

Darüber hinaus werden die beiden Neulinge der Tusem A-Jugend, Rückraumspieler Laurenz Kluth und Torhüter Nils Conrad (beide HC Rhein Vikings) die Vorbereitungsphase bei den Profis bestreiten. Die beiden Nachwuchstalente sollen im Laufe des Jahres an den Männerbereich herangeführt werden und gleichzeitig Spielpraxis in der A-Jugend sowie in der 2. Mannschaft sammeln.

Die Mannschaft von der Margarethenhöhe hat sich große Ziele gesetzt, will deutlich besser abschneiden, als Rang sechs der Vorsaison. „Wir wollen wieder den nächsten Schritt machen“, sagt Jaron Siewert, „wir wollen uns weiterentwickeln. Sowohl was das Spielerische, als auch das Mentale angeht. Am Ende soll für uns auch nach oben hin etwas möglich sein.“

Das Ziel, an die Tür zur 1. Bundesliga zu klopfen

Geht es nach den Verantwortlichen, darf der Tusem in der neuen Spielzeit gerne an die Tür zur 1. Bundesliga anklopfen. Doch um das zu erreichen, müssen viele Hindernissen und Hürden, die auf die Essener warten, überwunden werden. Die allererste in der Saison könnte gleich ein Stolperstein werden, denn es geht im Traditionsduell gegen den prominenten Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach, der ausgerechnet gegen den Tusem sein erstes Zweitligaspiel seit der Einführung der Bundesliga 1966 bestreiten wird. „So ein Spiel direkt zu Saisonbeginn ist für die zweite Liga schön, auch für uns gut und wir freuen uns darauf“, sagt Siewert, der mit seiner Mannschaft in der Vergangenheit schon öfter zu Testspielen nach Gummersbach gefahren war.

Um für diese spannende und schwierige Aufgabe gerüstet zu sein, gilt es nun eine erneut schlagkräftige Mannschaft zu formen. Eine, die im Angriff weiterhin wie in der Vorsaison torgefährlich und hungrig ist, und eine, die in der Abwehr stabiler ist und konsequenter zupackt. Dort hatte der Tusem in der vergangenen Saison, inklusive der Torhüterleistungen, teils arge Probleme. Mit konstanteren Leistungen wäre deutlich mehr als Platz sechs in der Endabrechnung möglich gewesen.

Trainer Siewert hofft auf mehr Konstanz als in der Vorsaison

„Es ist immer schwierig, im dritten Jahr in Folge zu sagen, dass die Mannschaft noch besser aufgestellt ist. Aber ich denke, dass wir in der vergangenen Saison bereits einen guten Job gemacht haben und der Kader nicht schlechter geworden ist“, betont Jaron Siewert. Der Trainer hoffe auf mehr Konstanz und darauf, auf das Niveau der vergangenen Spielzeit aufbauen zu können.

Der Tusem Essen startete somit in eine ambitionierte Vorbereitung auf eine ebenfalls ambitionierte Saison in der 2. Handball-Bundesliga. Dass es sich lohnt, große Ziele zu setzen, hat das vergangene Jahr eindrucksvoll bewiesen, denn die Jungs von der Margarethenhöhe starteten mit sieben Siegen aus den ersten acht Partien.

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