Volleyball

Zweitligist VV Humann braucht noch Zeit für die Abstimmung

Brar Ketelsen wurde in Mondorf gleich auf drei Positionen eingesetzt.

Brar Ketelsen wurde in Mondorf gleich auf drei Positionen eingesetzt.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Der Essener Volleyball-Zweitligist VV Humann hat einen Aderlass zu verkraften. Humänner starteten mit 1:3-Niederlage beim Aufsteiger Mondorf.

Die Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga hat begonnen, doch der Liga-Alltag wird sich für den VV Humann erst einmal dahinschleppen. „Eigentlich beginnt für uns die Liga erst richtig im November“, sagt VVH-Trainer Jens Bräkling. „Und darüber bin ich auch ganz und gar nicht traurig.“ Nur zwei Spiele tragen die Humänner bis Mitte November aus, also bleibt ihnen noch Zeit, sich zu finden und abzustimmen. Der personelle Aderlass im Sommer war erheblich, weshalb man diese Zeit auch benötigt, wie der Start beim Aufsteiger TuS Mondorf zeigte. Den haben die etablierten Essener mit einer 1:3 (17:25, 23:25, 25:22, 23:25)-Niederlage in den Sand gesetzt.

Vier wichtige Spieler sind nicht mehr dabei. Außenangreifer Laurin Hußmann ist beruflich in Hamburg gebunden und wird auch nicht mehr aushelfen. Tim Hütte (Mittelblocker) hatte schon in der Vorsaison ständig Probleme mit Schulter und Knie; er wird erst einmal kürzer treten. Thies Ketelsen (Mittelblocker) konzentriert sich auf Familie und Beruf, Niko Meyer (Außenangriff) hat sich dem Beach-Volleyball verschrieben. Außerdem ist Co-Trainer Peter Bach nicht mehr dabei, der es zeitlich einfach nicht mehr schafft.

Zwei Youngster aus dem eigenen Nachwuchs

Zum Glück kennen sie in der Wolfskuhle keine Nachwuchsprobleme. Der athletische und mit zwei Metern groß gewachsene Constantin Jux (Mittelblocker) sowie Sebastian Schön (Annahme, Libero) sind aus der Jugend nachgerückt, für Bach hält Josha Westkamp (Manager/Co-Trainer) seinem Cheftrainer den Rücken frei. Felix Quecke ist wieder zurück. Der 28-Jährige ist für die Regionalliga-Mannschaft vorgesehen, half aber in Mondorf spontan aus und wurde gleich zum wertvollsten Spieler seines Teams gekürt.

Schwache Annahme im ersten Satz

Gegen die Rheinländer musste sich das Team von Trainer Bräkling nach langer, schwieriger Vorbereitung erstmals beweisen. Und das ohne Hauptangreifer Jan Holthausen und Joris Köfler. Mit einer schwachen Annahme im ersten Satz machten es sich die Humänner zunächst selbst schwer. Doch sie kämpften sich ins Spiel. Satz zwei ging noch knapp an die Gastgeber, aber mit Hilfe der Routiniers Lukas Hußmann und David Wiesche wurden die Gäste stabiler und verkürzten nach Sätzen auf auf 1:2.

Bräkling musste allerdings immer wieder improvisieren, Brar Ketelsen entpuppte sich dabei mit Einsätzen auf Annahme-Außen, Diagonal und Zuspiel als Allzweckwaffe. Die Mondorfer wirkten allerdings insgesamt konsequenter und entschlossener und holten verdient die ersten Punkte. „Mondorf hat das gut gemacht“, lobte auch Bräkling. Die Youngster Jux und Schön gaben einen guten Einstand.

Heimspiele trägt VV Humann am Hallo aus

Am kommenden Sonntag spielt Humann das Viertelfinale im WVV-Pokal (17 Uhr) beim VC Minden. Eine Woche später geht es zum Liga-Favoriten CV Mitteldeutschland und Mitte Oktober (13. Oktober) ist am Hallo Heimpremiere gegen Kiel. Zumindest das Hallenproblem hat Humann gelöst. „Es war ein harter Kampf, aber es hat sich gelohnt“, sagt Bräkling. Weil die Wolfskuhle saniert wird (Ende offen), werden die Humänner alle Heimspiele am Hallo austragen. Und zwei Trainingseinheiten pro Woche haben sie dort auch bekommen. Zur Vorbereitung auf den November, wenn’s richtig los geht.

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