FC Schalke 04

Als Kutucu das Schalke-Trikot Hamit Altintops mit Ahmed trug

Es war am 8. Februar, als Ahmed Kutucu den FC Schalke 04 gegen den SC Paderborn 07 mit 1:0 in Führung brachte. Am Ende hieß es 1:1.

Es war am 8. Februar, als Ahmed Kutucu den FC Schalke 04 gegen den SC Paderborn 07 mit 1:0 in Führung brachte. Am Ende hieß es 1:1.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Gelsenkirchen.  Schalke-Stürmer Ahmed Kutucu (20) hat mit dem Hashtag #DasWarenZeiten für Begeisterung gesorgt. Er schwärmt vom Uefa-Cup-Triumph 1997 in Mailand.

Ahmed Kutucu hat zuletzt mit seiner Serie #DasWarenZeiten auf seinem Instagram-Account ganz gewiss mehr Begeisterung ausgelöst als die Mannschaft des FC Schalke 04 vor dem Bundesliga-Stopp wegen der Coronavirus-Krise. Zuletzt waren es sechs Spiele in Folge ohne Sieg. Auf dem Account finden sich Foto-Montagen mit dem Hashtag #DasWarenZeiten, die Ahmed Kutucu alle als Spieler in Schalke-Teams aus der Vergangenheit zeigen und die er selbst am Bildschirm erstellt hat.

„Das war ein spontaner Einfall“, sagt der 20-jährige Schalker Stürmer im Interview auf schalke04.de. „Da die vergangenen Tage für uns alle nicht ganz einfach waren, wollte ich mit ein paar Bildern aus der Vergangenheit des FC Schalke 04 für positive Momente im Alltag sorgen. Dabei entstand die Idee, selbst Teil der Fotos zu werden. Ich bin aber ehrlich: Bei der Umsetzung musste ich mir etwas Hilfe holen, da meine Photoshop-Kenntnisse noch steigerungsfähig sind. Die Ideen kamen aber ausnahmslos von mir selbst.“

#DasWarenZeiten: Viele Fans freuen sich über etwas Abwechslung

Die Reaktionen der Schalker Anhänger, vor allem auch in den sozialen Medien, waren überwältigend. „Viele Fans haben sich über etwas Abwechslung gefreut. Und ich bin froh, dass ich sie zum Lachen bringen konnte“, erzählt Ahmed Kutucu und macht kein Geheimnis daraus, welches dieser vielen schönen Ereignisse er am liebsten live auf dem Platz erlebt hätte.

„Ganz klar den Uefa-Cup-Triumph in Mailand“, betont der Gelsenkirchener. „Wer das hautnah miterlebt hat, wird das sein Leben lang nicht mehr vergessen. Und das gilt auch für alle anderen (lacht). Schließlich war ich 1997 noch nicht einmal geboren. Trotzdem sind die Spieler aus jener Zeit absolute Helden für mich. Die Eurofighter haben mit diesem Titel Geschichte geschrieben.“ Und er schmunzelt, als er sagt: „Wobei: DFB-Pokalsieger oder ein Naldo 2.0, das hätte auch was.“

Das erste Schalke-Trikot 2006, das von Hamit Altintop

Apropos Vergangenheit: Es war 2006, als Ahmed Kutucu erstmals eine Kluft seines Lieblingsklubs erhalten hat – ein Geschenk. „Da habe ich das damalige Auswärtstrikot, das weiß und hellblau war, mit der Rückennummer 6 bekommen“, erzählt Ahmed Kutucu. „Die 6 hat damals Hamit Altintop getragen. Auf meinem Trikot stand allerdings nicht Hamit, sondern Ahmed.“

Kennengelernt hat er den ebenfalls in Gelsenkirchen geborenen Hamit Altintop, der nach seiner letzten Bundesliga-Station beim SV Darmstadt 98 im Januar 2018 in die Türkei gezogen und dort seit Sommer 2019 Mitglied im Vorstand des türkischen Fußballverbandes ist, bislang jedoch nicht. „Aber ich hoffe, dass sich irgendwann einmal die Möglichkeit ergibt“, sagt Ahmed Kutucu. „Denn als kleiner Junge war Hamit Altintop mein großes Vorbild.“

Ahmed Kutucu zum Coronavirus: „Diese Regelungen sind sinnvoll“

Und wenn Ahmed Kutucu nicht gerade auf Instagram unterwegs ist oder trainieren muss, wird es ihm hin und wieder in diesen Zeiten des Coronavirus auch schon mal ein bisschen langweilig.

„Die Tage sind tatsächlich sehr lang, wenn man die Wohnung nicht verlässt“, sagt Schalkes Nummer 15. „Aber diese Regelungen sind sinnvoll, also halte ich mich auch daran. Ich zocke häufiger an der Play-Station und spiele Fifa gegen meinen besten Kumpel. Ansonsten chille ich viel und ruhe mich aus.“ (AHa)

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben