Neue Fußball-Regeln

Amateur-Schiedsrichter müssen das nun richtig umsetzen

Trainer, die ihrer Vorbildrolle nicht gerecht werden, drohen seit dem 1. Juli Rote Karten.

Trainer, die ihrer Vorbildrolle nicht gerecht werden, drohen seit dem 1. Juli Rote Karten.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Seit einer Woche spielen die Amateur-Fußballer wieder um Punkte. Sie müssen sich aber noch an neue Regeln gewöhnen, die seit dem 1. Juli gelten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das sagen Schiedsrichter, Vorsitzende, Trainer und Spieler:

„Ich halte viele der neuen Regeln für absolut sinnvoll. Eine ganze Reihe an Änderungen sorgt einfach nur dafür, das Spiel schneller zu machen. Lange Behandlungspausen verletzter Spieler wird es nicht mehr geben. Verletzte und ausgewechselte Spieler müssen auf dem kürzesten Weg das Spielfeld verlassen. Endlich ist auch eine Grundsatzentscheidung gefällt worden: Ein Tor mit Berührung der Hand zählt in keinem Fall. Das ist ein weiterer Schritt Richtung Klarheit.“

Ulrich Sabellek, Kreisschiedsrichterausschuss

„Die Regeln erfüllen nicht nur ihren Zweck, sondern sind ein richtiger und wichtiger Schritt. Dass ein Spieler, der ausgewechselt wird, direkt an der nächsten Begrenzungslinie raus muss, macht das Spiel generell schneller. Strafen gegen Offizielle sind ebenfalls positiv, da diese oft unnötige Hitze ins Spiel selber bringen. Gute, theoretische Regeln sind das eine. Nun wird es auch es darauf ankommen, dass die Schiedsrichter das auch in die Praxis umzusetzen.“

Christian Fischer, Vorsitzender des Fußballkreises 12

„Für mich persönlich ist das mit der Auswechselung auf dem kürzesten Weg schon okay. Alles andere ist jetzt von schlauen Menschen so entschieden worden. Wir werden sehen, ob es auch Früchte trägt. Wichtig ist, dass unsere Schiedsrichter das auch richtig umsetzen. Ich hoffe nur, dass durch die vielen Änderungen der Fußball nicht irgendwann kaputt gemacht wird.“

Rainer Konietzka, Vorsitzender des SV Hessler 06

„Ich bin mit den neuen Regeln größtenteils einverstanden. Ich finde es gut, das bei Auswechselungen der Spieler den kürzesten Weg nehmen muss. Damit macht man das Spiel schneller. Bei einem klaren Spielstand allerdings werden die Spieler es auch weiterhin langsam angehen lassen. Gut finde ich auch, dass man den Ball beim Abstoß im eigenen Sechzehner annehmen kann. Da wird es weniger lange Bälle geben. Albern finde ich aber die Gelbe Karte für Trainer.“

Sebastian Scheiwe, Kapitän des A-Kreisligisten VfL Resse 08

„Die neue Freistoßregel macht Sinn, die anderen Regeln sehe ich eher kritisch. Es ist doch weiterhin alles Auslegungssache vom Schiedsrichter. Der Ball ist im Spiel, sobald er vom Torwart berührt wurde. Doch wann wurde er berührt? Wenn ich mir als Torwart den Ball hinlege und Anlauf nehme? Und auch mich wird man nicht ändern können. Da werde ich wohl einige gelbe Karten bekommen. Ich finde, man sollte eher die Strafen für Schläge und Beleidigungen erhöhen.“

Karl Englich, Trainer SV Zweckel II, früher SpVgg Middelich-Resse

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben