Volleyball

Auftaktniederlage hat TCG „den Motivations-Stöpsel gezogen“

Ist trotz misslungener Relegation stolz auf seine Mannschaft: Gerd Hemforth, Trainer der Gelsenkirchener Volleyballerinnen, will in der nächsten Saison mit seinem Team wieder oben mitspielen.

Ist trotz misslungener Relegation stolz auf seine Mannschaft: Gerd Hemforth, Trainer der Gelsenkirchener Volleyballerinnen, will in der nächsten Saison mit seinem Team wieder oben mitspielen.

Foto: Heinrich Jung

Gelsenkirchen.   Nach den Pleiten gegen Hürth und Aachen verpassen die TCG-Frauen den Oberliga-Aufstieg. Knackpunkt liegt für Coach Gerd Hemforth im ersten Spiel.

Der große Traum vom Aufstieg in die Oberliga ist für die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen geplatzt. Nach der Auftaktniederlage gegen den TVA Hürth hatte das Team von Trainer Gerd Hemforth auch gegen Aachen den Kürzeren gezogen. Ein Gespräch über Nervosität, zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen und die Zukunft der Mannschaft.

Herr Hemforth, jetzt sind ein paar Tage nach der missglückten Relegation vergangen. Wie enttäuscht sind Sie und ist Ihre Mannschaft noch?

Hemforth: Der Sport lebt ja von Emotionen, von Siegen und Niederlagen. Klar, waren wir am Anfang gefrustet, aber sowohl die Spielerinnen als auch ich haben ja schon so einige Situationen im Sport erlebt. Erfolge und Misserfolge. Und man muss auch dem Gegner Respekt zollen, wenn er besser war.

Gegen Aachen war die Niederlage mit 1:3 ja noch eindeutiger. Hat die Motivation gefehlt?

Nach der knappen Niederlage am Freitag waren die Mädels richtig enttäuscht. Das hat uns einfach den Motivations-Stöpsel gezogen. Im ersten Satz gegen Aachen haben sie sich noch gut präsentiert, aber allen war eigentlich klar, dass der Aufstieg schon nicht mehr zu schaffen ist. Und das hat sich auch im Spiel bemerkbar gemacht. Es hat dann auch eine geistige Müdigkeit eingesetzt und am Ende ging gar nichts mehr. Aber einen Vorwurf kann ich meinen Mädels nicht machen.

Welche Situation war der Knackpunkt dieser Relegation?

Ganz klar die letzten vier Punkte im fünften Satz gegen Hürth. Als wir schon zwei Matchbälle hatten und Hürth unfassbar viel Glück. Mit einem Netzroller, einer halb missglückten Ballannahme und dann noch einer strittigen Schiedsrichterentscheidung. Da kam einfach alles zusammen. Von 14:12 auf 14:16. Das hat uns den Zahl gezogen.

Wie haben Sie die strittige Schiedsrichterentscheidung beim Matchball für Ihr Team erlebt?

Als das Spiel lief, konnte ich die Entscheidung nicht nachvollziehen. Hinterher habe mir die Partie noch einmal auf Video angeschaut und kann sie jetzt noch weniger nachvollziehen. Es ging um einen Pass einer Hinterfeld-Spielerin, der von den Schiedsrichtern als Angriff gewertet wurde. Die Hürtherinnen hatten, zu unrecht, mit ihrem Block übers Netz gegriffen und den Ball berührt. Eine etwas kritische Situation, keine Frage. Aber, dann kann man den Punkt wiederholen lassen, wenn man sich nicht sicher ist. Vor allem bei einem so entscheidenden Spielstand.

Ihre Mannschaft bleibt also in der Verbandsliga, wie sieht es mit dem Kader aus?

Bis auf kleine Veränderungen bleibt die Mannschaft so, wie sie ist. Vielleicht werden wir noch von ein oder zwei neuen Spielerinnen unterstützt. Leider verlässt uns Zuspielerin Sabrina Bönisch, weil sie umzieht.

Werden Sie den Aufstieg auch in der nächsten Saison wieder in Angriff nehmen?

Das werden wir in Ruhe besprechen. Vielleicht ist es sinnvoll, einfach zu versuchen, jedes Spiel so gut wie möglich zu spielen und den Druck rauszunehmen. Wenn der Aufstieg am Ende dabei herumkommt wäre das eine schöne Sache.

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