Fußball

Bei YEG verzichten sie für den Erfolg sogar auf Urlaub

In der Halle hat YEG Hassel in diesem Winter schon triumphiert, jetzt soll auch die Rückrunde in der Fußball-Westfalenliga eine Erfolgsgeschichte werden.

In der Halle hat YEG Hassel in diesem Winter schon triumphiert, jetzt soll auch die Rückrunde in der Fußball-Westfalenliga eine Erfolgsgeschichte werden.

Foto: Thorsten Tillmann

Hassel.  YEG Hassel hat erstmals die Hallen-Stadtmeisterschaft gewonnen. Doch aufdrehen wollen die Westfalenliga-Fußballer so richtig in der Rückrunde.

Wenn die Winterpause die erfolgreichste Zeit in der laufenden Saison einer Fußballmannschaft ist, bedeutet das oft nichts gutes für den Ligabetrieb. Bei YEG Hassel ist das nicht der Fall. Nach Platz fünf in der Hinrunde lief der Westfalenligist in der Halle heiß. Beim Karl-Sewtz-Pokal ging es ins Halbfinale, ehe bei der Stadtmeisterschaft und einem gut besetzten Turnier in Gronau sogar jeweils der Titel heraussprang. Auch wenn es in diesem Fall nichts schlechtes bedeutet: In der Rückrunde will YEG dafür sorgen, dass die Winterpause am Ende nicht die erfolgreichste Zeit der Saison war.

Dass die Halle den technisch versierten Kickern aus Hassel liegt, ist klar. Da erstaunt es fast, dass YEG sich Anfang des Monats erstmalig zum Hallenmeister krönte. „Da haben wir Geschichte geschrieben, deswegen wird diese sehr, sehr schöne Momentaufnahme auch im Hinterkopf bleiben”, sagt Trainer Hakan Karabal, betont aber: „Unser Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem Ligabetrieb.”

Deshalb ging es auch schon vor der Endrunde bei der Hallenstadtmeisterschaft wieder raus auf den grünen Rasen, am 3. Januar nahm YEG das Training wieder auf. Und so viel Zeit bleibt den Hasselern auch nicht, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Denn bereits eine Woche vor dem offiziellen Wiederbeginn steht das Nachholspiel beim Tabellendritten Finnentrop/Bamenohl an. „Etwas ärgerlich” findet Karabal das, er hätte gerne noch eine Woche länger Zeit gehabt.

Dafür kann er die Vorbereitung intensiver nutzen, als es in den letzten Jahren häufig der Fall war. Denn für diesen Winter sprach der YEG-Trainer eine Urlaubssperre aus - zumindest nennt er es so. Denn natürlich weiß auch Karabal, dass „die Jungs alle Amateure” sind und er ihnen nicht verbieten kann, im Winter für einige Tage einen etwas wärmeren Ort aufzusuchen. Gewirkt haben Karabals Worte aber auf jeden Fall. „Es kamen nur zwei Urlaubsanfragen. Und die Jungs wissen ja auch selbst, dass sie ein paar Wochen hinterherhecheln, wenn sie in den Urlaub fahren.”

Und das ist gerade jetzt kein günstiger Moment für die Hasseler Spieler. Zwar haben mit Ali Serhan und Serafettin Sarisoy zwei Spieler den Verein verlassen, doch mit Faruk Gülgün, Ergün Cakir und Koray Basar drängen drei zuletzt verletzte Spieler zum Rückrundenauftakt in den Kader. Und auch Seyit Ersoy befindet sich nach seiner Schulterverletzung auf einem guten Weg.

Oberliga zumindest mal im Blick

Mit den Rückkehrern peilt YEG nun eine erfolgreiche Rückrunde an. Nach einem wie auch schon in der Vorsaison schwachen Start spielten die Hasseler „dafür, dass Faruk Gülgün und Seyit Ersoy gefehlt haben, ziemlich gut”, so Karabal.

Einen konkreten Tabellenplatz für die Rückrunde geben sie bei YEG nicht aus. „Wenn wir die Vorrunde noch toppen könnten, wäre das schön”, sagt Karabal.

So wie im vergangenen Jahr, als Hassel im Frühjahr eine Aufholjagd startete und erst am letzten Spieltag die Relegation zur Oberliga aus der Hand gab. Diesmal sind es sechs Zähler Rückstand auf Platz zwei und zehn auf Platz eins. „So weit ist die Spitze nicht entfernt“, gibt sich Karabal dann doch noch offensiv. Schließlich wollen sie bei YEG Hassel im Sommer nicht ständig davon reden, wie schön der Winter war.

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