Handball-Oberliga

Belohnung nach einer tollen Schalker Aufholjagd bleibt aus

Thorben Kirsch traf beim Schalker 24:25 in Rödinghausen siebenmal.

Thorben Kirsch traf beim Schalker 24:25 in Rödinghausen siebenmal.

Foto: Biene Hagel

Rödinghausen.  Schalkes Oberliga-Handballer beenden auch ihre vierte Saisonpartie ohne Punkt. Sie unterliegen in Rödinghausen mit 24:25 – nach 24:22-Führung.

Wieder nichts! Trotz einer tollen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit bleiben die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 punktlos. Sie unterlagen am Sonntagabend beim Aufsteiger CVJM Rödinghausen mit 24:25 (11:17). „Wir haben sicherlich keine gute erste Halbzeit gespielt, in der zweiten aber eine gute Moral gezeigt“, sagte Trainer Sebastian Hosenfelder. „Leider belohnen wir uns dafür nicht: in Bielefeld nicht und heute auch nicht.“

Nachdem die Schalker mit 10:17 zurückgelegen und pausenübergreifend einen 7:0-Lauf geschafft hatten, war alles wieder offen. Diese Aufholjagd war auch ein Ergebnis der Pausenansprache Sebastian Hosenfelders, der auf das Hagener Schiedsrichter-Gespann Torsten Cyffer und Jürgen Wiebusch reagiert hatte. „Ich habe“, sagte der 38-Jährige, „meinen Spielern mehr oder weniger verboten, sich mehr als acht Meter vom Tor wegzubewegen.“ Zweikämpfe und somit Zeitstrafen sollten vermieden werden. „Das ist uns auch gut gelungen“, sagte der Schalker Trainer. „Wir haben körperloser gedeckt und sind im Angriff mehr in die Tiefe gegangen – und mit mehr Mut.“ Wer ebenfalls positiv wirkte, war Torwart Veit Lichtenegger. „Er hat in der zweiten Halbzeit eine bärenstarke Leistung gezeigt“, lobte Sebastian Hosenfelder den 38-jährigen Oldie.

Aus dem 20:22-Rückstand wird eine Schalker 24:22-Führung

Und in der Schlussphase sah es dann so aus, dass die königsblauen Handballer die Partie zu ihren Gunsten drehen können. Aus dem 20:22-Rückstand machten zweimal Thorben Kirsch, dem Sebastian Hosenfelder eine ganz starke zweite Halbzeit attestierte, sowie Max Gill per Siebenmeter und Linkshänder Nico Helfrich bis zur 55. Minute ein 24:22. Da hätten die Schalker das Spiel und somit den ersten Saisonsieg doch festzurren können? „Das hatte ich auch gedacht“, sagte Trainer Sebastian Hosenfelder. Er gab auch zu, dass Nico Helfrich sowie Frederic Hentschel sehr gute Chancen ausgelassen hätten.

Letztlich war er aber ratlos, weil der CVJM bei seiner 25:24-Führung seinen letzten Angriff 120 Sekunden fahren durfte, ohne dass die Unparteiischen passives Spiel geahndet hätten. „Wir sind nicht mehr in Ballbesitz gekommen, um wenigstens noch einen Punkt zu holen. Das ist so ärgerlich“, sagte Trainer Sebastian Hosenfelder, dem der kranke Phillip Dobrodt gefehlt hatte.

Westfalenpokal-Vorrundenturnier am Samstag in Soest

Um diesen Ärger zu verarbeiten, haben die Schalker nun eigentlich drei Wochen Zeit, ehe am 26. Oktober die Sportfreunde Loxten kommen werden. Allerdings müssen sie am nächsten Samstag (ab 14 Uhr) ihr Westfalenpokal-Vorrundenturnier spielen. Dort treffen sie auf ihren Liga-Rivalen Soester TV, der Gastgeber sein wird, und Verbandsligist TuS Westfalia Hombruch.

Spielfilm: 1:0, 1:1, 4:1 (6.), 4:2, 8:2 (10.), 8:3, 9:4, 11:4 (15.), 11:6, 15:10, 17:10, 17:11 (Halbzeit), 17:17 (40.), 18:17, 18:18, 20:18, 22:20, 22:24 (55.), 25:24.

FC Schalke 04: Sinkovec (1.-17.), Lich­tenegger (17.-60.) - Schwengers, Gill (2/2), Lenz, Heming (3), Sauerland (1), Kirsch (7), Busjan (1), Ruskov (1), Dobrodt, Grzesinski (4), Fr. Hentschel (2), Helfrich (3).

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